VCÖ fordert bundesweite Modernisierungsoffensive für Bushaltestellen

VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ gestartet - Fahrgäste können Mängel bei Haltestellen in einer Online-Karte auf map.vcoe.at melden

VCÖ (Wien, 19. Februar 2026) – Österreich ist nicht nur ein Land der Berge, sondern auch ein Land der Bus-Haltestellen. Mehr als 35.000 Haltestellen gibt es landesweit. Aber wie ist es um deren Qualität bestellt? Wie sicher sind sie zu erreichen? Welche Mängel gibt es bei den Haltestellen? Das möchte die Mobilitätsorganisation VCÖ gemeinsam mit den Fahrgästen aufzeigen. Fahrgäste können ab sofort im Internet unter map.vcoe.at Probleme bei Haltestellen eintragen. Der VCÖ sammelt die Einträge und übermittelt diese dann an die für die jeweilige Haltestelle zuständigen Stellen.

„Was bei Bahnhöfen schon ins Laufen gekommen ist, braucht es nun auch bei Bus-Haltestellen: Eine österreichweite Modernisierungsoffensive, damit möglichst alle Haltestellen eine zeitgemäße Qualität haben. Barrierefrei, mit Witterungsschutz und Sitzgelegenheit, sicher erreichbar“, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest.

Die Bedeutung des Buslinienverkehrs für die Mobilität vieler Menschen wird in Österreich unterschätzt. Dabei erbringen Busse fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr. Mehrere hundert Millionen Fahrgäste sind pro Jahr mit öffentlichen Bussen in Österreich mobil. „Die Bus-Fahrgäste leisten einen wichtigen Beitrag, um Staus und andere Verkehrsprobleme zu verringern und unsere Mobilität auf Klimakurs zu bringen. Doch vielerorts sind die Haltestellen vernachlässigt, nicht selten werden Fahrgäste regelrecht im Regen stehen gelassen“, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest. Und fehlender Witterungsschutz ist oft nur einer von mehreren Mängeln bei Haltestellen.

Die Mobilitätsorganisation VCÖ möchte nun gemeinsam mit den Fahrgästen notwendige Verbesserungen bei Haltestellen aufzeigen. In einer Online-Karte sind die Haltestellen in Österreich eingezeichnet. Durch Klick auf eine Haltestelle können Mängel bei der jeweiligen Haltestelle gemeldet werden. Dabei kann zwischen verschiedenen Kriterien wie beispielsweise Mängel bei Sitzgelegenheit, Barrierefreiheit, Witterungsschutz, Beschattung und Information gewählt werden.

Einen Schwerpunkt setzt der VCÖ auch auf die Verkehrssicherheit im Umfeld von Haltestellen. „Eine sichere Haltestelle ist erstens über einen Gehsteig erreichbar und falls eine Straße zu überqueren ist, dann braucht es hier einen sicheren Übergang. Vor allem in den Regionen ist das essenziell, denn hier sind viele Bus-Fahrgäste einerseits Schülerinnen und Schüler und andererseits ältere Menschen, die länger benötigen, um eine Straße zu überqueren“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.  

Bis zum 30. April können Fahrgäste unter map.vcoe.at Mängel bei Haltestellen eintragen. Der VCÖ sammelt die Einträge und leitet sie dann an die jeweils zuständigen Stellen weiter. Diese erhalten so wertvolles, strukturiertes und direktes Feedback aus der Bevölkerung. Eine ideale Grundlage, um gezielt Verbesserungen zu prüfen und wo es möglich ist umzusetzen

Die VCÖ-Initiative "Haltestellen im Fahrgast-Check" wird unterstützt von Klagenfurt mobil, Innsbrucker Verkehrsbetriebe, Verkehrsbetriebe Burgenland und Wiener Linien.

Webtipp: Fahrgäste können hier Mängel bei Haltestellen melden und eintragen map.vcoe.at

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Was der Öffentliche Verkehr aus der Covid-19-Krise lernen kann

Eigentlich sollte das Jahr 2021 als „Europäisches Jahr der Schiene“ eine europaweite Öffi-Offensive bringen. Doch die Covid-19-Pandemie stellt den Öffentlichen Verkehr angesichts der Fahrgastrückgänge vor große Herausforderungen. Nichtsdestotrotz ist der Öffentliche Verkehr das zentrale Rückgrat auf dem Weg zu einem klimaverträglichen Verkehrssystem. Wie kann der Öffentliche Verkehr gestärkt aus der Covid-19-Krise hervorgehen? Diesen Fragen ist der VCÖ gemeinsam mit der TU Wien nachgegangen und hat dazu sowohl eine repräsentative Befragung der Bevölkerung Österreichs, als auch eine Umfrage unter rund 500 Fachleuten durchgeführt. Allgemein bewertet die Bevölkerung Österreichs die konkreten Reaktionen der Verkehrsunternehmen auf die Covid-19-Pandemie rückblickend überwiegend positiv.


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Grafik: VCÖ 2020

VCÖ-Veranstaltung: Öffentlicher Verkehr der Zukunft - Lehren aus Covid-19

Die Covid-19-Pandemie führte zum größten Fahrgastrückgang in der Geschichte der 2. Republik. Um die Klimaziele erreichen zu können, muss der Öffentliche Verkehr nicht nur frühere Fahrgäste zurückgewinnen, sondern auch einen deutlich höheren Anteil an der Mobilität erreichen als vor der Covid-19-Krise. Welche Maßnahmen für ein erfolgreiches Comeback des Öffentlichen Verkehrs nötig sind, wurde bei der online durchgeführten VCÖ-Fachkonferenz am 29. Jänner 2021 diskutiert. Mehr als 180 Fachleute nahmen daran teil.

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(c) VCÖ