VCÖ: Wienerinnen und Wiener sind im Bundesländer-Vergleich am kostengünstigsten mobil

VCÖ-Mobilitätspreis Wien gestartet: Projekte und Konzepte für umweltverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport gesucht

Foto: Reinhard Oehner

VCÖ (Wien, 23. März 2026) – Die Wienerinnen und Wiener legen rund drei Viertel ihrer Alltagswege mit Öffis, zu Fuß und mit dem Fahrrad zurück. Damit sind sie nicht nur umweltverträglicher, sondern auch kostengünstiger mobil als der Österreich-Schnitt.
Mit 10,7 Prozent ist der Anteil der Mobilitätsausgaben in Wien im Bundesländer-Vergleich am niedrigsten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Projekte und Konzepte, die unsere Mobilität noch effizienter und nachhaltiger machen, werden beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien gesucht. Stadträtin Ulli Sima, VCÖ und ÖBB rufen zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis Wien auf, der heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“ steht.

1.850 Euro pro Jahr ersparen sich die Wiener Haushalte bei den Mobilitätsausgaben im Vergleich zum Österreich-Schnitt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Im Zeitraum 2024/2025 hatten die Wiener Haushalte im Schnitt Mobilitätsausgaben von 4.950 Euro, im Österreich-Schnitt waren es 6.800 Euro und im benachbarten Niederösterreich 8.300 Euro. Dank des geänderten Mobilitätsverhaltens und des etwas geringeren Verbrauchs der Fahrzeuge ist der jährliche Spritverbrauch der Autos der Wiener Haushalte laut Statistik Austria in den vergangenen 20 Jahren um 150 Millionen Liter auf zuletzt 410 Millionen Liter gesunken. Allein diese Verbrauchsreduktion bringt den Wiener Haushalten bei aktuellen Spritpreisen eine Ersparnis von rund 25 Millionen Euro pro Monat, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam.

„Eine wichtige Lehre aus der aktuellen Ölpreis-Rallye muss sein, den Spritverbrauch des Verkehrs rasch und stark zu reduzieren. Dabei spielen der Öffentliche Verkehr, gute Bedingungen zum Gehen und Radfahren, eine verkehrsparende Siedlungsentwicklung sowie die E-Mobilität eine zentrale Rolle. Beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien sind Projekte und Konzepte gesucht, die unsere Mobilität und den Gütertransport nachhaltiger und effizienter machen“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

Stadträtin Ulli Sima ruft zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis Wien auf: „In Wien hat der umweltfreundliche Verkehr Vorrang. Neben den massiven Investitionen in die Öffis wie aktuell in den Ausbau von U2xU5, bauen wir das Radwegenetz intensiv aus. Wir haben seit 2021 bereits über 100 Kilometer neue Radinfrastruktur allein im Hauptradwegenetz errichtet, heuer stehen weitere 33 Projekte am Programm. Nicht zuletzt machen wir auch das Zufußgehen in der Stadt immer attraktiver, indem wir in der ganzen Stadt unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ Straßen und Plätze entsiegeln, begrünen und klimafit machen.  Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit so vieler Engagierter beim VCÖ-Mobilitätspreis und bin gespannt auf die heurigen Projektideen.“

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien steht heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“ und wird in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt sowie vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und Gesiba unterstützt. Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig und gefragt innovative Mobilitätsprojekte sind. Beispielsweise Projekte, die den Spritverbrauch und den Energieverbrauch deutlich reduzieren, etwa durch Maßnahmen von Unternehmen oder von Bezirken, die zum Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad motivieren oder das Bilden von Fahrgemeinschaften unterstützen. Oder Maßnahmen, die Kindern und Jugendlichen eine sichere Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad ermöglichen. Aber auch Firmen und Transportunternehmen, die Güter mit Elektro-Lkw oder in der Stadt mit Cargo-Bikes transportieren, sowie Wohnbauträger und Initiativen, die Carsharing oder Bikesharing forcieren. Einen Schwerpunkt setzt der VCÖ-Mobilitätspreis heuer auch auf Digitalisierung und andere technologische Innovationen, die es der Bevölkerung erleichtern, umweltverträglich mobil zu sein.

„Der VCÖ-Mobilitätspreis zeigt, wie viele engagierte Menschen und Organisationen auch in Wien an Lösungen arbeiten, die Mobilität nachhaltig, effizient und innovativ gestalten. Diese Projekte liefern wichtige Impulse für die Mobilität der Zukunft – deshalb unterstützen die ÖBB den VCÖ-Mobilitätspreis auch heuer wieder sehr gerne“, sagt Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.

Betriebe und Unternehmen, Startups, Schulen, Fachhochschulen und Universitäten, Bezirke, Wohnbauträger sowie Initiativen und Vereine können Projekte bis zum 27. Mai einreichen. Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Wien gibt es unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 893 26 97.

Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Wien werden von einer Fachjury bewertet. Im September werden die am besten bewerteten Projekte von VCÖ, Stadträtin Ulli Sima und den ÖBB ausgezeichnet. Im Vorjahr ging der VCÖ-Mobilitätspreis Wien an die Auto-Wette der Wiener Linien. Zudem wurden zwei weitere Projekte prämiert: Das Planungsbüro 3:0 Landschaftsarchitektur für die neue Praterstraße und Studierende der TU-Wien für die Umgestaltung der Galileigasse in eine Fußgängerzone.

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VCÖ-Bahntest: 45 Prozent der Bahnpendelnden sind mit Anzahl der Zugverbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeiten unzufrieden

VCÖ (Wien, 15. Oktober 2024) – Österreichs Bahnen im Fahrgastcheck, war das Thema der heutigen VCÖ-Fachkonferenz. Die Pendlerinnen und Pendler sehen einen großen Verbesserungsbedarf beim Bahnfahren in Österreich, wie der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt. 37 Prozent sind mit der Pünktlichkeit unzufrieden, 41 Prozent wünschen eine bessere Abstimmung von Bahn und Bus und 45 Prozent mehr Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeit. Der VCÖ-Bahntest zeigt aber auch, dass Pendlerinnen und Pendler bereit sind, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Die Hälfte fährt heute Strecken mit der Bahn, die früher mit dem Auto zurückgelegt wurden. Nach der Anschaffung eines Klimatickets wurde von den Pendelnden die nutzbare Reisezeit und der Wechsel des Arbeitsplatzes als Hauptgründe für den Umstieg genannt. Bei der heutigen VCÖ-Fachkonferenz wurde zudem erörtert, welche Maßnahmen von der künftigen Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern im Interesse der Fahrgäste umzusetzen sind.

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Foto (c) Barbara Krobath

VCÖ-Bahntest: Fahrgäste wollen mehr Verbindungen im Nahverkehr und bessere Abstimmung von Bahn und Bus

VCÖ (Wien, 11. Oktober 2024) – Der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt, wo Fahrgäste beim Bahnfahren in Österreich Verbesserungen wünschen. Mehr Pünktlichkeit, mehr Verbindungen im Nah- und Regionalverkehr, insbesondere auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten sowie bessere Anschlussverbindungen sind die größten Anliegen der Fahrgäste. Für internationale Reisen werden einerseits mehr Direktverbindungen in europäische Metropolen gewünscht, zum anderen ein einfacheres Buchen internationaler Bahnverbindungen. Insgesamt wird mehr Bahn gefahren, auch in den Urlaub sowie auf Dienstreisen, so ein weiteres Ergebnis des VCÖ-Bahntests.

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Innenraum eines ÖBB Talent Zuges, in welchem sich zahlreiche Fahrgäste befinden.