Presseaussendung Archiv

Fotocredit: Marcus Bauer

VCÖ: Neuwagen wurden seit 2000 deutlich breiter, länger und höher – negativ für Verkehrssicherheit, Energie- und Platzverbrauch

VCÖ (Wien, 24. Juni 2026) – Seit dem Jahr 2000 sind die Neuwagen in der EU im Schnitt um 13 Zentimeter breiter und höher sowie um 29 Zentimeter länger geworden, wie eine heute veröffentlichte Studie von Transport & Environment (T&E), dem europäischen Dachverband des VCÖ, zeigt. Diese Entwicklung erhöht den Energieverbrauch und auch den Platzverbrauch der Autos. Zudem sind die Motorhauben im Schnitt seit dem Jahr 2010 um sieben Zentimeter höher geworden. Studien zeigen, dass bei Unfällen mit Pkw mit hoher Motorhaube, das Risiko schwer oder gar tödlich verletzt zu werden, deutlich zunimmt. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert wirkungsvolle Maßnahmen auf EU-Ebene, um die Größe von Neuwagen zu begrenzen, sowie auch in Österreich. Nach Vorbild internationaler Städte sollen die Tarife für Anwohnerparken ("Parkpickerl") nach der Größe der Fahrzeuge gestaffelt werden.

Weiterlesen

VCÖ: Straßenraum rascher und stärker an den Klimawandel anpassen

VCÖ (Wien, 23. Juni 2026) – Die aktuelle Hitzewelle macht spürbar, dass zu viele Straßen in Städten und Gemeinden nach wie vor nicht an den Klimawandel angepasst sind. Asphalt heizt sich in der prallen Sonne auf rund 60 Grad Celsius auf. Gehsteige und Haltestellen in der prallen Sonne, ohne Schatten, sind für ältere Menschen, chronisch Kranke und andere vulnerable Gruppen kaum benützbar und schränken ihre Mobilität massiv ein, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Laut Statistik Austria fühlt sich fast jede zweite Person in Österreich durch Hitze stark oder eher stark belastet. Der VCÖ fordert Maßnahmen für mehr Schatten bei Gehsteigen und Haltestellen sowie kürzere Rotphasen für Fußgängerampeln.

Weiterlesen

Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ warnt vor erhöhtem Unfallrisiko bei Hitze

VCÖ (Wien, 19. Juni 2026) – Hitze hat auch Einfluss auf die Verkehrssicherheit, das Unfallrisiko steigt, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. Im Vorjahr waren Juni, Juli und August die drei Monate mit der höchsten Anzahl an Verkehrstoten und Verletzten. Für die Jahre 2024 und 2023 zeigen Auswertungen der Statistik Austria, dass an Hitzetagen die Zahl der Verkehrsunfälle im Sommer zwischen 13 und 15 Prozent höher ist als an weniger heißen Tagen. Hitze belastet den Körper, die Konzentrationsfähigkeit sinkt, Fahrfehler nehmen zu. Der VCÖ empfiehlt, möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Wer Auto fährt, langsamer und besonders aufmerksam fahren, nicht telefonieren, auch nicht mit Freisprecheinrichtung, bei längeren Fahrten häufiger Pause machen und ausreichend trinken.

Weiterlesen

Foto: ÖBB/Philipp Horak

VCÖ: Urlaubsreisen mit der Bahn im Vorjahr auf neuen Rekordwert gestiegen

VCÖ (Wien, 19. Juni 2026) – Im Vorjahr machten die Österreicherinnen und Österreicher mit 4,11 Millionen so viele Urlaubsreisen mit der Bahn wie noch nie, weist der VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Bahnurlaubsreisen mehr als verdoppelt, in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht. Jede dritte Urlaubsreise mit der Bahn ging im Vorjahr ins Ausland. Der VCÖ betont, dass es in der EU mehr grenzüberschreitende Bahnverbindungen und mehr Nachtzüge braucht. Zudem unterzieht der VCÖ Österreichs Bahnhöfe einem Fahrgast-Check: Fahrgäste sind aufgerufen, beim VCÖ-Bahnhofstest Bahnhöfe, die sie nutzen, zu bewerten.

Weiterlesen

Foto: Barbara Krobath

VCÖ: Außerhalb Wiens ist die Bahnhofsdichte in Vorarlberg am höchsten

VCÖ (Wien, 18. Juni 2026) – Österreich ist auch ein Land der Bahnhöfe: Mehr als 1.400 Bahnhöfe gibt es österreichweit. Die größte Bahnhofsdichte hat die Bundeshauptstadt Wien, bei den Bundesländern ist Vorarlberg Spitzenreiter, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Für eine hohe Zufriedenheit der Fahrgäste spielen Bahnhöfe eine wichtige Rolle. Die Mobilitätsorganisation VCÖ erhebt im Rahmen des VCÖ-Bahnhofstests, wie zufrieden die Fahrgäste mit den Bahnhöfen sind und wo es Verbesserungen braucht. Die Bahnhöfe können online nach 15 Kriterien bewertet werden. Zudem wird Österreichs Bahnhof gesucht, der am besten gefällt.

Weiterlesen

Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ: Im Vorjahr erreichten in Österreich einige Bezirke und Statutarstädte das Ziel „null Verkehrstote“

VCÖ (Wien, 12. Juni 2026) – Wenn es um tödliche Verkehrsunfälle geht, dann gibt es nur eine akzeptable Anzahl, nämlich null. Dieses Ziel wurde im Vorjahr in Österreich außerhalb Wiens in drei Bezirken und sechs Statutarstädten erreicht, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. In Wien gab es in neun Bezirken keinen tödlichen Verkehrsunfall. Die meisten Todesopfer forderte der Straßenverkehr in den Bezirken St. Pölten-Land und Innsbruck-Land mit jeweils zwölf. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass in Österreich verstärkte unfallvermeidende Maßnahmen nötig sind, wie niedrigere Tempolimits, mehr öffentliche Verkehrsverbindungen sowie mehr und bessere Radwege.

Weiterlesen

Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ: Im Vorjahr jeder 4. tödliche Verkehrsunfall wegen zu hohem Tempo

VCÖ (Wien, 11. Juni 2026) – Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach Ablenkung der zweithäufigste Grund für tödliche Verkehrsunfälle in Österreich. Allein in den vergangenen fünf Jahren war das Tempo die Ursache von 449 tödlichen Verkehrsunfällen in Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Die von der Regierung geplante Erhöhung der Mindeststrafen ist ein richtiger Schritt, dem aber weitere Schritte folgen müssen. Der VCÖ spricht sich bei schwerwiegenden Tempodelikten für die Aufnahme in das Vormerksystem aus sowie für einkommensabhängige Strafen. Zudem braucht es mehr Kontrollen, insbesondere auf den gefährlichen Freilandstraßen und in Wohngebieten.

Weiterlesen

VCÖ zu Budget: Vergebene Chance für energieeffizientere, sozialere und umweltfreundlichere Mobilität

VCÖ (Wien, am 10. Juni 2026) – Das heute von Finanzminister Markus Marterbauer vorgestellte Budget ist aus Verkehrssicht enttäuschend, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ in einer ersten Reaktion fest. Das Budget sieht zahlreiche Kürzungen bei energieeffizienter Mobilität vor, bei E-Mobilität, beim Radverkehr und auch beim Öffentlichen Verkehr. Beim Klimaticket droht eine weitere Preiserhöhung. Gleichzeitig bleiben im Jahr 2027 die klimaschädlichen Subventionen, die laut WIFO bis zu 5,7 Milliarden Euro pro Jahr betragen, unberücksichtigt. Erst im Jahr 2028 sollen sie geringfügig, um 0,15 Milliarden Euro reduziert werden, wie diese unzureichende Reduktion erfolgen soll, bleibt vorläufig unbeantwortet.

Weiterlesen

Foto:  Petra Bork/pixelio.de

VCÖ: Fast jede vierte Person, die Pendlerpauschale bezieht, hat Jahreseinkommen von über 60.000 Euro

VCÖ (Wien, am 9. Juni 2026) – Mehr als 600 Millionen Euro kostet heuer die Pendlerpauschale und der Pendlereuro dem Budget. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Finanzministeriums zeigt, dass zuletzt fast jede vierte Person, die Pendlerpauschale bezog, ein Jahreseinkommen von über 60.000 Euro hatte. Und vier von zehn Personen, die Pendlerpauschale erhielten, hatten einen kurzen Arbeitsweg von zwei bis 19 Kilometern, informiert der VCÖ. Während die Bundesregierung in vielen Bereichen, von Familien, Gesundheit bis zum Klimaschutz, spart und Leistungen kürzt, wurde eine dringend notwendige Reform des Pendlerpauschales erneut verabsäumt. Und das, obwohl man mit einer Reform nicht nur Geld einsparen, sondern auch die soziale und ökologische Treffsicherheit verbessern hätte können.

Weiterlesen

VCÖ: Einseitige Erhöhung des Sachbezugs bei Elektro-Firmenwagen ist kontraproduktiv

VCÖ (Wien, am 5. Juni 2026) – Während für die private Nutzung von Elektro-Firmenwagen ab dem Jahr 2027 erstmals ein Sachbezug eingeführt wird, wird der bereits bestehende Sachbezug für Verbrenner-Firmenwagen nicht erhöht. Damit sinkt der Anreiz für die Anschaffung von Elektroautos als Firmenwagen, was für die Energie- und Klimaziele kontraproduktiv ist. Die Zahl der privat genutzten Firmenwagen hat sich seit dem Jahr 2014 auf rund 198.000 im Vorjahr fast verdoppelt, informiert der VCÖ. Der VCÖ fordert eine Erhöhung des Sachbezugs für Verbrenner-Firmenwagen im Ausmaß des neuen Sachbezugs für E-Pkw sowie die Abschaffung der Deckelung des Sachbezugs.

Weiterlesen