Arbeitswege sind werktags der häufigste Wegzweck. Zusammen mit Dienstwegen verursachen sie rund die Hälfte des Pkw- Verkehrs der Haushalte in Österreich. Ein Großteil der Wege sind Routinewege und werden meist mit dem gleichen Verkehrsmittel zurückgelegt. Mobilitätsmanagement ist ein starker Hebel, um die Verkehrswende voranzutreiben und kann von Betrieben, Schulen, Gemeinden und im Tourismus umgesetzt werden. Erfolgreiches Mobilitätsmanagement reduziert die Anzahl an notwendigen Pkw-Abstellplätzen, steigert die Attraktivität als Arbeitgeber und reduziert die Verkehrsbelastung in der Region . Touristisches Mobilitätsmanagement entwickelt Angebote für eine autofreie An- und Abreise sowie autofreie Mobilität vor Ort. Davon profitiert oft auch die lokale Bevölkerung. Bildungseinrichtungen haben durch Mobilitätsmanagement die Chance, den Verkehr im Schulumfeld zu reduzieren und Kindern und Jugendlichen einen selbständigen und sicheren Kindergarten- und Schulweg zu ermöglichen.
Der Leitfaden „Nachhaltiges Mobilitätsmanagement – Wie österreichische Unternehmen Mobilität effizient gestalten können“ von VCÖ und WWF bietet eine kompakte Anleitung, ergänzt durch Praxisbeispiele, die zeigen, wie Mobilitätsmanagement in vier Schritten erfolgreich umgesetzt werden kann. Hier geht es zum Leitfaden (PDF-Download).
VCÖ (Wien, 7. September 2022) – Die Wiener Bevölkerung legt im Bundesländer-Vergleich die meisten Wege zu Fuß, mit Öffis und Fahrrad zurück. Damit sind die Wienerinnen und Wiener klimafreundlicher und kostengünstiger mobil. Ein Wiener Haushalt hat im Schnitt um über 2.000 Euro pro Jahr niedrigere Mobilitätsausgaben als der durchschnittliche Haushalt in den Bundesländern, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Der VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „Verkehrswende umsetzen“. Stadträtin Ulli Sima, der VCÖ und die ÖBB haben heute die drei Projekte ausgezeichnet, die von der Fachjury am besten bewertet wurden.
VCÖ (Wien, 5. September 2022) – Heute beginnt für rund 473.000 Kinder in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland das neue Schuljahr. Die Mobilitätsorganisation VCÖ weist darauf hin, dass der Schulweg für Kinder der häufigste Mobilitätszweck ist. Vor der Pandemie sind in Österreich acht von zehn Kindern autofrei zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad zur Schule gekommen. Der Schulweg ist für Kinder eine Chance, Kompetenz im sicheren Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen. Wichtig ist, dass Gemeinden, Städte und Bezirke verstärkte Maßnahmen für ein sicheres, kindgerechtes Verkehrssystem umsetzen, betont der VCÖ.
VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Gemeinden und Städte sind zentrale Akteure der Mobilitätswende. Kommunales Mobilitätsmanagement entlastet das Budget, belebt den Ortskern und sichert Teilhabe, oft mit überschaubaren Mitteln. Gemeinden haben dabei mehr Handlungsspielraum, als oft angenommen.
Seit dem Jahr 2016 arbeiten in Kärnten acht Tourismusregionen zusammen, um klimafreundliche Lösungen für die letzte Meile im Tourismus zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die Touristische Mobilitätszentrale Kärnten gegründet.
Immer mehr Menschen wollen Öffentlichen Verkehr auch für den Urlaub nutzen. Die Gemeinde Bad Hofgastein in Salzburg kommt dieser Nachfrage seit dem Jahr 2022 mittels Carsharing entgegen. An sechs vorrangig touristischen Standorten steht dafür ein E-Pkw zur Verfügung.
Geschäftsreisen sind in Österreich wieder auf dem Vormarsch: Im Jahr 2024 wurde das Vor-Pandemie-Niveau mit rund 3,8 Millionen Geschäftsreisen sogar um fünf Prozent überschritten. Die gute Nachricht: Geschäftsreisen mit der Bahn werden beliebter. Die Politik ist gefordert, das Suchen und Buchen von grenzüberschreitenden Bahntickets zu erleichtern. Gleichzeitig sind alle Organisationen mit Reisetätigkeit in der Pflicht: Es braucht Reiserichtlinien, die klimaverträgliche Entscheidungen fördern.
Ab heuer gelten für neu zugelassene Pkw und Vans in der EU niedrigere CO2-Grenzwerte. Fahrzeughersteller haben die Emissionen ihrer verkauften Fahrzeugflotte durch den Verkauf von effizienteren Fahrzeugen schrittweise bis zum Jahr 2035 auf null Gramm CO2 je Kilometer zu reduzieren. Die aktuelle Regelung betrifft lediglich die Autohersteller. Was fehlt sind verbindliche Ziele für große Unternehmen, die viele Fahrzeuge anschaffen. Solche Ziele hätten zwei zentrale Vorteile: die raschere Senkung der CO2-Emissionen des Verkehrs und die Stärkung der europäischen Automobilindustrie.
Die Mobilität in Städten steht oft im Fokus der öffentlichen Diskussion, deutlich weniger Aufmerksamkeit wird der Mobilität in Gemeinden und Kleinstädten geschenkt. Dabei ist hier die Herausforderung, der Bevölkerung ein umfassendes Mobilitätsangebot zu bieten, besonders groß. Aber es gibt auch etliche Good-Practice-Beispiele, die ihrer Bevölkerung ein vielfältiges und umweltverträgliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen. Einige dieser Beispiele wurden am 9. Juli bei der VCÖ-Online-Fachveranstaltung vorgestellt, an der mehr als 230 Interessierte teilgenommen haben.
Die Dauer der Übernachtungen sinkt, die Anzahl der Urlaubsreisen steigt. Diese Entwicklungen führen auch zu mehr Verkehr. Mehr Autoverkehr belastet die Anrainerinnen und Anrainer, der Tourismus bekommt Akzeptanzprobleme bei der einheimischen Bevölkerung. Bei der VCÖ-Fachveranstaltung am 3. September 2025, an der mehr als 200 Personen teilnahmen, wurden Maßnahmen und Goodpractice-Projekte vorgestellt, die die Bundesländer und Tourismusregionen umsetzen können, damit mehr Gäste mit Bahn oder Bus anreisen und vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto mobil sind. Mit verbesserten Öffi-Angeboten wird das Tourismusland Österreich zudem für die wachsende Anzahl autofreier Haushalte in Europas Großstädten als Urlaubsdestination attraktiver.