VCÖ: Zahl der Haushalte mit Öffi-Jahreskarte in den vergangenen fünf Jahren um ein Viertel gestiegen

VCÖ: In Wien haben 75 Prozent der Haushalte eine Öffi-Jahreskarte, österreichweit 40 Prozent

VCÖ (Wien, 13. März 2026) – Die Zahl der Haushalte mit mindestens einer Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr ist in den vergangenen fünf Jahren von 1,35 auf 1,68 Millionen gestiegen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Außerhalb Wiens hat das Land Salzburg vor Tirol den höchsten Anteil an Jahreskarten-Haushalten. Bei den Preisen für das Bundesland-Klimaticket gibt es große Unterschiede. Am niedrigsten ist der Preis in Salzburg, am höchsten in Oberösterreich. Gerade in Zeiten hoher Spritpreise kann man durch den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr mit einer Jahreskarte viel Geld sparen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ.

In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Menschen in Österreich für eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr entschieden. Bereits 40 Prozent der Haushalte besitzen zumindest eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, vor fünf Jahren - also vor Einführung des Klimatickets - waren es 34 Prozent und vor 15 Jahren sogar nur 24 Prozent. Die Zahl der Haushalte mit Öffi-Jahreskarte hat sich in den vergangenen 15 Jahren von 0,87 auf 1,68 Millionen fast verdoppelt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Allein in den vergangenen fünf Jahren gab es einen Anstieg um 330.000 Haushalte, das ist ein Plus von 24 Prozent.

„Das Klimaticket kommt gut an, die Zahl der Bundesland-Klimatickets ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Den höchsten Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarten hat Wien mit 74,5 Prozent. Außerhalb Wiens ist Salzburg Spitzenreiter mit 36,5 Prozent, knapp vor Tirol mit 36,2 Prozent und Vorarlberg mit 33,4 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil der Jahreskarten-Haushalte in Kärnten mit 18,2 Prozent.

Die Preise für das Bundesland-Klimaticket sind verschieden. Am wenigsten kostet die Jahreskarte in Salzburg mit 399 Euro, vor Kärnten mit 430 Euro und Vorarlberg mit 448 Euro, informiert der VCÖ. Am höchsten ist der Preis für ein Bundesland in Oberösterreich mit 703 Euro. „Allen Bundesländern ist gemeinsam, dass man mit dem Klimaticket im Vergleich zum Auto viel günstiger mobil ist. In Zeiten steigender Spritpreise können sich insbesondere Pendlerinnen und Pendler durch den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr oder auf Park & Ride viel Geld sparen“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Legt man das amtliche Kilometergeld zugrunde, kommt man zum Preis des Oberösterreich-Klimatickets mit dem Auto nur 1.406 Kilometer weit, zum Preis des Klimatickets Region (Niederösterreich und Burgenland) sogar nur 1.066 Kilometer, was etwa einem Monat Autofahren entspricht, verdeutlicht der VCÖ.

Die Politik ist gefordert, das Angebot an Bahn und Bus weiter zu verbessern. Unternehmen können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, indem sie ein Bundesland-Klimaticket als Öffi-Jobticket zur Verfügung stellen. „Fahren mehr Pendlerinnen und Pendler mit Bahn oder Bus statt mit dem Auto, dann spart das Sprit und Geld und reduziert zusätzlich Staus auf den Straßen“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Eine zentrale Rolle insbesondere in den Regionen spielt das Busangebot. Die Bedeutung des Buslinienverkehrs für die Mobilität vieler Menschen wird unterschätzt. Dabei erbringen Busse fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr. Die Bus-Fahrgäste leisten einen wichtigen Beitrag, um Staus und andere Verkehrsprobleme zu verringern. Doch vielerorts sind die Haltestellen vernachlässigt, nicht selten werden Fahrgäste regelrecht im Regen stehen gelassen. Fehlender Witterungsschutz ist oft nur einer von mehreren Mängeln bei Haltestellen. Um Verbesserungen bei Haltestellen zu erreichen, führt der VCÖ die Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ durch. In einer Online-Karte auf https://map.vcoe.at können Fahrgäste bis zum 30. April Haltestellen, die Mängel aufweisen, melden. Der VCÖ sammelt die Einträge und leitet sie dann an die zuständigen Stellen weiter.

Haltestellen im Fahrgast-Check https://map.vcoe.at

VCÖ: Zahl der Haushalte mit Öffi-Jahreskarte ist in Österreich stark gestiegen
(Anzahl Haushalte mit Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr)

2024/2025: 1,68 Millionen
2019/2020: 1,35 Millionen
2014/2015: 1,26 Millionen
2009/2010: 0,87 Millionen

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2026

VCÖ: In Wien haben bereits drei Viertel der Haushalte eine Öffi-Jahreskarte
(Anteil der Haushalte mit einer Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr)

Wien: 74,6 Prozent
Salzburg: 36,5 Prozent
Tirol: 36,2 Prozent
Vorarlberg: 33,4 Prozent
Niederösterreich: 31,9 Prozent
Oberösterreich: 28,9 Prozent
Steiermark: 28,5 Prozent
Burgenland: 19,4 Prozent
Kärnten: 18,2 Prozent
Österreich: 40,4 Prozent

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2026

VCÖ: In Salzburg ist das Bundesland-Klimaticket am günstigsten
(Preis für das Bundesland-Klimaticket bzw. ÖV-Netzkarte, Stand März 2026)

Salzburg: 399 Euro
Kärnten: 430 Euro
Vorarlberg: 448 Euro
Wien: 461 Euro
Steiermark: 514 Euro (ab 1. Juli 532 Euro)
Niederösterreich und Burgenland (Klimaticket Region): 533 Euro
Tirol: 590 Euro (ab 1. April 626 Euro)
Oberösterreich: 703 Euro
Niederösterreich, Burgenland und Wien (Klimaticket Metropol-Region): 1.000 Euro

Quelle: Verkehrsverbünde, VCÖ 2026

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