Mehr Platz für bewegungsaktive Mobilität

Ausreichend Platz für aktive Mobilität, öffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität und sichere, attraktive Bereiche für das Gehen und Radfahren sind für unsere Gesundheit wichtig, um Bewegung in den Alltag zu integrieren. In Österreich könnten im Schnitt 243.600 beschwerdefreie Lebensmonate jährlich gewonnen werden durch ausreichende Bewegung. Radfahrende fehlen im Schnitt um zwei Tage weniger krankheitsbedingt als jene, die mit dem Auto zur Arbeit pendeln. In Zeiten des Abstandhaltens aufgrund der Covid-19-Pandemie seit Beginn des Jahres 2020 ist noch deutlicher geworden, wie wichtig Straßen und öffentliche Räume als sichere Orte des sozialen Kontakts und für Bewegung sind. Umso wichtiger sind Umgestaltungen, Mehrfachnutzungen oder Verbreiterungen von Verkehrsflächen für Gehen, Radfahren, Rollern und Verweilen.

Die Publikation „Mehr Platz für bewegungsaktive Mobilität“ zeigt in Text und Grafiken auf, was dringend umzusetzen ist, um Straßen für Gehende und Radfahrende neu zu denken. Good-Practice-Beispiele aus dem In- und Ausland machen Mut zur Nachahmung. Nicht die Zonierung in Gehweg, Radweg, Fahrbahn sind gefragt, sondern die Straße als Platz für Mischverkehr auf gleichem Niveau und ohne Barrieren, die aktiver Mobilität Raum gibt. Es braucht Begegnungszonen, Wohnstraßen und Fahrradstraßen, wo immer das möglich ist. Zudem sind großzügigere Mindestbreiten für Gehbereiche und Radwege in die Richtlinien und Normen in Österreich aufzunehmen, wie dies in anderen Staaten für das Gehen und Radfahren bereits vorgesehen ist. Eine Reform der Straßenverkehrsordnung Österreichs hat die rechtliche Grundlage für Verbesserungen der aktiven Mobilität zu schaffen. Neben den gesetzlichen Änderungen sorgen auch Regulierungen wie Parkraummanagement und Reduktion von Pkw-Abstellflächen dafür, dem Gehen und Radfahren im öffentlichen Raum mehr Platz zu geben. Gute Wegenetze, die aktiver Mobilität den Vorrang geben, inkludieren Kinder und Jugendliche, ältere Personen oder Menschen mit anderen Beeinträchtigungen. Ein Design für alle berücksichtigt die Anforderungen der bewegungsaktiven Alltagsmobilität für Menschen jeden Alters und in vielfältigen Lebenssituationen.

Wien 2021, 44 Seiten, 30,-- Euro

ISBN 978-3-903265-08-0

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Radbasisnetz mit klarer Förderung in Niederösterreich

Das Land Niederösterreich hat im Zeitraum 2020 bis 2024 eine gemeindeübergreifende, regionale Radverkehrsplanung erstellt. So wurde in 37 Potenzialregionen mit Unterstützung von externen Planungsbüros und gemeinsam mit den 190 involvierten Gemeinden ein „Radbasisnetz Niederösterreich“ erarbeitet.

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Symbolbild

VCÖ: Zahl der Fahrraddiebstähle ist im Vorjahr auf 19.455 gestiegen

VCÖ (Wien, 23. April 2025) – Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist in Österreich im Vorjahr zum zweiten Mal in Folge gestiegen und zwar um fast fünf Prozent auf 19.455, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Rund zwei Drittel der Fahrraddiebstähle passierten im Vorjahr in den Landeshauptstädten. Eine wichtige Diebstahlprävention sind ausreichend und sichere Fahrrad-Abstellplätze. Der VCÖ möchte nun gemeinsam mit der Bevölkerung aufzeigen, wo es zu wenige Rad-Abstellplätze gibt. In eine Online-Karte auf www.vcoe.at können diese Straßen und Plätze eingetragen werden.

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Foto: Matthäus Schmid