Güterverkehr

Angesichts der Klimakrise steht der Güterverkehr vor großen Herausforderungen. Der Güterverkehr hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen – vor allem auf der Straße. Damit verbunden sind hohe Umweltbelastungen und externe Kosten für die Gesellschaft. Um den Güterverkehr auf Klimakurs zu bringen, ist die Strategie vermeiden, verlagern, verbessern zu forcieren. Es gilt, die Klimaschäden des Güterverkehrs zu reduzieren, indem mehr Güter von der Straße auf die Bahn verlagert werden. Schäden, die der Lkw-Verkehr an Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur verursacht, sollen verursachergerecht bepreist werden. In Städten können neue Logistik-Konzepte, wie die Feinverteilung von Gütern via Mikrohubs, emissionsfreie Nutzfahrzeuge, wie Transportfahrräder und die Reduktion von Retoursendungen und Mehrfachzustellungen den Gütertransport reduzieren und klimaverträglicher machen . Wenn Transporte unvermeidbar und schwer verlagerbar sind, gilt es diese zu verbessern. Hier ist Energieeffizienz das entscheidende Kriterium. Nach dem aktuellen Stand der Technik sind batterie-elektrische Lkw sind die erste Wahl zur Dekarbonisierung des nicht auf die Schiene verlagerbaren Straßengüterverkehrs.

VCÖ begrüßt Einführung von Lkw-Maut auf Freilandstraßen im Burgenland

VCÖ (Wien, 13. August 2026) - Die Mobilitätsorganisation VCÖ begrüßt in einer ersten Reaktion die geplante Einführung einer Lkw-Maut auf einzelnen Freilandstraßen im Burgenland. Der VCÖ weist darauf hin, dass der Lkw-Verkehr die Straßen stark belastet. Ein 3-achsiger 26 Tonnen Lkw belastet die Straße so stark wie rund 26.000 durchschnittliche Pkw, ein 5-achsiger 40 Tonnen-Lkw sogar so stark wie 32.000 Pkw. Mit der Einführung der Lkw-Maut auf einem Teil der Freilandstraßen wird zumindest ein Teil der Schäden verursachergerecht verrechnet.

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Foto: jro-grafik/Adobe Stock #27353973

VCÖ und LKW FRIENDS on the Road: Jeder zweite tödliche Lkw-Unfall wurde im Vorjahr von einem Pkw verursacht

Wien, (23. Juli 2026) – Im Vorjahr kamen 73 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung in Österreich ums Leben. Lkw-Beteiligung heißt aber nicht, dass die Unfälle von Lkw verursacht wurden. Im Gegenteil, eine Analyse von VCÖ und dem Verein LKW FRIENDS on the Road auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass rund jeder zweite tödliche Lkw-Unfall von Pkw verursacht wurde. VCÖ und LKW FRIENDS on the Road sprechen sich für wirksame unfallvermeidende Maßnahmen aus: „Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel.“

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

Potenzial von Transporträdern für City-Logistik nutzen

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Transporträder machen städtische Logistik sauberer, leiser und effizienter. Sie können viele gewerbliche Kfz-Fahrten ersetzen und entlasten damit die Straßen, Parkplätze und die Umwelt. Mit geeigneten Rahmenbedingungen lässt sich ihr Potenzial noch besser nutzen.

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Geschwindigkeitsanzeige, die anzeigt, dass zu schnell gefahren wird

Flächendeckende Lkw-Maut bringt mehr Kostenwahrheit

In der Schweiz kommt der Schwerverkehr für verursachte Kosten im gesamten Straßennetz auf. In Österreich zahlt auf 98 Prozent der Straßen die Allgemeinheit. Geht es nach Fachleuten, soll sich das ändern.

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Radlogistik-Hubs für klimaverträgliche Lieferungen

München hat an der Paketposthalle im Juli 2025 seinen zweiten Radlogistik-Hub eröffnet. In Hamburg Altona werden seit dem Jahr 2023 multifunktionale Mikro-Hubs geschaffen, die Mobilitätsangebote mit Logistik und sozialen Projekten vereinen. Auch Amazon betreibt in 40 europäischen Städten mehr als 50 Mikro-Hubs für Transporträder.

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Symbolbild

Unternehmen setzen auf CO2-freie Lieferungen

Seit Juni 2024 treibt das Projekt „Zero Emission Transport” der Wirtschaftskammer Wien die Umstellung auf emissionsfreien Wirtschaftsverkehr im 1. und 2. Bezirk voran. Bereits 43 Unternehmen, von Handwerksbetrieben bis hin zu Großkonzernen, führen ihre Fahrten in diesen Gebieten weitgehend mit E-Fahrzeugen durch.

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Symbolbild

Schwere E-Lkw sind praxistauglich – brauchen aber attraktivere Rahmenbedingungen

Der Trend geht auch im Straßengüterverkehr klar zum Elektromotor. Zahlreiche Unternehmen zeigen, dass schwere E-Lkw längst praxistauglich sind. Österreich liegt bei der Elektrifizierung schwerer Lkw derzeit im europäischen Vergleich unter den Top 10 mit 8,2 Prozent Anteil von E-Lkws an allen neuzugelassenen Lkw über 3,5 Tonnen. Spitzenreiter Island war kommt auf 30,5 Prozent, die Schweiz auf 26,3. Das Budget für Förderungen bleibt in Österreich jedoch absehbar knapp, der Kreis der Anspruchsberechtigten wird eingeschränkt. Was also tun, den Umstieg effektiv und trotz Budgetkrise zu unterstützen?

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

Warum automatisierte Zufahrtskontrollen ein Gewinn für Städte sind

Internationalen Beispiele aus Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden zeigen: Automatisierte Zufahrtskontrollen erleichtern Ausnahmen etwa für den Einzelhandel, entlasten die Exekutive und erhöhen insgesamt die Lebensqualität für die Bevölkerung. Damit auch Österreichs Städte diese Potenziale ausschöpfen können, ist ein zeitgemäßer und datenschutzkonformer Rechtsrahmen entscheidend. Dieser sollte mit der 36. StVO-Novelle rasch zum Wohle der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität in den Innenstädten ermöglicht werden.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ-Fachveranstaltung: E-Lkw - Blick in die Praxis

Der Straßengüterverkehr ist für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen von Österreichs Verkehrssektor verantwortlich. Neben der Verlagerung auf die Schiene ist vor allem der Einsatz von Elektro-Lkw wirksam, um den Lkw-Verkehr auf Klimakurs zu bringen. Im Europa Vergleich hat Österreich großen Aufholbedarf. In den Niederlanden fahren bereits 83 Prozent der neuzugelassenen mittelschweren Lkw mit Strom. Die Erfahrungen mit Elektro-Lkw sind positiv, wie heimische Pionier-Unternehmen bei dieser VCÖ-Online-Fachkonferenz am 10. Juli 2025 mit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schilderten.

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Copyright: ASFINAG_Mike Wolf

VCÖ-Fachveranstaltung: Grenzüberschreitenden Verkehr in der EU auf Schiene bringen

Während im Schienengüterverkehr grenzüberschreitende Transporte in Europa einen sehr hohen Anteil haben, ist dieser im Personenverkehr niedrig. Es braucht im Schienenverkehr mehr europäisches Denken und Handeln. Die VCÖ-Fachveranstaltung am 14. März 2024 zeigte: Der verstärkte Ausbau der Schieneninfrastruktur, die Beseitigung nationaler Hürden sowie ein einfaches Planen und Buchen von internationalen Bahnreisen in Europa, sind zentrale Aufgaben für die künftige EU-Kommission, für das EU-Parlament und auch für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

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