Energie und Klimaschutz

Kein anderer Sektor in Österreich benötigt so viel Energie wie der Verkehr. Ein Drittel von Österreichs Energiebedarf „frisst“ der Verkehr, davon wiederum 90 Prozent der Kfz-Verkehr. Und dieser ist fast zur Gänze, nämlich zu 92 Prozent, von Erdöl abhängig. Kfz-Motoren verbrennen 75 Prozent des gesamten verbrauchten Erdöls in Österreich.

Zur Erreichung der Klimaziele muss der Verkehr so schnell und so effizient wie möglich auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Das kann nur aus der Kombination von Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern gelingen. Neben der Reduktion des Verkehrsaufwands spielen die Verlagerung von Autofahrten auf den Öffentlichen Verkehr und das (Elektro-)Fahrrad sowie von Lkw-Fracht und Kurzstreckenflügen auf die Schiene eine große Rolle.

VCÖ: Oberösterreich erreichte im September mit 42 Prozent neuen Bundesland-Rekordwert bei neuzugelassenen Elektroautos

VCÖ (Wien, 14. Oktober 2026) – Noch nie war in einem Monat in einem Bundesland der Anteil neuzugelassener Elektroautos so hoch wie in Oberösterreich im September, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Bereits 42,2 Prozent der Neuwagen waren Elektroautos, an zweiter Stelle folgt das Burgenland mit 40 Prozent vor Vorarlberg mit 36 Prozent. Elektroautos reduzieren die Erdölabhängigkeit des Verkehrs und benötigen insgesamt weniger Energie als Pkw mit Verbrennungsmotor. Der VCÖ fordert ein Ende der steuerlichen Begünstigung von Firmenwagen mit Verbrennungsmotor. Ein Verbrenner-Aus bei Neuwagen ist deutlich vor dem Jahr 2035 erreichbar.

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VCÖ: Elektrofahrzeuge als flexible Pufferspeicher für Stromnetze nutzen

VCÖ (Wien, 13. Oktober 2026) - Die Zahl der Elektrofahrzeuge hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und erhält heuer durch die Dieselkrise einen zusätzlichen Schub. Mittlerweile gibt es in Österreich mehr als 310.000 Elektro-Pkw, rund 21.000 Elektro-Klein-Lkw, fast 1.100 schwere Elektro-Lkw und mehr als 700 Elektrobusse, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Da Elektromotoren deutlich effizienter als Verbrennungsmotoren sind, sinkt mit dem steigenden Anteil der E-Mobilität der Energiebedarf des Verkehrs. Aber der Strombedarf steigt. Gleichzeitig bieten Elektro-Pkw eine große Chance, Strom aus Einspeisespitzen zu speichern und damit den Anteil der Solar- und Windenergie zu erhöhen, betont der VCÖ.

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Foto: E-Auto, welches gerade geladen wird, vor einem Feld mit Windrädern

Elektromotor ist Antrieb der Zukunft – auch bei Lkw

Zahlreiche Unternehmen in Österreich setzen bereits erfolgreich batteriebetriebene schwere Lkw ein. Und sie erzeugen an ihren Standorten selbst erneuerbare Energie und unterstützen so die Energie-Autarkie.

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So geht abgasfreie Logistik in der Stadt

Elektrische Lkw, Lastenräder und Logistik-Hubs können Lieferungen sauberer machen. Für eine nachhaltige City-Logistik braucht es zudem: weniger Fahrten, weniger Flächenverbrauch und die richtigen Rahmenbedingungen.

