Das derzeitige Verkehrssystem ist nicht sozial gerecht: Ist die Mobilität sehr stark vom Auto abhängig, sind all jene Bevölkerungsgruppen in ihrer Mobilität eingeschränkt, die kein Auto zur Verfügung haben. Das trifft ältere und jüngere Menschen sowie Haushalte mit niedrigerem Einkommen besonders stark, aber auch Menschen, die sich einfach umweltverträglicher fortbewegen wollen. Haushalte mit niedrigem Einkommen haben häufig kein eigenes Auto, wohnen aber überdurchschnittlich oft an stark befahrenen Straßen und sind damit auch stärker von Lärm und Schadstoffemissionen des Autoverkehrs betroffen. Ein klimaverträgliches Verkehrssystem hingegen erhöht auch die soziale Ausgewogenheit. Öffentlich zugängliche Verkehrsangebote können von allen Menschen genutzt werden und gute Infrastruktur für Gehen und Radfahren verbessert nicht nur die persönliche Gesundheit, sondern bringt zusätzlichen Nutzen für die Gesellschaft.
VCÖ (Wien, 7. September 2026) – Heute startet in Wien, Niederösterreich und im Burgenland das neue Schuljahr. Im Vorjahr ist die Zahl der Schulwegunfälle in Österreich stark auf 537 gestiegen. Die Mobilitätsorganisation VCÖ erinnert daran, dass für Kinder der Vertrauensgrundsatz nicht gilt. Deshalb ist das Tempo dort, wo Kinder unterwegs sind, zu reduzieren. Elterntaxis sorgen im Schulumfeld für Verkehrsprobleme und tun auch dem eigenen Kind nichts Gutes. Der VCÖ sieht Städte und Gemeinden gefordert, durch eine kindgerechte Verkehrsplanung und ein verkehrsberuhigtes Schulumfeld die Verkehrssicherheit für die Kinder zu erhöhen.
VCÖ (Wien, 4. September 2026) – Am Montag beginnt in Wien, Niederösterreich und Burgenland die Schule, eine Woche später in den anderen sechs Bundesländern. Der Schulweg ist eine große Chance, den zunehmenden Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren. Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen oder in Kombination mit dem Öffentlichen Verkehr, bewegen sich regelmäßig, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Der Anteil der Kinder, die am Schulweg häufig zu Fuß mobil sind, ist in Österreich in den vergangenen Jahren gestiegen, der Anteil der radfahrenden Kinder hingegen gesunken. Im Bundesländer-Vergleich sind beim Zu-Fuß-Gehen am Schulweg die Kinder in Vorarlberg und Wien Spitzenreiter, beim Radfahren Salzburgs Kinder, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des BMIMI zeigt. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit Kinder sicher zu Fuß und mit dem Rad mobil sein können.
VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Radfahren ist kostengünstig, hält selbstständig und gesund, gerade mit fortschreitendem Alter. Angesichts einer alternden Bevölkerung und dem Ziel, den Radverkehrsanteil zu steigern, hat Österreich den klaren Auftrag, das Radfahren in jedem Alter sicher und attraktiv zu gestalten.
Wie sich Gesundheitsvorsorge, sicheres Radfahren und sozialer Anschlussverbinden lassen, zeigt das niedersächsische Hasetal. Unter dem Titel „Radurlaub auf Rezept“ kombiniert die Region zwei zertifizierte Präventivkurse mit geführten Radtouren. In Begleitung erfahrener Reiseleitungenwerden täglich Touren unternommen, von kürzeren Streckenbis zu längeren Etappen.
Neuere Fahrzeuge dürfen in Frankreich im Ortsgebiet einen Pegel von 85 Dezibel nicht überschreiten. Um die Einhaltung zu kontrollieren, wurden im Paris im Jahr 2022 die ersten Lärm-Radargeräte installiert. Zu laute Fahrzeuge werden durch Mikrofone registriert.
Busse erbringen fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr Österreichs, Millionen Fahrgäste sind jährlich damit unterwegs. Viele von ihnen warten auf ihr Fahrzeug an einem nackten Schild am Straßenrand: ohne Dach, ohne Sitzgelegenheit, manchmal nicht barrierefrei und viel zu oft ohne gesicherten Weg über die Fahrbahn. Die VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ hat im Frühjahr 2026 erstmals landesweit erfasst, wie es um die Bushaltestellen in Österreich steht. Das Ergebnis ist eindeutig – und der Handlungsbedarf groß.
Die Lage ist ernst. Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer nennt Versorgungssicherheit als oberstes Ziel und verweist darauf, Europa schon ab Mai mit einer Angebotsverknappung bei Diesel und Kerosin rechnen muss. Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Wer Versorgungssicherheit und mehr Unabhängigkeit von globalen Krisen will, muss – neben dem konsequenten Ausbau Erneuerbarer Energieproduktion – Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs umsetzen. Die gute Nachricht: Optionen gibt es viele, wie ein Blick auf unterschiedliche Handlungsbereiche zeigt.
Das Verkehrssystem muss für alle funktionieren. Derzeit ist das nicht der Fall. Wie Menschen mit Behinderung, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Betreuungspflichten in der Verkehrsplanung stärker berücksichtigt werden können, wurde bei der VCÖ-Fachkonferenz mit internationalen und nationalen Fachleuten diskutiert.
Kinder werden in ihrer Mobilität durch das Verkehrssystem stark eingeschränkt. Die Gesundheitsentwicklungen bei Kindern zeigen, dass ein großer Handlungsbedarf besteht, eigenständige, aktive und sichere Kindermobilität zu fördern, stellten Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden bei der VCÖ-Fachkonferenz fest, an der über 150 Personen teilnahmen und die in Kooperation mit woom bikes und der Mobilitätsagentur Wien durchgeführt wurde. Gefordert wurde die stärkere Einbeziehung von Kindern in die Verkehrsplanung sowie Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem.