VCÖ-Fachveranstaltung: E-Lkw - Blick in die Praxis

Der Straßengüterverkehr ist für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen von Österreichs Verkehrssektor verantwortlich. Neben der Verlagerung auf die Schiene ist vor allem der Einsatz von Elektro-Lkw wirksam, um den Lkw-Verkehr auf Klimakurs zu bringen. Im Europa Vergleich hat Österreich großen Aufholbedarf. In den Niederlanden fahren bereits 83 Prozent der neuzugelassenen mittelschweren Lkw mit Strom. Die Erfahrungen mit Elektro-Lkw sind positiv, wie heimische Pionier-Unternehmen bei dieser VCÖ-Fachkonferenz mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 10. Juli 2025 schilderten.

 

Die Präsentationen der Fachvorträge stehen hier als Download zur Verfügung:

Hier können Sie die Fachvorträge aller Vortragenden nachsehen und nachhören

Katharina Jaschinsky (VCÖ - Mobilität mit Zukunft): Welchen Beitrag E-Lkw zur Verbesserung der Klimabilanz des Güterverkehrs leisten können

Bernardo Galantini (T&E): Key legal frameworks for e-trucks at the European level and emerging trends

 
 

Inna Wettstein-Schneigelberger (ZEV Consulting): Einführung von E-Lkw im Unternehmen erfolgreich gestalten

 
 

Hubert Schlager (Schlager Transport Logistik): Praktische Umsetzbarkeit von E-Lkw im schweren Güterverkehr

Marco Mitterböck (Innofreight Solutions): Intermodal - mit E-Lkw zur Schiene

Simon Lindenthaler (Lidl Österreich): Einsatz von E-Lkw für die Belieferung von Filialen in Österreich

 

Christoph Breuer (Kairos): Interaktive Karte der STELE-Plattform zum Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für E-Lkw

Elisabeth Andrieux (Hofmann & Neffe): Erfahrungen aus zwei Jahren Einsatz von E-Lkw im Schwerverkehr

 
 

Die abschließende Diskussion mit Hans-Jürgen Salmhofer (BMIMI), Andreas Reinhardt (Bundesverband Elektromobilität Österreich BEÖ), Tobias Begle (OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität @ AustriaTech) und Katharina Jaschinsky (VCÖ - Mobilität mit Zukunft) können Sie hier als Video-Mitschnitt nachhören und nachsehen.

Hier können Sie die Diskussion nachsehen und nachhören
 

Diese VCÖ-Fachveranstaltung wurde in Kooperation mit Innofreight durchgeführt.

Der VCÖ setzt sich als gemeinwohlorientierte Organisation für eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und ökonomisch effiziente Mobilität ein. Sie können die Arbeit des VCÖ für eine Mobilität mit Zukunft hier unterstützen.

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VCÖ warnt vor negativen Folgen einer Helmpflicht für Elektrofahrräder und E-Scooter

VCÖ (Wien, 21. August 2025) – Die Mobilitätsorganisation VCÖ warnt vor den negativen Auswirkungen einer Helmpflicht fürs Fahren mit Elektrofahrrädern und E-Scootern. Damit würden Unfallopfer automatisch Teilschuld bei Unfällen bekommen, sobald sie keinen Helm tragen, sogar dann, wenn sie von einem  Raser oder Alkolenker niedergefahren werden. Eine Helmpflicht würde zudem das Ende von E-Bike- und E-Scooter-Sharing bedeuten und damit das Mobilitätsangebot für die Bevölkerung verringern. Vor allem aber gibt es deutlich wirksamere Maßnahmen, um die Sicherheit für das Fahren mit Elektrofahrrädern und mit E-Scootern zu erhöhen, betont der VCÖ. Neben einer Bewusstseinskampagne für das Helmtragen, ist vor allem die Infrastruktur für den Radverkehr rasch und deutlich zu verbessern.

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Was gegen eine Helmpflicht für E-Bikes und E-Scooter spricht

Seit vielen Jahren findet sich in unterschiedlichen politischen Strategiepapieren völlig zu Recht das Ziel, den Radverkehrsanteil zu erhöhen – die aktuelle Bundesregierung will ihn verdoppeln. Elektro-Fahrräder sind dabei längst in der Alltagsmobilität angekommen und haben das Potenzial, mehr Menschen für mehr und auch weitere Wege auf das Fahrrad zu bringen. Mit Verweis auf die Verkehrssicherheit wird derzeit in Österreich über eine Helmpflicht auf Radwegen diskutiert. Das ist zwar gut gemeint, wäre aber ein verkehrspolitisches Eigentor.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash