Gesellschaftliche Kosten des Verkehrs reduzieren

Abgase, Lärm, Verkehrsunfälle, Bodenversiegelung, Zerschneidung von Lebensräumen. Das sind nur einige negative Folgen des Kfz-Verkehrs. Sie machen viele Menschen krank, belasten die Umwelt. Zudem beschleunigt das Verbrennen von Benzin und Diesel die Erderhitzung. All diese Schäden sind weder beim Autofahren noch bei Lkw-Transporten im Preis enthalten. Diese externen Kosten, die allein in Österreich viele Milliarden Euro pro Jahr betragen, belasten heute die Allgemeinheit und damit auch viele, die das Auto nicht oder nur selten benutzen.

Die VCÖ-Publikation stellt die gesellschaftlichen Kosten des Verkehrs dar und beleuchtet auch jene ökonomischen Instrumente, die das Mobilitätsverhalten heute in eine den Klimazielen entgegengesetzte Richtung treiben, wie etwa die steuerliche Begünstigung von Dienstwagen, die unsoziale Pendelpauschale oder die Steuerbegünstigung von Diesel. Letztere fördert auch den Lkw-Verkehr, der zudem die von ihm auf Landes- und Gemeindestraßen verursachten Straßenschäden nicht bezahlt.

Mit Daten, Fakten und Beispielen zeigt die VCÖ-Publikation aber auch, wie der Verkehr aus der Erdölfalle befreit werden und in Richtung Klimaziele gelenkt werden kann. Ein Fokus wird dabei auf die Regionen gelegt, ebenso auf den wichtigen Beitrag, den Unternehmen mit betrieblichem Mobilitätsmanagement leisten können. Die VCÖ-Publikation schwenkt den Scheinwerfer zudem auch auf einen Aspekt, der bisher in der politischen Diskussion meist ausgeblendet wird: Ein klimaverträgliches Verkehrssystem ist nicht nur ökologischer, sondern auch sozial gerechter.

Wien 2022, 40 Seiten, 30,-- Euro

ISBN 978-3-903265-13-4

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VCÖ: Spritpreise erreichten im September neuen Monatshöchstwert

VCÖ (Wien, 30. September 2026) – Mit durchschnittlich 2,20 Euro erreichte der Diesel-Medianpreis im September einen neuen Monatshöchstwert, so eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der E-Control. Eurosuper war mit durchschnittlich 1,92 Euro günstiger als Diesel. Mit einem Verbrauch von sieben Litern Diesel lagen die Spritkosten im September bei 15,40 Euro pro 100 Kilometer, bei einem Verbrauch von fünf Litern waren sie mit elf Euro um 4,40 Euro pro 100 Kilometer niedriger. Angesichts des sinkenden Treibstoffangebots am Weltmarkt sind Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs das politische Gebot der Stunde. Der VCÖ fordert ein temporär niedrigeres Tempolimit, eine Kampagne für ein spritsparendes Fahr- und Mobilitätsverhalten, einen 20% Rabatt auf Klimatickets und appelliert an die Unternehmen, ihre Beschäftigten zu unterstützen, mit Öffi-Jobtickets, Jobrädern oder bei der Bildung von Fahrgemeinschaften.  

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft