VCÖ: Zwischen den Urlaubsländern große Unterschiede bei den Spritpreisen

VCÖ: Mit spritsparendem Mobilitätsverhalten Sprit und Geld sparen

Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ (Wien, 23. Juni 2025) – Bei den Spritpreisen gibt es zwischen den Urlaubsreisezielen große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im beliebtesten Reiseziel der Österreicherinnen und Österreicher, in Italien, kosten Benzin und Diesel mehr als hierzulande, in Kroatien etwas weniger. Für Benzin und Diesel ist unter anderem auch in Portugal, Frankreich und Deutschland mehr zu zahlen als in Österreich. Unabhängig von den Spritpreisen zahlt sich spritsparendes Fahren auf jeden Fall aus. Der Verbrauch und damit die Kosten können um gut 20 Prozent reduziert werden, betont der VCÖ.

Mit dem Schulschluss am Freitag in Ostösterreich und eine Woche später auch in den anderen Bundesländern starten viele ihre Urlaubsreise ins Ausland. Für die Urlaubsreise ins Ausland nutzten laut Statistik Austria im Vorjahr 47 Prozent das Auto. Die beliebtesten Auslandsreiseziele waren Italien, Deutschland, Kroatien, Spanien und Griechenland.

Bei den Spritpreisen ist der Unterschied zwischen den Ländern groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Wer in Italien 50 Liter tankt, zahlt bei Diesel um über vier Euro mehr als in Österreich, bei Eurosuper sogar neun Euro mehr. Auch in Deutschland ist tiefer in die Tasche zu greifen. 50 Liter Diesel kosten um fast vier Euro mehr und 50 Liter Eurosuper, so wie auch in Griechenland, um rund elf Euro mehr, informiert der VCÖ. In Kroatien hingegen sind 50 Liter Diesel im Schnitt um vier Euro günstiger und 50 Liter Eurosuper um zwei Euro, in Spanien sind 50 Liter Eurosuper um fast drei Euro und 50 Liter Diesel um sieben Euro günstiger. Teurer als in Österreich ist das Tanken unter anderem auch in Portugal und Frankreich, Diesel kostet beispielsweise in Serbien mehr als in Österreich.

Der Dieselpreis ist in der Schweiz am höchsten, vor Dänemark, Finnland, Belgien und den Niederlanden. Im westlichsten Nachbarland kosten 50 Liter Diesel umgerechnet 19 Euro mehr als in Österreich, in Dänemark fast zwölf Euro mehr und in den Niederlanden sieben Euro mehr. Bei Eurosuper ist der Preis in Dänemark am höchsten, vor den Niederlanden, Finnland, der Schweiz, Deutschland und Griechenland. In Dänemark kosten 50 Liter Eurosuper 99 Euro.

Am niedrigsten sind die Spritpreise innerhalb der EU in Bulgarien. In Bulgarien erhalten die Österreicherinnen und Österreicher laut Unicredit Bank Austria für ihren „Urlaubseuro“ insgesamt um fast 80 Prozent mehr als zu Hause, aber beim Tanken ist der Unterschied deutlich geringer: Man bekommt fürs gleiche Geld in Bulgarien um 27 Prozent mehr Diesel oder Benzin als in Österreich, berichtet der VCÖ. In Ungarn ist der „Urlaubseuro“ insgesamt 54 Prozent mehr wert, beim Treibstoff bekommt man fürs gleiche Geld aber nur um vier Prozent mehr Sprit als in Österreich.

„Was sich in allen Urlaubsländern auszahlt, ist ein spritsparender Fahrstil. Also „gleiten statt rasen“ und auf der Autobahn statt mit 130 km/h besser mit 100 oder 110 km/h unterwegs sein. Und vorausschauend fahren, um frühzeitig den Fuß vom Gaspedal nehmen zu können“, empfiehlt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Weitere Spritspartipps des VCÖ: niedrigtourig fahren, rasch in den nächsthöheren Gang schalten und wer mit leichtem Gepäck reist, kann sich eine Dachbox sparen, die aufgrund des Luftwiderstands ebenfalls den Verbrauch erhöht. Ein regelrechter Spritfresser kann die Klimaanlage sein. Zu kalt eingestellt, treibt sie den Spritverbrauch stark in die Höhe.

Auch das Mobilitätsverhalten am Urlaubsort ist entscheidend: Wer am Urlaubsort kürzere Strecken zu Fuß geht, spart Geld, kommt auf gesunde Bewegung und verbrennt Kalorien, erinnert der VCÖ. Etliche Unterkünfte bieten kostenlos Fahrräder zum Ausleihen an. In manchen Regionen kann der Öffentliche Verkehr mit der jeweiligen Tourismuskarte kostenlos oder ermäßigt benützt werden.

