VCÖ: Wahl zur besten Bushaltestelle Österreichs gestartet – Neun Haltestellen sind nominiert

VCÖ fordert bundesweite Modernisierungsoffensive für Bushaltestellen

(c) Daniel Waschnig_1

VCÖ (Wien, 15. April 2026) – Österreich hat ein dichtes Netz an Bushaltestellen. Viele Bushaltestellen weisen jedoch Mängel auf. Dass es auch anders geht und Bushaltestellen eine hohe Qualität aufweisen können, zeigt die Mobilitätsorganisation VCÖ jetzt im Rahmen der VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ mit der Wahl zur besten Bushaltestelle Österreichs auf. Neun Haltestellen, für jedes Bundesland eine, treten zur Wahl an. Bis zum 30. April können Fahrgäste hier abstimmen.

 

Busse erbringen fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr. Mehrere hundert Millionen Fahrgäste sind pro Jahr mit öffentlichen Bussen in Österreich mobil. Und viele Haushalte haben eine Bushaltestelle in der Nähe, weist der VCÖ auf Mobilitätserhebungen der Bundesländer hin. In Oberösterreich haben demnach 72 Prozent der Haushalte eine Bushaltestelle in fußläufiger Entfernung, im Land Salzburg 74 Prozent der Haushalte und in Vorarlberg sogar 99 Prozent der Haushalte.

„Sicher und barrierefrei erreichbar, Witterungsschutz und Sitzgelegenheiten, Schatten und Begrünung als Schutz an Hitzetagen, Echtzeitfahrplanauskunft, Abstellplätze für Fahrräder“, zählt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk einige Kriterien auf, die eine qualitätsvolle Haltestelle aufweisen soll und kann, wie die bei der Wahl zur besten Bushaltestelle Österreichs nominierten Haltestellen zeigen.

27 Haltestellen aus ganz Österreich wurden von Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen nominiert. Eine siebenköpfige Fachjury bewertete die Haltestellen nach umfassenden Kriterien, wie Barrierefreiheit, Sicherheit, Attraktivität und Innovation. Und nun stellt sich die je Bundesland am besten bewertete Haltestelle im Rahmen der VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ den Fahrgästen zur Wahl. Das sind: Die Haltestelle Gasthaus Engel in Lustenau (Vorarlberg), aus Tirol die Haltestelle EKZ West Innsbruck, aus Salzburg die Haltestelle Kaprun Ortsmitte, aus Oberösterreich die Haltestelle Franz-Josef-Platz in Gmunden, aus Kärnten die Haltestelle Lakeside Park in Klagenfurt, aus der Steiermark der Busbahnhof Premstätten, aus Niederösterreich die Bushaltestelle Ebreichsdorf beim Bahnhof, aus dem Burgenland die Haltestelle Wiener Straße in Pinkafeld und aus Wien die Haltestelle Alser Straße der Linie 13 A.

Die Fahrgäste können bis inklusive 30. April für die Haltestellen, die sie am besten finden, hier abstimmen. Gewinnerin ist die Haltestelle, die in Summe aus Bewertung der Fachjury und den Stimmen der Fahrgäste die meisten Punkte erhält.

„Nichts überzeugt stärker als ein umgesetztes Beispiel aus der Praxis. Wir wollen mit dieser Wahl aufzeigen, wie qualitätsvolle Bushaltestellen aussehen können und damit auch Gemeinden und Städte motivieren, den Haltestellen mehr Augenmerk zu schenken. Denn Bus-Fahrgäste leisten einen wichtigen Beitrag, um Staus und andere Verkehrsprobleme zu verringern. Was bei Bahnhöfen vielerorts gelungen ist, ist auch bei den Bus-Haltestellen notwendig. Eine österreichweite Modernisierungsoffensive“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest.

Wahl zur besten Bushaltestelle Österreichs bis 30. April auf www.vcoe.at

VCÖ-Wahl zu besten Bushaltestelle Österreichs – die Nominierten aus

Burgenland: Pinkafeld Wiener Straße
Kärnten: Lakeside Park Klagenfurt
Niederösterreich: Ebreichsdorf
Oberösterreich: Gmunden Franz-Josef-Platz
Salzburg: Kaprun Ortsmitte
Steiermark: Premstätten Busbahnhof
Tirol: EKZ West Innsbruck
Vorarlberg: Gasthaus Engel, Lustenau
Wien: 13A-Station Alser Straße

Quelle: VCÖ 2026

Die VCÖ-Initiative "Haltestellen im Fahrgast-Check" wird unterstützt von Klagenfurt mobil, Innsbrucker Verkehrsbetriebe, NÖVOG, Verkehrsbetriebe Burgenland und Wiener Linien.

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Strategische Prüfung Verkehr zeigt, dass Lobautunnel teuerste Variante ist und zu mehr Verkehrsbelastung führt

VCÖ (Wien, 5. Februar 2025) – Die heute veröffentlichte Strategische Prüfung Verkehr zeigt, dass der Lobautunnel von den vier geprüften Varianten nicht nur die teuerste ist und die größten negativen Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung hat, sondern auch aus Mobilitätssicht die schlechteste Variante darstellt. Die Verkehrsbelastung würde deutlich zunehmen. Der VCÖ weist darauf hin, dass es Alternativen zum Lobautunnel gibt, die viel kostengünstiger sind, das Mobilitätsangebot für die Bevölkerung verbessern und gleichzeitig die negativen Auswirkungen durch Lärm, Schadstoffe und Bodenverbrauch reduzieren und keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Mehr dazu
Foto: Monika P/pixabay

VCÖ: Große Unterschiede beim Regionalbus-Angebot in Österreich

VCÖ (Wien, 8. Jänner 2025) – In absoluten Zahl hat Niederösterreich das größte Regionalbus-Angebot, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist das Burgenland Spitzenreiter, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Mobilitätsverbünde zeigt. Außerhalb Wiens gibt es pro Einwohnerin und Einwohner im Schnitt 31 Regionalbus-Angebotskilometer, das Burgenland liegt mit 53 vor Vorarlberg und Tirol an der Spitze. Für ein flächendeckendes öffentliches Mobilitätsangebot ist das Busnetz in Österreich weiter zu verdichten, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. In den Bus-Ausschreibungen der Verkehrsverbünde sind Qualitätskriterien stärker als bisher zu berücksichtigen.

Mehr dazu
Foto: VCÖ/Christian Gratzer