Online-Voting VCÖ-Mobilitätspreis – Kategorie "Digitalisierung, Technologie und Automatisierung"

Welches der von der Fachjury beim VCÖ-Mobilitätspreis 2026 nominierten Projekte und Konzepte gefällt Ihnen am besten?

Die drei vom Publikum höchstgewerteten Projekte erhalten abgestuft Zusatzpunkte. Die Zusatzpunkte werden zur Bewertung durch die Fachjury addiert, die Summe ergibt das Gesamtergebnis. Das Online-Publikumsvoting wird am Donnerstag, 23. Juli beendet. Das Endergebnis wird Ende September bekanntgegeben.

Unten sehen Sie die in dieser Kategorie von der Fachjury am besten bewerteten Einreichungen. Bitte wählen Sie jenes Projekt aus, dass Sie mit Ihrer Stimme unterstützen möchten!

Welches Projekt in der Kategorie "Digitalisierung, Technologie und Automatisierung" erhält Ihre Stimme?

Bitte rechnen Sie 2 plus 2.

Mehr Informationen zu den nominierten Projekten

Anexia Rail – intelligente Personal- und Logistikplanung

Das Schienensystem steht vor enormen Herausforderungen: Klimawandel, steigende Transportvolumina und Personalknappheit erfordern intelligente Lösungen. „Anexia Rail" integriert erstmals künstliche Intelligenz und mathematische Optimierung in die Logistik- und Personalplanung des Bahnverkehrs. Entwickelt in Zusammenarbeit mit den ÖBB und der Universität Klagenfurt, reduziert das System die Planungszeit für Lokumlaufpläne von 10 Tagen auf 10 Sekunden, senkt CO₂-Emissionen um 15–20 Prozent und ermöglicht jährliche Kosteneinsparungen in Millionenhöhe. Gleichzeitig entlastet es Lokführerinnen und Lokführer, Disponentinnen und Disponenten und macht den Beruf für alle, die neu einsteigen, attraktiver.

Eingereicht von: Anexia Holding GmbH

ID-based Ticketing im Verkehrsverbund Vorarlberg – Vom Piloten zum landesweiten Rollout

Der Verkehrsverbund Vorarlberg führt ID-based Ticketing (IDbT) schrittweise im gesamten VMOBIL-Netz ein. Fahrgäste halten ihre Bank- oder Kreditkarte, ihr Smartphone oder ihre Smartwatch an einen Validator im Fahrzeug. Aus den Zahlungsdaten wird im Hintergrund ein anonymisiertes Token erzeugt, das als Fahrtberechtigung dient und über das Hintergrundsystem kontrolliert wird. Der Fahrgast erwirbt damit eine papierlose Fahrtgenehmigung, ohne ein klassisches Ticket lösen zu müssen. Die Abrechnung erfolgt automatisch.

Der erste Pilot auf den Arlberg-Linien 750 und 760 zeigt: Barzahlungen sanken um über 80 Prozent, Einstiegszeiten verkürzen sich deutlich. Der zweite Pilot in Dornbirn und Bregenz integriert das System erstmals in das landesweite Tarifsystem, als Vorbereitung für den flächendeckenden Rollout ab dem Jahr 2027.

Eingereicht von: Verkehrsverbund Vorarlberg

Klimafreundliche Digitalisierung in der Abfallentsorgung

Daten sind das neue Öl. Diese Aussage ist spätestens seit den 2010er Jahren der breiten Masse bekannt. Saubermacher lebt dieses Kredo nicht nur zur Kostenoptimierung, sondern auch, um einen Beitrag zu einer lebenswerten Umwelt zu leisten.
So wurde zum Beispiel der gesamte „Offer to Cash“ Prozess digitalisiert und verarbeitet nahezu 700.000 Aufträge papierlos. Durch Nutzung modernster Softwarelösungen und Verarbeitung von digitalen Auftrags- und Leistungsdaten konnte auch die Ressourcen- und Routenplanung bis hin zur Adressebene digitalisiert werden.
Dadurch werden pro Jahr im Schnitt ca. 50.000 km an Strecken- und damit Treibstoffoptimierung umgesetzt.
Die erfassten Daten dienen auch zur Planung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Seit dem Jahr 2023 konnten so 280.000 Kilometer vollelektrisch zurückgelegt werden. Für das Jahr 2026 wurden über 500.000 Kilometer emissionsfrei geplant. Das entspricht einer Einsparung von 800 Tonnen CO2 -Äquivalent

Eingereicht von: Saubermacher Dienstleistungs AG

Road2Rail – Intelligente Assistenz für klimaverträglichen Güterverkehr und mehr Barrierefreiheit

Der Güterverkehr steht unter massiven Druck: steigende Kosten, Wettbewerb und Klimawandel erfordern effiziente, resiliente und klimaverträgliche Lösungen. Ein zentraler Hebel ist die Verlagerung auf die Schiene. Dafür braucht es präzise, sichere und leistungsfähige Prozesse an intermodalen Umschlagpunkten.

Hier setzt Road2Rail mit einem ganzheitlichen Ansatz an. AIT und Künz entwickelten mit dem „Trailer-Assist“ ein KI-gestütztes Assistenzsystem für Intermodalkranterminals, das Effizienz, Sicherheit, Robustheit und Barrierefreiheit zusammenführt.  Es unterstützt Kranführer:innen beim Umschlag von Sattelaufliegern, reduziert Fehlmanöver und steigert die Effizienz auch unter komplexen Realbedingungen. Zugleich adressiert die Lösung die wachsenden Anforderungen moderner Logistik und schafft die Voraussetzung mehr Sattelauflieger auf die Schiene zu verlagern. Die Nutzung eines Remote-Bedienstandes erhöht zudem die Arbeitssicherheit und ermöglicht einen barriereärmeren Arbeitsplatz.

Eingereicht von: Austrian Institute of Technology/Center for Vision Automation & Control/Assistive and Autonomous Systems

X4ITS – Central European Cross-Border Cooperation for ITS

X4ITS ist ein internationales Projekt, kofinanziert von der Europäischen Kommission, welches sich auf die Standardisierung und Harmonisierung von Intelligenten Verkehrssystemen (ITS) und kooperativen ITS (C-ITS) konzentriert. 28 Partnerinnen und Partner aus Österreich, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Rumänien und Slowenien setzen das Projekt entlang von fünf Korridoren des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) in Mittel- und Osteuropa um. Ziel ist, die grenzüberschreitende Interoperabilität von Verkehrsdiensten im TEN-V, und in urbanen Räumen, als auch der Austausch von Verkehrsdaten zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Verkehrsteilnehmenden zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bevorrangung des ÖPNVs und von Einsatzfahrzeugen durch C ITS-Anwendungen. Diese werden in Wien, Linz, Klagenfurt, Ljubljana und Budapest umgesetzt und tragen dazu bei, den Öffentlichen Verkehr zu beschleunigen, Emissionen zu reduzieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.

Eingereicht von: AustriaTech – Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen GmbH

 

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