Der öffentliche Raum spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Städten und Gemeinden und beeinflusst das tägliche Leben der Menschen. Im Zuge der Massenmotorisierung wurde dem Kfz-Verkehr zunehmend mehr Raum gegeben. Gehen, Radfahren und Aufenthalt wurden an die Seiten gedrängt. Die Folge: Platzmangel, Lärm- und Schadstoffbelastung durch den Verkehr und ein öffentlicher Raum, der nicht zum Verweilen einlädt und in dem sich beispielweise Kinder weniger frei bewegen können. Es braucht Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums.
Raumordnung hat das Ziel, die Nutzung von Land und Ressourcen so zu koordinieren, dass eine nachhaltige, effiziente und ausgewogene Entwicklung erreicht wird, die den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Umwelt gerecht wird. Es braucht eine nachhaltige Raumordnung, die Umwelt- und Verkehrsbelastungen und den enormen Flächenverbrauch reduziert.
VCÖ (Wien, 11. August 2026) – Österreichs Lebensmittelversorgung ist durch Klimawandel und Bodenversiegelung bedroht, warnte gestern die Hagelversicherung. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert als Konsequenz den verstärkten Schutz von Österreichs Böden vor einer weiteren Verbauung durch zusätzliche Straßen oder Parkplätze. In Österreich sind bereits fast 3.000 Quadratkilometer Böden versiegelt, allein der Verkehr ist für 42 Prozent der Versiegelung verantwortlich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der ÖROK zeigt. In den vergangenen drei Jahren wurde im Schnitt jeden Tag die Fläche eines großen Fußballfelds für den Straßenverkehr verbaut, verdeutlicht der VCÖ.
VCÖ (Wien, 3. Juli 2026) – Zeugnisverteilung für Österreichs Gemeinden für ihre Radfahrfreundlichkeit: Mehr als 5.400 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei der VCÖ-Radfahrumfrage insgesamt 1.005 Gemeinden und Städte nach 21 Kriterien bewertet. Sieben von zehn gaben an, dass wichtige Ziele im Ort gut mit dem Fahrrad erreichbar sind. Verbesserungsbedarf wird vor allem bei der Verkehrssicherheit fürs Radfahren und bei der Rad-Infrastruktur gesehen. Dem Radverkehr ist in den Gemeinden und Städten mehr Platz zu geben. Und mehr Tempo 30 statt 50 erhöht die Sicherheit beim Radfahren für alle Altersgruppen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ.
Haltestellen rücken als Eingangstor zum Öffentlichen Verkehr immer mehr ins Zentrum einer zukunftsweisenden Debatte. Städte in aller Welt – von Graz bis Auckland – setzen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität gezielt auf klimafitte Infrastruktur.
Energieeffizient, großteils elektrisch mit geringeren Mobilitätskosten – der Öffentliche Verkehr ist in Ballungsräumen das krisensichere, ökologisch und wirtschaftlich vorteilhafte Rückgrat der Mobilität. Was es braucht, damit er noch mehr genutzt wird.
Die Marktgemeinde im Mühlviertel mit rund 4.500 Einwohnerinnen und Einwohnern zeigt, wie kommunales Mobilitätsmanagement auch im kleinen Maßstab funktioniert. Das im Jahr 2023 beschlossene Fußverkehrskonzept der Gemeinde setzt auf rund vier Kilometer neue Gehsteige, Tempo 30 im Schulumfeld, Neuwidmungen nur zentral oder bei Haltestellen und die Aktivierung von Leerstand statt Bebauung am Ortsrand.
Wie sich Gesundheitsvorsorge, sicheres Radfahren und sozialer Anschlussverbinden lassen, zeigt das niedersächsische Hasetal. Unter dem Titel „Radurlaub auf Rezept“ kombiniert die Region zwei zertifizierte Präventivkurse mit geführten Radtouren. In Begleitung erfahrener Reiseleitungenwerden täglich Touren unternommen, von kürzeren Streckenbis zu längeren Etappen.
Im Jahr 2024 wurde die sogenannte „Verordnung über die Wiederherstellung der Natur“ auf europäischer Ebene beschlossen. Dieses Gesetz ist eine Chance, die Klimaresilienz in Österreich zu erhöhen, aber auch die aktive Mobilität und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu stärken.
Die Planungen für die Lobau-Autobahn begannen in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seither haben sich nicht nur Mobilitäts- und Klimaziele von Wien und Österreich verändert, sondern auch das Mobilitätsverhalten. Dieses voraussichtlich fünf Milliarden Euro teure Infrastrukturprojekt ist nicht mehr zeitgemäß und ist keine Lösung für die Verkehrsprobleme des Ballungsraum Wiens.
Beim 7. Mobilitätsgespräch lag der Fokus auf den Herausforderungen und Chancen von großen Mengen an Daten, KI und Fairness in der Mobilität. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Mobilität fair und effizient gestaltet wird. Von Data Gap, Datenschutz, Mobility Data Space, Green AI, autonomes Fahren bis hin zu Kooperationen und Wir-System.
Die Temperatur in Österreich ist seit 1900 um rund 3,1 °C gestiegen – mehr als doppelt so stark wie im globalen Durchschnitt. Die Zahl der Menschen, die von Hitze gesundheitlich belastet werden, steigt. In Österreichs Gemeinden und Städte ist die Anpassung der Straßen und des öffentlichen Raums an den Klimawandel zu beschleunigen, wurde am 26. November 2025 bei einer online durchgeführten VCÖ-Fachveranstaltung von den Expertinnen und Experten betont.