VCÖ: Großes Potenzial für verstärkten Klimaschutz im Verkehr stärker nutzen

VCÖ: "Verkehrswende und Energiewende im Verkehr beschleunigen!"

Auspuff eines Autos, der sichtbar Schadstoffe ausstößt

VCÖ (Wien, am 2. September 2026) - Der Verkehr verursachte im Vorjahr laut aktueller Prognose des Umweltbundesamts um 1,26 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase wie im Jahr 2024. So erfreulich der Rückgang der Emissionen ist, so unerfreulich ist, dass der CO2-Ausstoß des Verkehrs mit rund 18,2 Millionen Tonnen nach wie vor sehr hoch ist, betont der VCÖ. Sowohl die Mobilität als auch der Gütertransport könnten schon heute deutlich klimafreundlicher sein als sie tatsächlich sind.  

„Es braucht beim Klimaschutz im Verkehr ein Triple-A: Mehr Angebote, mehr Anreize und mehr Anerkennung. Wir brauchen österreichweit ein gutes Angebot mit einem dichteren Öffi-Netz, mehr Bahn- und Busverbindungen und den rascheren Ausbau des Radwegenetzes. Zweitens sind verstärkte Anreize nötig, um auf Öffis, Fahrrad oder Fahrgemeinschaften umzusteigen. Mobilitätsmanagement ist dafür im Pendelverkehr eine sehr wirksame Maßnahme. Und drittens verdienen all jene, die mit Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß mobil sind, mehr Anerkennung. Denn ihr Mobilitätsverhalten entlastet die Umwelt, viele Anrainerinnen und Anrainer sowie Autofahrerinnen und Autofahrer, die dadurch weniger im Stau stehen“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Eine schnell wirksame und rasch umsetzbare Klimaschutz-Maßnahme sind zudem niedrigere Tempolimits, die zusätzlich schwere Verkehrsunfälle reduzieren und Menschenleben retten.

Wenn weniger Diesel und Benzin verbraucht wird, sinken die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs. Deshalb ist auch die Energiewende weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektro-Mobilität ein wirksamer Hebel, um die Klimabilanz der Verkehrs zu verbessern. Der Anteil der Elektroautos beträgt in Österreich derzeit nur rund sechs Prozent, in Dänemark ist der Anteil mit 22 Prozent fast viermal so hoch, in Norwegen mit 34 Prozent fast sechsmal so hoch. Und während in Österreich nur 13 Prozent der heuer neuzugelassenen Klein-Lkw mit Strom fahren, sind es in den Niederlanden mit 81 Prozent sechsmal so viele.  Durch Änderungen bei der Besteuerung von Firmenwagen und Klein-Lkw kann der Anteil der Elektrofahrzeuge deutlich erhöht werden, betont der VCÖ.

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VCÖ: Strategische Prüfung Verkehr zeigt, dass Lobautunnel teuerste Variante ist und zu mehr Verkehrsbelastung führt

VCÖ (Wien, 5. Februar 2025) – Die heute veröffentlichte Strategische Prüfung Verkehr zeigt, dass der Lobautunnel von den vier geprüften Varianten nicht nur die teuerste ist und die größten negativen Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung hat, sondern auch aus Mobilitätssicht die schlechteste Variante darstellt. Die Verkehrsbelastung würde deutlich zunehmen. Der VCÖ weist darauf hin, dass es Alternativen zum Lobautunnel gibt, die viel kostengünstiger sind, das Mobilitätsangebot für die Bevölkerung verbessern und gleichzeitig die negativen Auswirkungen durch Lärm, Schadstoffe und Bodenverbrauch reduzieren und keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

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Foto: Monika P/pixabay

VCÖ: Fast die Hälfte der Neuwagen waren im Vorjahr SUV

VCÖ (Wien, 24. Jänner 2025) – 113.304 SUV und Geländewagen wurden laut Statistik Austria im Vorjahr neu zugelassen, so viele wie noch nie, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Im Bundesländer-Vergleich wurden in Wien die meisten SUV neu zugelassen. Bei den Antriebsformen ist der SUV-Anteil bei Plug-In Hybrid-Pkw am höchsten und bei E-Pkw am zweithöchsten. Der VCÖ warnt davor, bei Elektroautos die gleichen Fehler zu machen wie bei Diesel-Pkw. Insgesamt ist der durchschnittliche Spritverbrauch der neuzugelassenen Benzin- und Diesel-Pkw mit rund sechs Liter nach wie vor hoch.

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