Arbeitswege auf Klimakurs bringen

Arbeitswege sind werktags in Österreich der häufigste Wegzweck und werden großteils mit dem Pkw erledigt. Arbeitswege sind ein wichtiger Hebel, um insgesamt die Klimaverträglichkeit des Verkehrs zu verbessern. Da es sich beim alltäglichen Weg zum Arbeitsplatz um eingeübte Routinen handelt, sind starke Anreize und Informationen notwendig, um Veränderungen des Mobilitätsverhaltens zu erreichen. Die soziale Verantwortung für den durch Arbeitsund Dienstwege verursachten Verkehr liegt zu einem wesentlichen Teil bei den Unternehmen. Betriebliches Mobilitätsmanagement hat das Potenzial, Mobilitätsroutinen zu verändern. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass effizient und klimaverträglich zurückgelegte Arbeitswege für Beschäftigte, Unternehmen und Kommunen einen messbaren Mehrwert bringen. Für größere Betriebe sollte die Erarbeitung eines betrieblichen Mobilitätskonzepts zum vorgeschriebenen Standard werden – ähnlich wie beim verpflichtenden Energieausweis. Für Beschäftigte ist der Arbeitsweg eine Chance, auf eine tägliche gesunde Portion Bewegung zu kommen, indem die gesamte Strecke oder ein Teil, etwa zum nächstgelegenen Bahnhof, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt wird.

VCÖ-Factsheet "Arbeitwege in Österreich auf Klimakurs bringen"

In der VCÖ-Publikation „Arbeitswege auf Klimakurs bringen“ werden auch die Möglichkeiten der Öffentlichen Hand aufgezeigt, lenkend einzugreifen, um die Umweltbilanz der Arbeitswege-Mobilität zu verbessern. Neben steuerlichen Anreizen, einer umfassenden Reform von Pendelpauschale und Firmenwagenbesteuerung sind etwa Mobilitätsverträge zwischen Kommune und Unternehmen vielversprechend.

Wien 2020, 40 Seiten, 30,-- Euro

ISBN 978-3-903265-04-2

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VCÖ: Im Mai nimmt Radverkehr in Wien stark zu

VCÖ (Wien, 3. Mai 2022) - Der Mai ist der erste, der besonders starken Radfahrmonate in Wien. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass im Mai im Schnitt der vergangenen fünf Jahre täglich um 15 Prozent mehr Radfahrende unterwegs waren als im April und sogar um 70 Prozent mehr als im März. Und schon im März war es auf einen Radweg-Abschnitten sehr eng. Die Mobilitätsorganisation VCÖ spricht sich daher für Pop-Up-Radwege aus, wo es auf den Radwegen zu eng ist.

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