VCÖ-Magazin 2020-04 Öffentlichen Verkehr fit für die Zukunft machen

Mikro-ÖV und Sharing-Angebote, die Lücken im Angebot des Öffentlichen Verkehrs schließen. Tickets, die den Öffentlichen Verkehr als Gesamtsystem nutzbar machen. Ein Investitionsschub für die Bahn. Der Öffentliche Verkehr der Zukunft nimmt auch in Österreich Gestalt an.

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Bus, Bahn, Mikro-ÖV, Taxi, Carsharing, Bike- und Scooter-Sharing – der Öffentliche Verkehr der Zukunft verschmilzt das öffentlich zugängliche Mobilitätsangebot zu einem Gesamtsystem von Tür zu Tür. Noch ist es vielerorts Zukunftsmusik, aber immer mehr gute Beispiele weisen in diese Richtung. Etwa das Generalabonnement in der Schweiz, die Jahreskarte für den gesamten Öffentlichen Verkehr, das in Österreich im 1-2-3-Ticket seine Entsprechung finden soll. Regionale Angebote in Österreich wie die Vmobil-Card des Vorarlberger Verkehrsverbundes, die Bus, Carsharing und Fahrradbox-Miete am Bahnhof verknüpft. Apps wie WienMobil und wegfinder sowie tim in Graz, die das multimodale Angebot anzeigen und buchbar machen. Oder die Fairtiq-App, die den Vorab-Ticketkauf beim Bus- und Bahnfahren obsolet macht. Mobilität wird immer mehr zur Dienstleistung, wie bei Ubigo in Stockholm. Eine App verknüpft den Öffentlichen Verkehr sowie Carsharing, Mietauto, Taxi und Bikesharing digital und individuell zu bedarfsorientierter Mobilität. Entwicklungen, wie Mikro-ÖV und der Boom bei E-Fahrrädern und E-Scootern beseitigen das Last-Mile-Problem und machen immer öfter von einem eigenen Auto unabhängig.

Verkehr klimaverträglich machen

Eine langfristige Strategie und eine gesicherte Finanzierung für den Bahn-Ausbau wurden Mitte Oktober 2020 von Österreichs Bundesministerin Leonore Gewessler und ÖBB-Chef Andreas Matthä mit dem Rahmenplan 2021-2026 vorgestellt. 17,5 Milliarden Euro werden bis zum Jahr 2026 im Auftrag der Bundesregierung in eine leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investiert. Das Geld fließt in den Ausbau von Strecken, Bahnhöfen, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsystemen, als Basis für den Taktfahrplan mit leicht merkbaren Abfahrtszeiten, kurzen Umsteigezeiten und kürzeren Reisezeiten, für das 1-2-3-Ticket sowie für weitere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Österreich setzt damit wichtige Schritte, um die im UN-Klimaabkommen von Paris übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Und um das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 zu erreichen. Wobei der Verkehrsbereich eine Schlüsselrolle spielt.

Aus der Praxis und Forschung

Karl W. Steininger - Verkehr ist Schlüssel zur Klimaneutralität

Alexandra Medwedeff - Carsharing als Upgrade zur Jahreskarte

Mark Topal-Gökceli - Großes Potenzial an CO2-Reduktion durch mehr Bahn

Karoline Seywald - Westbahnpark beim Wiener Westbahnhof als Klimamaßnahme

Ueli Stückelberger - Der Erfolg des Schweizer Generalabo hat viele Gründe

Covid-19-Erfahrungen für besseren Öffentlichen Verkehr nutzen

Den Raum neu verteilen

Ruf Rudi für die letzte Meile

Bahnhof als Wohlfühlfaktor

Zukunft des Öffentlichen Verkehrs

Marcel Hunecke - den Menschen muss Nachhaltigkeit persönlich wichtig werden

Jahrzehnt der Schiene! - von Ulla Rasmussen VCÖ-Verkehrspolitik

Willi Nowak - Blick zurück aus der Zukunft "Beschwerdefrei 150 Jahre alt"

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VCÖ: Regionalbusse haben größten Anteil an Österreichs Öffi-Angebot

VCÖ (Wien, 15. November 2023) – Die Regionalbusse erbringen in Österreich 44 Prozent der Angebotskilometer im Nah- und Regionalverkehr. Damit haben sie den höchsten Anteil am Öffi-Angebot, wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Im Bundesländer-Vergleich ist der Bus-Anteil am Öffentlichen Verkehr in Tirol mit 73 Prozent am höchsten, knapp vor Vorarlberg und dem Burgenland. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert mehr Busverbindungen für die Regionen sowie mehr Schnellbusse als Direktverbindung in die Ballungsräume.  

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VCÖ: Öffi-Angebot in Österreichs 124 regionalen Zentren weist große Unterschiede auf

VCÖ (Wien, 10. November 2023) – Während in 20 der 124 regionalen Zentren Österreichs mehr als 150 Züge pro Werktag halten, sind zwölf regionale Zentren gar nicht mit der Bahn erreichbar, wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Gegenüber dem Jahr 2019 ist in 90 regionalen Zentren die Zahl der Zughalte gestiegen. Mit Linienbussen sind alle regionalen Zentren erreichbar, in jedem dritten gibt es ein Mikro-ÖV Angebot. Die Mobilitätorganisation VCÖ fordert mehr öffentliche Verkehrsverbindungen für die Regionen sowie eine Rad-Infrastruktur-Offensive, da auch in den Regionen viele Alltagswege kurz sind. Bis zum Jahr 2030 soll eine flächendeckende Mobilitätsgarantie in Österreich umgesetzt werden.  

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