VCÖ und LKW FRIENDS on the Road: Jeder zweite tödliche Lkw-Unfall wurde im Vorjahr von einem Pkw verursacht

VCÖ und LKW FRIENDS on the Road: Wirksame unfallvermeidende Maßnahmen umsetzen

Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

Wien, (23. Juli 2026) – Im Vorjahr kamen 73 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung in Österreich ums Leben. Lkw-Beteiligung heißt aber nicht, dass die Unfälle von Lkw verursacht wurden. Im Gegenteil, eine Analyse von VCÖ und dem Verein LKW FRIENDS on the Road auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass rund jeder zweite tödliche Lkw-Unfall von Pkw verursacht wurde. VCÖ und LKW FRIENDS on the Road sprechen sich für wirksame unfallvermeidende Maßnahmen aus: „Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel.“

Lkw-Lenkende sind Profis, der Lkw-Führerschein beinhaltet eine deutlich umfassendere Ausbildung und es gelten für sie als Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer strengere Regeln. Entsprechend selten sind Lkw an Verkehrsunfällen beteiligt. Im Jahr 2025 waren schwere Lkw in nur 3,1 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden involviert, wie Daten der Statistik Austria zeigen. Aber aufgrund ihrer Masse enden Zusammenstöße mit Lkw häufiger mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen.

Um die Zahl schwerer Lkw-Unfälle zu reduzieren, haben LKW FRIENDS on the Road und VCÖ die tödlichen Lkw-Unfälle hinsichtlich der Hauptunfallverursacher analysiert. Bei Unfällen mit schweren Lkw kamen 2025 insgesamt 73 Menschen ums Leben. Davon wurden 17, das sind rund 23 Prozent, vom schweren Lkw verursacht. Die übrigen rund 77 Prozent gehen auf andere Verkehrsteilnehmende zurück.  Genauer nach Verursacher aufschlüsseln lassen sich die 63 Todesopfer in Unfällen mit zwei Beteiligten. Hier gehen mit Abstand die meisten, nämlich 49 Prozent, auf Pkw-Lenkende zurück. In 13 Fällen war der schwere Lkw selbst der Hauptverursacher. Sechs tödliche Unfälle mit Lkw-Beteilung wurden von Motorrad-Fahrenden verursacht, jeweils fünf von Klein-Lkw-Lenkenden und zu Fuß-Gehenden und drei von Radfahrenden.  

Im Fünfjahreszeitraum 2021 bis 2025 zeigt sich ein ähnliches Bild: 48 Prozent der tödlichen Unfälle mit Lkw-Beteiligung in Österreich wurden von Autofahrenden verursacht, neun Prozent von Klein-Lkw-Lenkenden, sieben Prozent von Motorradfahrenden, acht Prozent wurden von Fußgängerinnen und Fußgängern verursacht und fünf Prozent von Radfahrenden. Von Lkw-Fahrenden wurden im Fünfjahreszeitraum 24 Prozent der tödlichen Unfälle mit Lkw-Beteiligung verursacht.

Gemeinsam betonen LKW FRIENDS on the Road und der VCÖ: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Deshalb sprechen sich beide Organisationen für wirksame unfallvermeidende Maßnahmen aus. Gefährliche Überholmanöver durch PKWs und Motorräder auf Freilandstraßen zählen hier zu den Hauptunfallrisiken. Um Kollisionen mit den schweren Massen der Lkw zu verhindern, ist es wichtig, dass künftige Verkehrssicherheitsinitiativen auf die Aufklärung aller Verkehrsteilnehmenden abzielen – ganz besonders auf das Bewusstsein und das Fahrverhalten von Pkw-Lenkerinnen und Lenkern, die für den Großteil der tödlichen Zusammenstöße verantwortlich sind.

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