VCÖ-Magazin 2026-02 Öffentlicher Verkehr in Städten und Ballungsräumen

Energieeffizient, leistungsfähig und in hohem Ausmaß elektrisch – damit ist der Öffentliche Verkehr das krisensichere Fundament der Mobilität in Ballungsräumen. Verbesserte Angebote und weitere Maßnahmen können seinen Anteil deutlich erhöhen.

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Städte sind mit ihrem Umfeld eng verbunden. Hunderttausende Menschen überqueren jeden Tag die Grenzen Wiens und der Landeshauptstädte, viele davon auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstätte. In den Ballungsräumen bildet der Öffentliche Verkehr das krisensichere Fundament der Mobilität. Er ist um ein vielfaches energieeffizienter als das Auto und viel weniger von Erdöl abhängig. Der Schienenverkehr in Österreichs Ballungsräumen ist fast vollständig elektrifiziert, bei den Bussen liegt der Anteil der Elektrofahrzeuge bei den Neuzulassungen mittlerweile bei über 20 Prozent. Der Öffentliche Verkehr verursacht – anders als der Autoverkehr – nur geringe externe Kosten und private Haushalte geben in gut mit Öffentlichem Verkehr versorgten Gebieten weit weniger für Mobilität aus. Trotzdem dominiert im stadtgrenzenüberschreitenden Verkehr vielfach immer noch das Auto.

Verbessertes Angebot wirkt

Mit einem verbesserten Öffentlichen Verkehr kann dessen Anteil deutlich erhöht werden, wie etwa die Westachse nach Wien zeigt. Mit Inbetriebnahme der neuen Westbahnstrecke, kürzeren Fahrzeiten und höherer Taktfrequenz stieg der Anteil des Öffentlichen Verkehrs im Pendelverkehr aus St. Pölten um 45 Prozent. Wichtig sind aber auch Bedarfsverkehre in Regionen mit schlechtem Anschluss an den Öffentlichen Verkehr und Maßnahmen in den Städten, wie etwa eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung. Der Schienenverkehr ist das leistungsfähige Rückgrat der Mobilität, vor allem die S-Bahn mit ihrer hohen Kapazität ist für größere Ballungsräume unverzichtbar, aber auch Regiotrams, wie die Badner Bahn, haben ihre Vorzüge. Sie nutzen in den Kernstädten das Straßenbahnnetz und bringen die Menschen durch die kleineren Stationsabstände oft näher an ihr Ziel als die schnellere S-Bahn.

Vorrang für Busse und Haltestellen

Als Ergänzung zur Schiene oder als Ersatz in Stadtregionen ohne ausreichendes Schienennetz eignen sich Busse. Durch eigene Busspuren auch auf Schnellstraßen oder Autobahnen und Bevorrangung an Ampeln gewinnen sie an Fahrgastzahlen, wie etwa in Paris oder Madrid. Ein weiterer elementarer Faktor für die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs sind die Haltestellen. Sie können ohne Wartehäuschen unangenehme, Hitze und Regen ausgesetzte Orte sein – oder einladende Mobilitätsknoten, wie etwa der Busbahnhof Premstätten bei Graz mit schattenspendenden Bäumen und Bike-and-Ride-Anlage. Auch Straßenbahn- und Bushaltestellen im innerstätischen Bereich sollen immer öfter zu kleinen Grünoasen werden.

Menschen steigen in einen Doppelstock-Zug ein. Ort: Station Wien Prater

Öffentlicher Verkehr: Krisensicherer Mobilitätsgarant

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Busstation mit begrüntem Dach und Pflanzen in Graz, Foto Hinterleitner

Wie der Öffentliche Verkehr Städte grüner macht

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Mann und Frau unterhalten sich auf einem Bahnsteig auf dem ein Zug der Badner Bahn einfährt

Pendelverkehr gut auf Schiene

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Busverkehr ohne Stadtgrenzen

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Vorbildliche Bushaltestellen in ganz Österreich

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Porträtfoto Michael Schwendinger

Kapazitätsmanagement statt Straßenbau

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Katharina Manderscheid - direkt gefragt

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Nachgefragt – Karl Steininger

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Aus Praxis und Forschung

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Harald Frey - Stadtnahe Autobahnen sind nicht die Lösung

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Matthias Pokorn - Gute Mobilität muss nicht erklärt werden

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Martin Fellendorf - Die Reisezeit von Tür zu Tür  ist der wichtigste Faktor

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VCÖ: Nach S-LINK-Aus Öffentlichen Verkehr im Raum Salzburg rasch und umfassend verbessern

VCÖ (Wien, 11. November 2024) - Die Bevölkerung hat sich gestern bei der Befragung mit 53,2 Prozent gegen den S-LINK ausgesprochen. Um die Staus sowie die Verkehrsbelastung für die Bevölkerung zu reduzieren, sind im Ballungsraum Salzburg nun andere Maßnahmen nötig, die das öffentliche Verkehrsangebot und die Alternativen zum Pkw verbessern, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Es braucht in der Stadt Salzburg rasch Intervallverdichtungen bei den Bussen sowie deutlich mehr Busspuren, häufigere Stadt-Umland Verbindungen auf der Schiene und auch mit Schnellbus-Linien sowie Radschnellverbindungen ist die Verkehrssituation zu verbessern. Zudem ist sowohl von den Unternehmen als auch von Freizeiteinrichtungen Mobilitätsmanagement umzusetzen.

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Foto: Salzburg AG

VCÖ-Bahntest: 45 Prozent der Bahnpendelnden sind mit Anzahl der Zugverbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeiten unzufrieden

VCÖ (Wien, 15. Oktober 2024) – Österreichs Bahnen im Fahrgastcheck, war das Thema der heutigen VCÖ-Fachkonferenz. Die Pendlerinnen und Pendler sehen einen großen Verbesserungsbedarf beim Bahnfahren in Österreich, wie der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt. 37 Prozent sind mit der Pünktlichkeit unzufrieden, 41 Prozent wünschen eine bessere Abstimmung von Bahn und Bus und 45 Prozent mehr Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeit. Der VCÖ-Bahntest zeigt aber auch, dass Pendlerinnen und Pendler bereit sind, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Die Hälfte fährt heute Strecken mit der Bahn, die früher mit dem Auto zurückgelegt wurden. Nach der Anschaffung eines Klimatickets wurde von den Pendelnden die nutzbare Reisezeit und der Wechsel des Arbeitsplatzes als Hauptgründe für den Umstieg genannt. Bei der heutigen VCÖ-Fachkonferenz wurde zudem erörtert, welche Maßnahmen von der künftigen Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern im Interesse der Fahrgäste umzusetzen sind.

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Foto (c) Barbara Krobath