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Großspeicher ermöglicht nachhaltigen Logistik-Hub

Am Standort Hörsching verkehren täglich 250 bis 300 Lkw, 300 bis 400 Pkw und 300 Transporter bei Schachinger Logistik. Seit Frühjahr 2026 wird mit zwölf Container-Batterien, einer Leistung von 30 Megawatt und Kapazität von 60 Megawattstunden der größte Batteriespeicher Österreichs installiert – und direkt an die acht Megawatt starke Photovoltaik-Anlage angeschlossen. Der Eigenversorgungsgrad mit Strom wurde dadurch von 30 auf 95 Prozent angehoben.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

Carsharing-Flotte als mobile Zwischenspeicher nutzen

Im Juni 2025 startete mit „Utrecht Energized“ Europas erstes großes V2G- Carsharing-Projekt, bei dem die Fahrzeuge als mobile Zwischenspeicher für das städtische Stromnetz fungieren. Für Utrecht ist das sehr relevant, zumal 35 Prozent der Hausdächer mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet sind und die Netzauslastung an Spitzenzeiten entsprechend hoch ist. Gestartet wurde mit 50 E-Pkw, Mitte 2026 waren es 300, bis Jahresende 2026 sind 500 und für 2027 eine Ausweitung auf 1.000 Fahrzeuge geplant.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

Welche Lehren aus dem Hitzesommer 2026 aus Mobilitätssicht zu ziehen sind

Österreich hat den heißesten Sommer seiner Messgeschichte hinter sich. Es war ein Sommer voll großem menschlichen Leid: 646 hitzebedingte Todesfälle allein im Juni und Juli. In den Wochen danach wurde viel darüber gesprochen, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld vor Hitze schützen lassen. Wir sprechen über Beschattung, über Entsiegelung, über Begrünung und über Trinkbrunnen. All das sind wichtige Ansätze, und es braucht sie alle und mehr. Sie haben jedoch eine gemeinsame Voraussetzung, über die kaum jemand spricht: Sie brauchen Platz. Und dieser Platz ist in unseren Städten und Ortskernen fast überall bereits vergeben, allzu oft an das Auto.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

Schwere E-Lkw sind praxistauglich – brauchen aber attraktivere Rahmenbedingungen

Der Trend geht auch im Straßengüterverkehr klar zum Elektromotor. Zahlreiche Unternehmen zeigen, dass schwere E-Lkw längst praxistauglich sind. Österreich liegt bei der Elektrifizierung schwerer Lkw derzeit im europäischen Vergleich unter den Top 10 mit 8,2 Prozent Anteil von E-Lkws an allen neuzugelassenen Lkw über 3,5 Tonnen. Spitzenreiter Island war kommt auf 30,5 Prozent, die Schweiz auf 26,3. Das Budget für Förderungen bleibt in Österreich jedoch absehbar knapp, der Kreis der Anspruchsberechtigten wird eingeschränkt. Was also tun, den Umstieg effektiv und trotz Budgetkrise zu unterstützen?

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ-Fachveranstaltung: Emissionsfreier Straßengüterverkehr – Welche Schritte sind nötig?

Wie sieht der künftige emissionsfreie Straßengüterverkehr aus? Batterie-elektrische Lkw, Oberleitung oder Wasserstoff – welche emissionsfreien Technologien stehen rasch zur Verfügung und setzen sich für welche Einsatzbereiche durch? Welche Maßnahmen braucht es seitens der Öffentlichen Hand, um deutlich mehr emissionsfreie Lkw auf die Straße zu bringen? Wie können Unternehmen unterstützt werden, die mit gutem Beispiel voran gehen wollen? Diese und weitere Fragen wurden am 11. Mai 2021 bei der Online VCÖ-Fachveranstaltung gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung diskutiert.

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Foto: VCÖ / Manuela Tippl

VCÖ-Veranstaltung: Aviation Reset – Chancen für einen nachhaltigen Neustart nach Covid-19

Die Covid-19-Krise hat zu einem starken Rückgang des Flugverkehrs geführt. Welche Maßnahmen braucht es für einen nachhaltigen Neustart des Flugverkehrs nach der Krise? Diese Frage wurde bei der VCÖ-Fachkonferenz, die gemeinsam mit dem Verein BürgerInnen für Transparenz, Kostenwahrheit und Nachhaltigkeit in der Luftfahrt am 17. März online veranstaltet wurde, diskutiert.

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Foto: shutterstock