VCÖ: In vielen Urlaubsländern kostet Eurosuper mehr als in Österreich (Preis für 50 Liter Tankfüllung Eurosuper - in Klammer Differenz zu Österreich)

Dänemark: 99,20 Euro (+ 23,40 Euro)

Niederlande: 95,40 Euro (+19,60 Euro)

Finnland: 92,10 Euro (+ 16,30 Euro)

Schweiz: 90,50 Euro (+ 14,70 Euro)

Deutschland: 87,20 Euro (+11,40 Euro)

Griechenland: 87,10 Euro (+11,30 Euro)

Frankreich: 85,50 Euro (+9,70 Euro)

Italien: 84,80 Euro (+9,00 Euro)

Portugal: 84,70 Euro (+ 8,90 Euro)

Irland: 84,40 Euro (+ 8,60 Euro)

Belgien: 79,10 Euro (+3,30 Euro)

Estland: 78,20 Euro (+ 2,40 Euro)

Großbritannien: 77,00 Euro (+ 1,20 Euro)

Lettland: 76,70 Euro (+ 0,90 Euro)

ÖSTERREICH: 75,80 Euro

Serbien: 75,40 Euro (- 0,40 Euro)

Slowakei: 74,80 Euro (- 1,00 Euro)

Kroatien: 73,60 Euro (- 2,20 Euro)

Ungarn: 73,20 Euro (- 2,60 Euro)

Spanien: 73,20 Euro (-2,60 Euro)

Luxemburg: 72,90 Euro (- 2,90 Euro)

Slowenien: 72,50 Euro (- 3,30 Euro)

Schweden: 72,30 Euro (- 3,60 Euro)

Rumänien: 71,10 Euro (- 4,70 Euro)

Litauen: 70,10 Euro (- 5,70 Euro)

Tschechien: 68,50 Euro (- 7,30 Euro)

Polen: 67,10 Euro (- 8,70 Euro)

Malta: 67,00 Euro (- 8,80 Euro)

Zypern: 66,90 Euro (- 8,90 Euro)

Bulgarien: 59,60 Euro (- 16,20 Euro)

Türkei: 53,50 Euro (- 22,30 Euro)

Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2025

 

VCÖ: Zwischen den Urlaubsländern große Unterschiede beim Dieselpreis (Preis für Tankfüllung 50 Liter Diesel – in Klammer Differenz zu Österreich)

Schweiz: 94,50 Euro (+ 19,20 Euro)

Dänemark: 87,00 Euro (+ 11,70 Euro)

Finnland: 85,50 Euro (+ 10,20 Euro)

Belgien: 82,80 Euro (+ 7,50 Euro)

Niederlande: 82,40 Euro (+ 7,10 Euro)

Irland: 82,20 Euro (+ 6,90 Euro)

Großbritannien: 80,50 Euro (+ 5,20 Euro)

Italien: 79,70 Euro (+ 4,40 Euro)

Serbien: 79,60 Euro (+ 4,30 Euro)

Deutschland: 79,00 Euro (+ 3,70 Euro)

Frankreich: 77,90 Euro (+ 2,60 Euro)

Portugal: 76,80 Euro (+ 1,50 Euro)

ÖSTERREICH: 75,30 Euro

Griechenland: 74,40 Euro (- 0,90 Euro)

Lettland: 74,00 Euro (- 1,30 Euro)

Schweden: 73,60 Euro (- 1,70 Euro)

Ungarn: 73,00 Euro (- 2,30 Euro)

Slowenien: 73,00 Euro (- 2,30 Euro)

Rumänien: 71,50 Euro (- 3,80 Euro)

Litauen: 71,20 Euro (- 4,10 Euro)

Kroatien: 71,00 Euro (- 4,30 Euro)

Estland: 70,20 Euro (- 5,10 Euro)

Slowakei: 69,70 Euro (- 5,60 Euro)

Luxemburg: 69,60 Euro (- 5,70 Euro)

Zypern: 69,50 Euro (- 5,80 Euro)

Spanien: 68,20 Euro (- 7,10 Euro)

Polen: 66,50 Euro (- 8,80 Euro)

Tschechien: 65,80 Euro (- 9,50 Euro)

Malta: 60,50 Euro (- 14,80 Euro)

Bulgarien: 59,00 Euro (- 16,30 Euro)

Türkei: 54,50 Euro (- 20,80 Euro)

Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2025

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VCÖ: Im Mai war Diesel billiger als im April, Eurosuper etwas teurer – Spritpreise seit Monatsanfang gesunken

VCÖ (Wien, 1. Juni 2026) – Der Median-Preis für einen Liter Diesel war im Mai mit 1,917 Euro um 16 Cent niedriger als im April, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der E-Control hin. Eurosuper war auch im Mai günstiger als Diesel, der Median-Preis war mit 1,799 Euro aber um acht Cent höher als im April. Sowohl Diesel als auch Eurosuper waren am Monatsende günstiger als am Monatsanfang. Wirksamer als eine Spritpreisbremse ist aber eine Spritverbrauchsbremse, betont der VCÖ. Mit spritsparendem Fahrstil können die Spritkosten um rund 20 Prozent gesenkt werden. Noch mehr Geld sparen Fahrgemeinschaften, der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder bei kürzeren Distanzen auf das Fahrrad.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

VCÖ: Im Vorjahr fast zwei Drittel der Verkehrstoten auf Freilandstraßen

VCÖ (Wien, 12. Mai 2026) – 253 Menschen verloren im Vorjahr bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen ihr Leben, damit waren 63 Prozent der Verkehrstoten in Österreich auf Freilandstraßen zu beklagen, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Fast die Hälfte dieser Todesopfer waren Pkw-Insassen, fast 30 Prozent Motorradfahrer. Und: Es verunglückten auf Freilandstraßen sechsmal so viele Männer tödlich wie Frauen. Der VCÖ fordert ein Maßnahmenpaket für sichere Freilandstraßen, unter anderem mit dem Rückbau von Raserstrecken, Tempolimit 80 statt 100, verstärkten Tempokontrollen sowie baulich getrennten Geh- und Radwegen entlang von Freilandstraßen.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße