Arbeitswege sind werktags der häufigste Wegzweck. Zusammen mit Dienstwegen verursachen sie rund die Hälfte des Pkw- Verkehrs der Haushalte in Österreich. Ein Großteil der Wege sind Routinewege und werden meist mit dem gleichen Verkehrsmittel zurückgelegt. Mobilitätsmanagement ist ein starker Hebel, um die Verkehrswende voranzutreiben und kann von Betrieben, Schulen, Gemeinden und im Tourismus umgesetzt werden. Erfolgreiches Mobilitätsmanagement reduziert die Anzahl an notwendigen Pkw-Abstellplätzen, steigert die Attraktivität als Arbeitgeber und reduziert die Verkehrsbelastung in der Region . Touristisches Mobilitätsmanagement entwickelt Angebote für eine autofreie An- und Abreise sowie autofreie Mobilität vor Ort. Davon profitiert oft auch die lokale Bevölkerung. Bildungseinrichtungen haben durch Mobilitätsmanagement die Chance, den Verkehr im Schulumfeld zu reduzieren und Kindern und Jugendlichen einen selbständigen und sicheren Kindergarten- und Schulweg zu ermöglichen.
Der Leitfaden „Nachhaltiges Mobilitätsmanagement – Wie österreichische Unternehmen Mobilität effizient gestalten können“ von VCÖ und WWF bietet eine kompakte Anleitung, ergänzt durch Praxisbeispiele, die zeigen, wie Mobilitätsmanagement in vier Schritten erfolgreich umgesetzt werden kann. Hier geht es zum Leitfaden (PDF-Download).
VCÖ (Wien, 9. Mai 2025) – Radfahren zur Schule ist für Kinder eine ideale Möglichkeit, auf eine regelmäßige Portion Bewegung zu kommen. Doch während in den Niederlanden die Hälfte der Kinder regelmäßig mit dem Fahrrad zur Schule fahren, ist der Anteil in Österreich deutlich niedriger, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten des Mobilitätsministeriums hin. Demnach radeln österreichweit 17 Prozent der Kinder regelmäßig zur Schule, in Vorarlberg ist der Wert mit 26 Prozent am höchsten. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem, damit mehr Kinder mit dem Fahrrad mobil sein können. Auf die Notwendigkeit von mehr und sicheren Radwegen macht an diesem Wochenende die Kidical Mass in zehn Städten Österreichs aufmerksam.
VCÖ (Wien, 19. März 2025) – Im Landeshauptstadt-Vergleich ist in Wien der Anteil des Autos an der Mobilität mit 25 Prozent am niedrigsten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Wien ist auch die einzige Stadt, wo die Bevölkerung mehr Wege mit dem Öffentlichen Verkehr als mit dem Auto fährt. Künftige Entwicklungen, wie die zunehmende Erderhitzung und die steigende Zahl älterer Menschen haben auch starke Auswirkungen auf die Mobilität. Projekte und Konzepte, die die Mobilität und den Gütertransport zukunftsfit machen, sind beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien gesucht. VCÖ, Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und ÖBB rufen zur Teilnahme auf.
VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Gemeinden und Städte sind zentrale Akteure der Mobilitätswende. Kommunales Mobilitätsmanagement entlastet das Budget, belebt den Ortskern und sichert Teilhabe, oft mit überschaubaren Mitteln. Gemeinden haben dabei mehr Handlungsspielraum, als oft angenommen.
Seit dem Jahr 2016 arbeiten in Kärnten acht Tourismusregionen zusammen, um klimafreundliche Lösungen für die letzte Meile im Tourismus zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die Touristische Mobilitätszentrale Kärnten gegründet.
Immer mehr Menschen wollen Öffentlichen Verkehr auch für den Urlaub nutzen. Die Gemeinde Bad Hofgastein in Salzburg kommt dieser Nachfrage seit dem Jahr 2022 mittels Carsharing entgegen. An sechs vorrangig touristischen Standorten steht dafür ein E-Pkw zur Verfügung.
Geschäftsreisen sind in Österreich wieder auf dem Vormarsch: Im Jahr 2024 wurde das Vor-Pandemie-Niveau mit rund 3,8 Millionen Geschäftsreisen sogar um fünf Prozent überschritten. Die gute Nachricht: Geschäftsreisen mit der Bahn werden beliebter. Die Politik ist gefordert, das Suchen und Buchen von grenzüberschreitenden Bahntickets zu erleichtern. Gleichzeitig sind alle Organisationen mit Reisetätigkeit in der Pflicht: Es braucht Reiserichtlinien, die klimaverträgliche Entscheidungen fördern.
Ab heuer gelten für neu zugelassene Pkw und Vans in der EU niedrigere CO2-Grenzwerte. Fahrzeughersteller haben die Emissionen ihrer verkauften Fahrzeugflotte durch den Verkauf von effizienteren Fahrzeugen schrittweise bis zum Jahr 2035 auf null Gramm CO2 je Kilometer zu reduzieren. Die aktuelle Regelung betrifft lediglich die Autohersteller. Was fehlt sind verbindliche Ziele für große Unternehmen, die viele Fahrzeuge anschaffen. Solche Ziele hätten zwei zentrale Vorteile: die raschere Senkung der CO2-Emissionen des Verkehrs und die Stärkung der europäischen Automobilindustrie.
Arbeitswege sind der häufigste Mobilitätsgrund an Werktagen und eine stark unterschätzte Gesundheitsressource. Sie sind eine große Chance, dass Beschäftigte regelmäßig zu gesunder Bewegung kommen, wurde bei der VCÖ-Online-Fachkonferenz am 3. September 2026 festgestellt. Dass Unternehmen mit Mobilitätsmanagement das Mobilitätsverhalten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hin zu mehr aktiver Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad verändern können, zeigen erfolgreiche Beispiele. Einige davon wurden bei der Fachkonferenz vorgestellt.
Die Mobilität in Städten steht oft im Fokus der öffentlichen Diskussion, deutlich weniger Aufmerksamkeit wird der Mobilität in Gemeinden und Kleinstädten geschenkt. Dabei ist hier die Herausforderung, der Bevölkerung ein umfassendes Mobilitätsangebot zu bieten, besonders groß. Aber es gibt auch etliche Good-Practice-Beispiele, die ihrer Bevölkerung ein vielfältiges und umweltverträgliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen. Einige dieser Beispiele wurden am 9. Juli bei der VCÖ-Online-Fachveranstaltung vorgestellt, an der mehr als 230 Interessierte teilgenommen haben.