VCÖ zu Ringradweg neu: Endlich bekommt Ring eine zeitgemäße, sichere Radinfrastruktur

VCÖ: Derzeit zahlreiche Engstellen und Problembereiche am Ringradweg

©Mobilitätsagentur Wien/ZOOMVP.AT

VCÖ (Wien, 26. März 2026) – Die Mobilitätsorganisation VCÖ begrüßt die heute bekanntgegebene Neugestaltung und Modernisierung des Ringradwegs. Der Ringradweg ist eine der am stärksten befahrenen Radrouten Wiens, auf der im Jahr 2024 am Opernring Innen und Außen zusammen 1,77 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer gezählt wurden. Derzeit weist der Ring-Radweg zahlreiche Problemstellen auf, im Vorjahr wurden bei der VCÖ-Initiative „Problemstellen beim Radfahren“ allein beim Ringradweg 63 Problemstellen von Radfahrerinnen und Radfahrern genannt.

 

„Die aktuelle Situation am Ring ist absolut nicht zufriedenstellend. Es gibt mehrere Probleme: Zu wenig Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger und eine ungenügende, unsichere Rad-Infrastruktur. Die Neugestaltung muss diese Probleme lösen und sicherstellen, dass es auf beiden Seiten des Rings eine gute und sichere Infrastruktur fürs Gehen und Radfahren gibt“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest.

Die heute präsentierten Pläne sehen eine Entflechtung des Fuß- und Radverkehrs vor, was der VCÖ begrüßt. Künftig können die Fußgängerinnen und Fußgänger auf den schattigen Alleen flanieren, was angesichts der durch den Klimawandel steigenden Anzahl an Hitzetagen sehr positiv ist. Die Nebenfahrbahnen werden wiederum genutzt, um dem wachsenden Radverkehr mehr Platz zu geben.

„Gerade die aktuelle Ölpreis-Rallye macht deutlich, wie wichtig es ist, dass unsere Mobilität von Erdöl unabhängig wird. In einer Stadt wie Wien hat das Gehen und Radfahren enorm großes Potenzial. Deshalb sollte jetzt verstärkt in die Verbesserung der Infrastruktur zum Gehen und Radfahren investiert werden“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Die Wienerinnen und Wiener legen schon heute mehr Wege bewegungsaktiv zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück als mit dem Auto. In zehn Bezirken ist die Bevölkerung auf mehr als 50 Prozent ihrer Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad mobil, macht der VCÖ aufmerksam.  

Mehr Informationen zur Neugestaltung: https://meinring.wien/

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Erfolgreiche Verkehrsberuhigung in Mailand

Mailand führte im Jahr 1985 Zufahrtsregulierungen ein, im Jahr 2008 folgte ein Gebühren-System basierend auf Emissionsklassen, im Jahr 2012 wurde auf eine Stau-Gebühr umgestellt. Der Durchzugsverkehr reduzierte sich im Jahr 2012 im Vorjahresvergleich um 31 Prozent, auch Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen reduzierten sich.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

VCÖ: Zahl neuer Elektrofahrzeuge stieg im Vorjahr auf fast 300.000 – Elektrofahrräder erneut Spitzenreiter

VCÖ (Wien, am 9. April 2026) – Die Zahl neuer Elektrofahrzeuge ist im Vorjahr in Österreich erneut gestiegen, um fünf Prozent auf rund 292.100, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Drei Viertel davon waren mit fast 223.000 erneut Elektrofahrräder. In absoluten Zahlen gab es bei E-Pkw die größten Zuwächse, prozentuell legten Lkw und Busse am stärksten zu, deren Neuzulassungen sich – auf niedrigem Niveau – verdoppelten. Angesichts der Spritkrise fordert der VCÖ verstärkte Maßnahmen, um die Energiewende im Kfz-Verkehr zu beschleunigen. Zudem ist die Rad-Infrastruktur rascher zu verbessern, damit das große Potenzial von E-Bikes besser genutzt werden kann.

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