VCÖ fordert verpflichtende Begrünung bei größeren Parkplätzen

VCÖ: Groß-Parkplätze mit zu wenig Grün verschärfen die Hitze-Belastung für die umliegende Bevölkerung

VCÖ (Wien, 25. Juni 2026) – Bis zu 40 Grad Celsius werden für das Wochenende in Österreich vorhergesagt. In der prallen Sonne heizt sich Asphalt auf bis zu 60 Grad auf. Asphaltierte Großparkplätze werden an heißen Tagen zu einem regelrechten Backofen und verschärfen die Hitzebelastung für die Bevölkerung in der Umgebung. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert, dass bei Parkplätzen mit mehr als 30 Abstellplätzen verpflichtend Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung zu setzen sind, um die lokale Hitze-Belastung zu reduzieren. Zudem ist der Straßenraum in Städten und Gemeinden verstärkt an den Klimawandel anzupassen.

Österreich ist nicht nur ein Land der Berge, Äcker und Dome, sondern auch ein Land der Parkplätze. Ob bei Baumärkten, Supermärkten, Firmen oder Freizeiteinrichtungen, die Zahl von Großparkplätzen ist groß. „Viele Großparkplätze sind eine Asphaltwüste. In der prallen Sonne heizt sich Asphalt auf rund 60 Grad Celsius auf. Damit wird sowohl tagsüber als auch in der Nacht die Belastung für Bewohnerinnen und Bewohner in der Umgebung verschärft“, macht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk auf die Folgen aufmerksam. Der Asphalt speichert die Wärme, gibt sie in der Nacht ab, was die Abkühlung beeinträchtigt.

Wirksame Maßnahmen, um die Hitzebelastung durch Parkplätze zu reduzieren, sind Bäume, Entsiegelung und Begrünung. Der VCÖ fordert für Parkplätze ab einer Größe von 30 Abstellplätzen verpflichtende Vorgaben, dass Bäume zu pflanzen sind sowie Flächen entsiegelt und begrünt werden müssen. „Mehr Schatten auf Parkplätzen schafft eine Win-win Situation: Für Anrainerinnen und Anrainer verbessert sich das Mikroklima, und gleichzeitig können Autos im Schatten parken“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest. Der VCÖ erinnert daran, dass sich der Innenraum von in der Sonne parkenden Autos innerhalb von 15 Minuten auf rund 45 Grad aufheizen kann.

Neben Maßnahmen bei großen Parkplätzen sind aber in Österreichs Städten und Gemeinden auch verstärkte Klimawandelanpassungsmaßnahmen im Straßenraum nötig. Straßen ohne Bäume, ohne Grünflächen, mit vielen parkenden Autos heizen sich an Hitzetagen stark auf. Gehsteige und Haltestellen in der prallen Sonne, ohne Schatten, sind für ältere Menschen, chronisch Kranke und andere vulnerable Gruppen kaum benützbar. „Umso wichtiger ist es, entlang der Fahrbahn Bäume zu pflanzen, Flächen zu entsiegeln und zu begrünen. Schatten reduziert die Oberflächentemperatur von Asphalt um bis zu 25 Grad Celsius, Grasflächen sind in der Sonne um rund 20 Grad kühler als Asphalt“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Handlungsbedarf besteht auch bei vielen Warteflächen von Fußgängerampeln. Sind diese der prallen Sonne ausgesetzt, ist das vor allem für ältere Menschen eine massive Belastung. Der VCÖ fordert daher kürzere Rotphasen bei Fußgängerampeln sowie Maßnahmen, damit es bei den Warteflächen Schatten gibt.

Hitze ist eine Gesundheitsgefahr mit potenziell tödlichen Folgen. Laut AGES gab es im Vorjahr 449 vorzeitige Todesfälle durch Hitze, im Jahr 2024 sogar 989. Allein in den vergangenen fünf Jahren verzeichnete Österreich mehr als 3.100 Hitzetote, die meisten in Niederösterreich mit 698  Todesfällen und Wien mit 591 Todesfällen.

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VCÖ: Elektro-Fahrräder waren im Vorjahr meist verkauftes Elektrofahrzeug in Österreich

VCÖ (Wien, am 1. Juni 2025) – Die Zahl der Elektrofahrzeuge auf Österreichs Straßen nimmt zu. Im Vorjahr wurden rund 277.600 neue Elektrofahrzeuge in Österreich gekauft, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die mit Abstand meisten davon, nämlich knapp mehr als 226.000 waren Elektro-Fahrräder. Beim Fahrrad verlängert der Elektromotor die Reichweite. Das Potenzial von Elektro-Fahrrädern um Verkehrsprobleme zu reduzieren ist groß. Ein Hindernis sind derzeit Mängel und Lücken bei der Rad-Infrastruktur. Der VCÖ fordert eine Rad-Infrastruktur-Offensive und die Umsetzung von überregionalen Radwegen.

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Radbasisnetz mit klarer Förderung in Niederösterreich

Das Land Niederösterreich hat im Zeitraum 2020 bis 2024 eine gemeindeübergreifende, regionale Radverkehrsplanung erstellt. So wurde in 37 Potenzialregionen mit Unterstützung von externen Planungsbüros und gemeinsam mit den 190 involvierten Gemeinden ein „Radbasisnetz Niederösterreich“ erarbeitet.

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