Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig wollen oder können viele Menschen in Österreich kein eigenes Auto lenken. Der Öffentliche Verkehr ist das Rückgrat der Mobilitätsicherung für alle Bevölkerungsgruppen.
Menschen im Öffentlichen Verkehr sind energieeffizienter und klimaverträglicher unterwegs, als mit dem Pkw, meist sparen sie dabei sogar Geld. Der Öffentliche Verkehr ist Vorreiter bei der Elektromobilität und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Mikro-ÖV, Sharing Angebote und Fahrgemeinschaften ergänzen den Öffentlichen Verkehr, indem sie flexible und nachhaltige Transportmöglichkeiten bieten. Sie reduzieren die Anzahl der insgesamt benötigten Fahrzeuge und fördern die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen.
VCÖ (Wien, 16. August 2026) – Im EU-Hauptstädte-Vergleich ist Wien bei den Nachtzugverbindungen der Spitzenreiter, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. 15 Enddestinationen sind mit Nachtzügen von Wien aus sinnvoll erreichbar. An zweiter Stelle folgen Bukarest und Budapest mit jeweils zwölf. Zehn EU-Hauptstädte sind mit dem Nachtzug nicht erreichbar. Der VCÖ fordert mehr Nachtzugverbindungen in der EU und ein einfacheres Suchen und Buchen internationaler Bahnreisen in Europa.
VCÖ (Wien, 19. Juni 2026) – Im Vorjahr machten die Österreicherinnen und Österreicher mit 4,11 Millionen so viele Urlaubsreisen mit der Bahn wie noch nie, weist der VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Bahnurlaubsreisen mehr als verdoppelt, in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht. Jede dritte Urlaubsreise mit der Bahn ging im Vorjahr ins Ausland. Der VCÖ betont, dass es in der EU mehr grenzüberschreitende Bahnverbindungen und mehr Nachtzüge braucht. Zudem unterzieht der VCÖ Österreichs Bahnhöfe einem Fahrgast-Check: Fahrgäste sind aufgerufen, beim VCÖ-Bahnhofstest Bahnhöfe, die sie nutzen, zu bewerten.
Internationale Beispiele zeigen, wie Städte und Regionen den Busverkehr leistungsfähiger machen – mit eigenen Fahrspuren, Ampelpriorisierung und digitalen Systemen, bei denen Busse direkt mit der Infrastruktur kommunizieren.
Menschen, die zum Arbeiten in die Stadt pendeln, sind auf gute und verlässliche Verbindungen angewiesen. S-Bahnen oder Regionalbahnen bilden das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs in Ballungszentren – auch über Stadtgrenzen hinweg.
Die Marktgemeinde im Mühlviertel mit rund 4.500 Einwohnerinnen und Einwohnern zeigt, wie kommunales Mobilitätsmanagement auch im kleinen Maßstab funktioniert. Das im Jahr 2023 beschlossene Fußverkehrskonzept der Gemeinde setzt auf rund vier Kilometer neue Gehsteige, Tempo 30 im Schulumfeld, Neuwidmungen nur zentral oder bei Haltestellen und die Aktivierung von Leerstand statt Bebauung am Ortsrand.
Seit dem Jahr 1993 ist die lokale Buslinie namens Trans-Val-de-Marne (TVM) im Süden von Paris in Betrieb. Besonders ist, dass rund 19 Kilometer der 20-Kilometer-Strecke eine Busspur sind.
Busse erbringen fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr Österreichs, Millionen Fahrgäste sind jährlich damit unterwegs. Viele von ihnen warten auf ihr Fahrzeug an einem nackten Schild am Straßenrand: ohne Dach, ohne Sitzgelegenheit, manchmal nicht barrierefrei und viel zu oft ohne gesicherten Weg über die Fahrbahn. Die VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ hat im Frühjahr 2026 erstmals landesweit erfasst, wie es um die Bushaltestellen in Österreich steht. Das Ergebnis ist eindeutig – und der Handlungsbedarf groß.
Vollautomatisierte Fahrzeuge werden die Mobilität im kommenden Jahrzehnt absehbar stark verändern. Ob das eine gute oder schlechte Nachricht ist, hängt von den gesetzten Rahmenbedingungen ab.
Was braucht es, damit Sharing-Angebote von der Bevölkerung angenommen werden? Welche Rahmenbedingungen unterstützen Sharing-Mobility und welche Hürden gibt es heute noch? Diese und weitere Fragen wurden bei dieser VCÖ-Online-Fachveranstaltung "Sharing-Mobility erfolgreich umsetzen" am 16. Juli 2024 beleuchtet mit Vorträgen und Praxis-Input aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden.
Eine gute Erreichbarkeit der Bahnhöfe und Bushaltestellen zu Fuß und mit dem Fahrrad erhöht die Anzahl der Fahrgäste des Öffentlichen Verkehrs. Das zeigen internationale und nationale Beispiele, die am 16. Mai 2024 bei der VCÖ-Fachkonferenz präsentiert wurden. In einem verkehrsberuhigten Umfeld steigt die Bereitschaft, längere Strecken zu Fuß zu gehen, der Einzugsbereich von Haltestellen des Öffentlichen Verkehrs verdreifacht sich dadurch.