VCÖ zu Spritpreisbremse: Österreich braucht rasch eine Spritverbrauchsbremse!

VCÖ: Reduktion des Verbrauchs von sieben auf sechs Liter wirkt so wie Sinken des Spritpreises von 1,95 auf 1,67 Euro

Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ (Wien, 30. April 2026) – Die Spritpreisbremse reicht nicht aus. Angesichts drohender Lieferengpässe fordert die Mobilitätsorganisation VCÖ die rasche Umsetzung von Maßnahmen, die den Spritverbrauch reduzieren. Eine Reduktion des Verbrauchs von sieben auf sechs Liter Diesel wirkt so, als würde der Spritpreis von 1,95 auf 1,67 Euro sinken, eine Reduktion auf fünf Liter wie eine Reduktion des Dieselpreises von 1,95 auf 1,39 Euro, verdeutlicht der VCÖ.

 

„Der Spritpreis ist der eine Faktor, der auf die Spritkosten Einfluss hat. Einen mindestens gleich großen und nachhaltigeren Einfluss hat aber der Spritverbrauch“, macht VCÖ-Experte Michael Schwendinger aufmerksam. Eine Reduktion des Verbrauchs von sieben auf sechs Liter Diesel wirkt so, als würde der Spritpreis von 1,95 auf 1,67 Euro sinken, eine Reduktion auf fünf Liter wie eine Reduktion des Dieselpreises von 1,95 auf 1,39 Euro, verdeutlicht der VCÖ.  

Angesichts drohender Lieferengpässe ist die Politik gefordert, Maßnahmen zur Reduktion des Verbrauchs zu setzen. Österreich ist bei Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion säumig. Es gibt nach wie vor keine Bewusstseinskampagne für spritsparendes Fahren, kein temporär niedrigeres Tempolimit, keine Initiative, damit Unternehmen ihre Beschäftigten mit Öffi-Jobtickets, Leasingrädern oder mehr Homeoffice unterstützen. Einzig die Klimaticket-Kennenlern-Aktion setzt im Mai und Juni einen Anreiz, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

„Bei knappem Angebot ist mit einer Verringerung der Nachfrage gegenzusteuern, um Preisanstiege abzufedern. Je früher wir mit dem Sparen beginnen, umso besser für die Versorgungssicherheit und für die Geldbörse“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Eine Verringerung der Erdölabhängigkeit des Verkehrs ist ein politisches Gebot der Stunde, um Österreich unabhängiger von extremen Preisanstiegen am Rohölmarkt zu machen.

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VCÖ: Spritpreise erreichten im September neuen Monatshöchstwert

VCÖ (Wien, 30. September 2026) – Mit durchschnittlich 2,20 Euro erreichte der Diesel-Medianpreis im September einen neuen Monatshöchstwert, so eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der E-Control. Eurosuper war mit durchschnittlich 1,92 Euro günstiger als Diesel. Mit einem Verbrauch von sieben Litern Diesel lagen die Spritkosten im September bei 15,40 Euro pro 100 Kilometer, bei einem Verbrauch von fünf Litern waren sie mit elf Euro um 4,40 Euro pro 100 Kilometer niedriger. Angesichts des sinkenden Treibstoffangebots am Weltmarkt sind Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs das politische Gebot der Stunde. Der VCÖ fordert ein temporär niedrigeres Tempolimit, eine Kampagne für ein spritsparendes Fahr- und Mobilitätsverhalten, einen 20% Rabatt auf Klimatickets und appelliert an die Unternehmen, ihre Beschäftigten zu unterstützen, mit Öffi-Jobtickets, Jobrädern oder bei der Bildung von Fahrgemeinschaften.  

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft