Kein anderer Sektor in Österreich benötigt so viel Energie wie der Verkehr. Ein Drittel von Österreichs Energiebedarf „frisst“ der Verkehr, davon wiederum 90 Prozent der Kfz-Verkehr. Und dieser ist fast zur Gänze, nämlich zu 92 Prozent, von Erdöl abhängig. Kfz-Motoren verbrennen 75 Prozent des gesamten verbrauchten Erdöls in Österreich.
Zur Erreichung der Klimaziele muss der Verkehr so schnell und so effizient wie möglich auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Das kann nur aus der Kombination von Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern gelingen. Neben der Reduktion des Verkehrsaufwands spielen die Verlagerung von Autofahrten auf den Öffentlichen Verkehr und das (Elektro-)Fahrrad sowie von Lkw-Fracht und Kurzstreckenflügen auf die Schiene eine große Rolle.
VCÖ (Wien, 5. Jänner 2026) – Im Vorjahr wurde in Österreich weniger Treibstoff getankt und damit sind auch die CO2-Emissionen des Verkehrs gesunken, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Laut Fachverband der Mineralölindustrie wurden mit 8,6 Milliarden Litern um rund 300 Millionen Liter Sprit weniger getankt als im Jahr 2024. Mit rund 18,9 Millionen Tonnen sind aber die klimaschädlichen CO2-Emissionen des Verkehrs um ein Drittel höher als im Jahr 1990, verdeutlicht der VCÖ. Die Emissionen des Verkehrs sinken zu langsam, es braucht verstärkte Klimaschutzmaßnahmen.
VCÖ (Wien, 23. Dezember 2025) - Im EU-Vergleich liegt Österreich im EU-Mittelfeld, wie die aktuelle VCÖ-Spritpreisbilanz zeigt. Am meisten kosten Diesel und Eurosuper in Dänemark. Und während insgesamt die Preise heuer gestiegen sind, sind die Preise für Eurosuper und Diesel im Jahresschnitt - zum dritten Mal in Folge - gesunken. Mit durchschnittlich 1,54 Euro war heuer ein Liter Diesel um sechs Cent billiger als im Vorjahr, Eurosuper war um fünf Cent günstiger als im Vorjahr. Die eigenen Spritkosten können mit spritsparendem Fahrstil und Mobilitätsverhalten deutlich reduziert werden, betont der VCÖ.
Lärm und Abgase des Straßenverkehrs belasten viele Menschen in Österreichs Städten. Die kommende StVO-Novelle wird es Städten ab dem Jahr 2026 ermöglichen, automationsunterstützte Zufahrtskontrollen einzuführen.
In Stavanger, Norwegen, fährt seit dem Jahr 2022 erstmals in Europa ein autonomer Bus im herkömmlichen Linienbetrieb. Dabei fährt der elektrische Bus mit Platz für 50 Fahrgäste durch das Stadtzentrum und auch durch einen Tunnel. Auf einer vier Kilometer langen vorprogrammierten Strecke fährt er als regulärer Teil des Straßenverkehrs.
Im Jahr 2020 hat Frankreich als erstes EU-Land einen gesetzlichen Rahmen für Retrofitting geschaffen. Hersteller von Umrüstsätzen müssen diese anhand eines umgebauten Prototyps genehmigen lassen und spezielle Einbaubetriebe für den Umbau schulen.
Vor drei Jahren hat die EU einen klaren Plan beschlossen, um die CO2-Emissionen der neuzugelassenen Pkw-Flotte bis zum Jahr 2035 schrittweise auf null Gramm zu senken. Es war ein Kompromiss, man ist der Autoindustrie schon damals weit entgegen gekommen. Denn aus Umwelt- und Energiesicht müsste der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor früher erfolgen. Nun hat die EU-Kommission das Ziel von 100 Prozent auf 90 Prozent aufgeweicht. Ein Rückschritt, der die notwendige Transformation der EU-Autoindustrie verzögert.
Vollautomatisierte Fahrzeuge werden die Mobilität im kommenden Jahrzehnt absehbar stark verändern. Ob das eine gute oder schlechte Nachricht ist, hängt von den gesetzten Rahmenbedingungen ab.
Wie sieht der künftige emissionsfreie Straßengüterverkehr aus? Batterie-elektrische Lkw, Oberleitung oder Wasserstoff – welche emissionsfreien Technologien stehen rasch zur Verfügung und setzen sich für welche Einsatzbereiche durch? Welche Maßnahmen braucht es seitens der Öffentlichen Hand, um deutlich mehr emissionsfreie Lkw auf die Straße zu bringen? Wie können Unternehmen unterstützt werden, die mit gutem Beispiel voran gehen wollen? Diese und weitere Fragen wurden am 11. Mai 2021 bei der Online VCÖ-Fachveranstaltung gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung diskutiert.
Die Covid-19-Krise hat zu einem starken Rückgang des Flugverkehrs geführt. Welche Maßnahmen braucht es für einen nachhaltigen Neustart des Flugverkehrs nach der Krise? Diese Frage wurde bei der VCÖ-Fachkonferenz, die gemeinsam mit dem Verein BürgerInnen für Transparenz, Kostenwahrheit und Nachhaltigkeit in der Luftfahrt am 17. März online veranstaltet wurde, diskutiert.