VCÖ: Diesel und Eurosuper waren heuer im 1. Quartal günstiger als im Vorjahr

VCÖ: Spritkosten sind mit spritsparendem Fahrstil deutlich zu reduzieren

Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ (Wien, 4. April 2025) – Tanken war in Österreich heuer im 1. Quartal billiger als im 1. Quartal des Vorjahres, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Der Preis für einen Liter Diesel war im Schnitt um rund neun Cent niedriger als im 1. Quartal des Vorjahres, Eurosuper um zwei Cent. Wesentlich mehr Einfluss auf die Spritkosten hat aber der Spritverbrauch, betont der VCÖ. Durch spritsparenden Fahrstil und das Mobilitätsverhalten können der Verbrauch und damit die Kosten deutlich gesenkt werden.

 

Mit rund 1,58 Euro war ein Liter Diesel heuer im Schnitt um rund neun Cent billiger als im 1. Quartal des Vorjahres, Eurosuper mit 1,55 Euro um drei Cent günstiger als Diesel und um zwei Cent günstiger als im 1. Quartal 2024, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zum Vergleich mit Nachbarländern mit ähnlichem Lohnniveau wie Österreich: In Deutschland kostete ein Liter Diesel im Schnitt um sieben Cent mehr und ein Liter Eurosuper um 22 Cent mehr als in Österreich, in Italien war der Preis für einen Liter Diesel um zwölf Cent höher und für einen Liter Eurosuper im Schnitt um 25 Cent.  

Laut Statistik Austria fließen in die Benzin-Pkw von Österreichs Haushalten im Schnitt rund 700 Liter pro Jahr und in die Diesel-Pkw rund 830 Liter. Ein Preisunterschied von neun Cent pro Liter ändert die Spritkosten pro Diesel-Pkw um rund 75 Euro. „Wesentlich größer ist die Ersparnis, die durch eine Reduktion des Spritverbrauchs erreicht werden kann durch spritsparenden Fahrstil und einem geänderten Mobilitätsverhalten. Etwa indem kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden“, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest.  

Sinkt der Spritverbrauch um 20 Prozent, dann beträgt die jährliche Spritkosten-Ersparnis bei Benzin-Pkw rund 215 Euro und bei Diesel-Pkw rund 260 Euro, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl kurzer Autofahrten ist hoch, macht VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky aufmerksam: "Wer es schafft, einen Teil der kurzen Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückzulegen, spart sich Geld und stärkt zusätzlich die eigene Gesundheit und Fitness." Die Mobilitätserhebungen zeigen, dass an Werktagen mehr Autofahrten kürzer als ein Kilometer als länger als 50 Kilometer sind. Vier von zehn Autofahrten wiederum sind kürzer als fünf Kilometer, was eine gute Radfahrdistanz ist. Beispielsweise sind sechs Prozent der Autofahrten von Oberösterreichs Bevölkerung kürzer als ein Kilometer und vier Prozent länger als 50 Kilometer, 39 Prozent der Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer.

Viel Geld kann durch spritsparendes Fahren gespart werden. Einen großen Einfluss auf den Spritverbrauch hat das Tempo. Laut Umweltbundesamt sinkt der Spritverbrauch bei Autos im Schnitt um 23 Prozent bei Tempo 100 statt 130 km/h. Auch vorausschauendes Fahren reduziert den Spritverbrauch, es ermöglicht, den Fuß früher vom Gaspedal zu nehmen, die Motorbremse zu nutzen und gleichmäßiger zu fahren. Weitere Spritspartipps: Rasch in den nächsthöheren Gang schalten, auf den richtigen Reifendruck achten, Dachbox möglichst vermeiden, Klimaanlage nicht zu kalt einstellen.

Und: Schon beim Autokauf auf den realen Spritverbrauch achten. Ein Liter weniger Spritverbrauch pro 100 Kilometer summiert sich auf ein "Autoleben" von 250.000 Kilometer auf 2.500 Liter Sprit, was bei aktuellen Spritpreisen rund 3.900 Euro ausmacht.  

VCÖ: Diesel und Benzin heuer im 1. Quartal günstiger als im Vorjahr
(Durchschnittspreis pro Liter im 1. Quartal 2025 - in Klammer 1.Quartal 2024)

Diesel: 1,58 Euro (1,67 Euro - minus 9 Cent )

Eurosuper: 1,55 Euro (1,57 Euro - minus 2 Cent)
Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2025

Zurück zur Übersicht

VCÖ: In Vorarlberg ist E-Pkw Anteil bei Neuwagen am höchsten – außerhalb Wiens liegt bei Bezirken Kirchdorf an der Krems an der Spitze

VCÖ (Wien, am 17. Juli 2023) – Im 1. Halbjahr ist der Anteil der Elektroautos an den Pkw-Neuzulassungen in Österreich weiter gestiegen auf mittlerweile 18,4 Prozent. Zwischen den Bezirken sind aber die Unterschiede groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Den höchsten E-Pkw Anteil hat Wien-Ottakring mit rund 40 Prozent, außerhalb Wiens der oberösterreichische Bezirk Kirchdorf an der Krems mit rund 29 Prozent. Den niedrigsten E-Pkw-Anteil weist der steirische Bezirk Liezen mit rund sieben Prozent auf. Bei den Bundesländern liegt Vorarlberg an der Spitze, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Laut Umweltbundesamt verursachen Österreichs E-Pkw inklusive Fahrzeug- und Batterieherstellung im Schnitt um rund 60 Prozent weniger CO2 als Benzin- und Diesel-Pkw.

Mehr dazu

VCÖ: Spritpreise in vielen Urlaubsländern höher als in Österreich - aber deutlich niedriger als im Vorjahr

VCÖ (Wien, 23. Juni 2023) – Tanken ist heuer deutlich günstiger als im Vorjahr. Im Vorjahr war noch in 16 EU-Staaten für eine 50 Liter-Tankfüllung Diesel mehr als 100 Euro zu zahlen, heuer in keinem einzigen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Vergleich zu etlichen Urlaubsländern ist das Tanken in Österreich günstiger: Diesel kostet in neun EU-Staaten mehr als in Österreich, für Eurosuper ist in 15 EU-Staaten mehr zu bezahlen als hierzulande. Die Mobilitätsorganisation VCÖ empfiehlt auf jeden Fall ein spritsparendes Mobilitätsverhalten, das schont die Urlaubskassa und reduziert die CO2-Emissionen.

Mehr dazu
Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft