VCÖ: Im Juni waren Treibstoffpreise deutlich niedriger als im Mai

VCÖ: Spritverbrauch reduzieren, Ausstieg aus Verbrennungsmotor bei Neuwagen beschleunigen

Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ (Wien, 30. Juni 2026) – Der Medianpreis für einen Liter Diesel war im Juni mit 1,779 Euro um rund 14 Cent niedriger als im Mai, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der E-Control hin. Eurosuper war mit 1,694 Euro pro Liter um rund zehn Cent billiger als im Mai. Im Vergleich zum Höchstpreis am 30. März ist der aktuelle Dieselpreis um 54 Cent niedriger, der aktuelle Preis für Eurosuper um 26 Cent niedriger. Eine Lehre aus der Energiekrise und der aktuellen Hitzewelle muss sein, den Treibstoffverbrauch rascher zu reduzieren, betont der VCÖ. „Je früher der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bei Neuwagen gelingt, desto besser für Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Die Spritpreisbremse wurde von 4,5 Cent pro Liter im Mai auf 1,7 Cent im Juni reduziert. Die Spritpreise sind aber trotz reduzierter Spritpreisbremse im Juni nicht gestiegen. Im Gegenteil, im Juni war der Medianpreis für einen Liter Eurosuper mit 1,694 Euro um rund 10,5 Cent niedriger als im Mai, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der E-Control zeigt. Der Medianpreis für einen Liter Diesel war im Juni mit 1,779 Euro sogar um 13,8 Cent niedriger als im Mai und um rund 30 Cent niedriger als im April. Im Vergleich zum Höchstpreis am 30. März kostet aktuell ein Liter Eurosuper mit 1,648 Euro im Median um 26 Cent weniger, ein Liter Diesel ist derzeit mit rund 1,699 Euro sogar um 54 Cent billiger als damals. „Die Spritpreisbremse hat keinen signifikanten Einfluss mehr auf die Treibstoffpreise“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Entscheidend ist nun, Konsequenzen aus der Energiekrise zu ziehen. Besonders volatil war der Dieselpreis, der zwischen 1. und 30. März um 69 Cent gestiegen ist. Da ein Großteil der Lkw mit Diesel fährt, hat sich das auf die Transportpreise durchgeschlagen. „Erstens sind jene, die damals die Transportpreise erhöht haben, gefordert, die Preise wieder zu senken. Zweitens ist die Politik gefordert, die Umstellung auf Elektro-Lkw und die Verlagerung auf die Schiene zu forcieren und damit Österreich unabhängiger von Dieselimporten zu machen“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger. In den Niederlanden beispielsweise fahren bereits 83 Prozent der heuer neuzugelassenen Klein-Lkw mit Elektromotor, der Anteil ist sechsmal so hoch wie in Österreich mit 13,5 Prozent. „Während die Niederlande für Klein-Lkw in fast 30 Städten sogenannte Null-Emissionszonen für Lkw eingeführt hat, hat Österreich die NoVA für Diesel-Transporter wieder abgeschafft, was die dringend notwendige Energiewende bei Klein-Transporter massiv bremst“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.  

Auch die aktuelle Hitzewelle in ganz Europa verdeutlicht, wie wichtig es ist, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Das massive Ausmaß der aktuellen Hitzewelle ist die Folge des menschlich verursachten Klimawandels. Mit dem weiteren Verbrennen von Treibstoffen wird der Klimawandel weiter angeheizt. „Je früher der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bei Neuwagen gelingt, desto besser für Gesundheit und Geldbörse der Bevölkerung und desto besser für Wirtschaft und Umwelt“, fordert VCÖ-Experte Michael Schwendinger entsprechende Maßnahmen auf EU-Ebene und in Österreich.

Das öffentliche Verkehrsangebot ist auszubauen und zu verbessern. So wie international bereits in einigen Ländern erfolgreich im Einsatz, sollen auch in Österreichs Ballungsräumen Schnellbusse mit eigener Busspur im Stadt-Umland-Verkehr eingesetzt werden, um Pendlerinnen und Pendlern auch dort eine Alternative zum Auto zu bieten, wo es keine optimalen Bahnverbindungen gibt, fordert der VCÖ. Um das Potenzial des Radverkehrs und insbesondere der Elektrofahrräder nutzen zu können, ist die Rad-Infrastruktur rascher und stärker auszubauen. „Einsparungen beim Öffentlichen Verkehr und beim Ausbau der Radinfrastruktur kommen der Bevölkerung und der Umwelt teuer“, verdeutlicht VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Der Anteil der Elektro-Pkw bei Neuwagen ist rascher zu erhöhen. In Dänemark sind heuer bereits 80 Prozent der neuzugelassenen Pkw Elektroautos, in Österreich erst 23 Prozent.

Zudem sind Fahrgemeinschaften zu forcieren. Erst vor einigen Jahren hat das Mobilitätsministerium eine Sharing-Strategie präsentiert - was bisher fehlt, ist die Umsetzung der darin vorgeschlagenen Maßnahmen. Sehr lohnend ist zudem spritsparendes Fahren. Der VCÖ empfiehlt langsamer zu fahren, beispielsweise 100 oder 110 statt 130 auf der Autobahn, vorausschauend und niedertourig zu fahren, Dachboxen möglichst zu vermeiden und auf den richtigen Reifendruck zu achten. Damit kann der Verbrauch um rund 20 Prozent reduziert werden. Eine Reduktion des Verbrauchs um 20 Prozent wirkt so, als würde ein Liter Diesel statt 1,70 Euro nur 1,36 Euro kosten, verdeutlicht der VCÖ.

Quellen & Daten

VCÖ: Diesel und Benzin waren im Juni deutlich günstiger als im Mai
(Median-Preise in Österreich)

  • DIESEL:
    • Juni: 1,779 Euro (minus 13,8 Cent im Vergleich zu Mai)
    • Mai: 1,917 Euro
    • April: 2,078 Euro
    • März: 1,992 Euro
  • EUROSUPER:
    • Juni: 1,694 Euro (minus 10,5 Cent im Vergleich zu Mai)
    • Mai: 1,799 Euro
    • April: 1,721 Euro
    • März: 1,766 Euro

Quelle: E-Control, VCÖ 2026

VCÖ: Dieselpreis derzeit um über 50 Cent niedriger als beim Höchstpreis
(aktueller Medianpreis in Österreich im Vergleich zum Höchstpreis)

  • Diesel-Höchstpreis (30. März): 2,244 Euro
  • Aktueller Dieselpreis: 1,699 Euro
  • Differenz: 54,5 Cent

 

  • Eurosuper-Höchstpreis (30. März): 1,909 Euro
  • Aktueller Preis für Eurosuper: 1,648 Euro
  • Differenz: 26,1 Cent

Quelle: E-Control, VCÖ 2026

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VCÖ: Österreichs Autofahrer ersparten sich heuer im Vergleich zum Vorjahr bisher fast 100 Euro an Spritkosten

VCÖ (Wien, 13. Oktober 2023) – Ein Liter Eurosuper kostete heuer im Schnitt um rund 15 Cent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, ein Liter Diesel ist heuer bisher um rund 17 Cent billiger als im Vorjahr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Österreichs Diesel-Pkw Fahrerinnen und Fahrer sparten sich im Schnitt bisher rund 110 Euro, bei Benzin-Pkw beträgt die Ersparnis rund 80 Euro an Spritkosten. Der VCÖ weist darauf hin, dass mit einem spritsparenden Fahr- und Mobilitätsstil die Kosten noch deutlich gesenkt werden können.

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