VCÖ: Für das Erreichen der Klimaziele sind verstärkte Maßnahmen im Verkehr nötig

VCÖ: Angebote für klimafreundliche Mobilität ausbauen, klimaschädliche Subventionen abbauen

VCÖ (Wien, 21. Jänner 2026) –Der Rückgang der Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs ist erfreulich, wird aber durch die Tatsache getrübt, dass der Verkehr der einzige große Sektor ist, der heute mehr klimaschädliche Emissionen verursacht als im Jahr 1990, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ zur heute vom Umweltbundesamt präsentierten Bilanz fest. Um die Klimaziele erreichen zu können, sind im Verkehrsbereich mehr Klimaschutzmaßnahmen nötig. Das Angebot an klimaverträglicher Mobilität, wie Bahn- und Busverbindungen, Rad-Infrastruktur und E-Ladestationen, ist auszubauen, die klimaschädlichen Subventionen im Verkehr abzubauen.

Laut heute veröffentlichter Daten des Umweltbundesamts sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs von 20,1 Millionen Tonnen im Jahr 2023 auf 19,5 Millionen Tonnen im Jahr 2024 zurückgegangen. Im Jahr 2025 wurde in Österreich erneut weniger Sprit getankt und damit sind auch die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs erneut - zum vierten Mal in Folge - gesunken. Der erfreuliche Rückgang wird aber durch zwei Faktoren getrübt: Nicht enthalten sind die Emissionen durch Flüge, die von Österreichs Flughäfen ins Ausland gehen und die im Vorjahr einen Höchstwert erreicht haben. Zum zweiten verursacht der Verkehr heute trotz rückläufigem Trend um rund ein Drittel mehr Treibhausgase als im Jahr 1990. "Während die anderen großen Sektoren ihre Emissionen seither reduziert haben, ist das im Verkehr nicht gelungen. Umso wichtiger und dringender sind verstärkte Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr. Denn, wenn Österreich sein Klimaziel verfehlt, müssen Zertifikate gekauft werden und das kann mehrere Milliarden Euro kosten", stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Eine schnell wirksame und rasch umsetzbare Klimaschutz-Maßnahme sind niedrigere Tempolimits, die zusätzlich schwere Verkehrsunfälle reduzieren und Menschenleben retten. Darüber hinaus ist das Angebot an öffentlichen Verkehrsverbindungen verstärkt auszubauen, ebenso die Rad-Infrastruktur und Ladestellen für Elektro-Fahrzeuge. Zudem sind die klimaschädlichen Förderungen im Verkehr, wie etwa das Firmenwagenprivileg und die Steuerbegünstigung von Diesel, rasch abzubauen und gleichzeitig Anreize für ein klimaverträgliches Mobilitätsverhalten zu verstärken, betont der VCÖ.

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VCÖ: In allen Bundesländern verursacht der Verkehr mehr CO2 als im Jahr 1990, aber weniger als im Jahr 2005

VCÖ (Wien, 7. November 2025) – In sieben der neun Bundesländer ist der Verkehr der größte Verursacher von CO2-Emissionen und in allen Bundesländern verursachte der Verkehr zuletzt mehr CO2 als im Jahr 1990, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt. Pro Kopf weist Wien vor Vorarlberg, Tirol und Salzburg den niedrigsten CO2-Ausstoß auf. In allen Bundesländern wurden die CO2-Emissionen des Verkehrs seit dem Jahr 2019 deutlich reduziert. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert verstärkte Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr.  

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VCÖ (Wien, 5. November 2025) - Die Einigung der Umweltministerinnen und Umweltminister der EU-Mitgliedsstaaten auf eine 90 prozentige Reduktion der Treibhausgase bis zum Jahr 2040 gegenüber dem Jahr 1990 wird durch einen faulen Kompromiss geschwächt. Fünf Prozentpunkte der Reduktion können demnach mit Zertifikaten aus dem Ausland mit fragwürdiger Wirkung erreicht werden. Die Mobilitätsorganisation VCÖ kritisiert zudem die Verschiebung des Emissionshandels für Verkehr und Gebäude (ETS2) um ein Jahr auf das Jahr 2028. Zuletzt verursachte der Straßenverkehr in der EU rund 750 Millionen Tonnen CO2, das ist rund elf Mal so viel wie Österreichs gesamte Treibhausgas-Emissionen.

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