Online-Voting VCÖ-Mobilitätspreis – Kategorie "Klimaverträglicher Güterverkehr und Logistik"

Welches der von der Fachjury beim VCÖ-Mobilitätspreis 2026 nominierten Projekte und Konzepte gefällt Ihnen am besten?

Die drei vom Publikum höchstgewerteten Projekte erhalten abgestuft Zusatzpunkte. Die Zusatzpunkte werden zur Bewertung durch die Fachjury addiert, die Summe ergibt das Gesamtergebnis. Das Online-Publikumsvoting wird am Donnerstag, 23. Juli beendet. Das Endergebnis wird Ende September bekanntgegeben.

Unten sehen Sie die in dieser Kategorie von der Fachjury am besten bewerteten Einreichungen. Bitte wählen Sie jenes Projekt aus, dass Sie mit Ihrer Stimme unterstützen möchten!

Welches Projekt in der Kategorie "Klimaverträglicher Güterverkehr und Logistik" erhält Ihre Stimme?

Bitte rechnen Sie 7 plus 7.

Mehr Informationen zu den nominierten Projekten

Charge with Friends

Die Elektrifizierung im Verkehr – so auch von Nutzfahrzeugen und im Personen- und Schwerverkehr – schreitet in Windeseile voran. Damit werden Ladeverfügbarkeit, ein infrastrukturell richtiges Depot-Charging sowie die Stromkosten zu einem entscheidenden Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Insbesondere wenn extern – also öffentlich – geladen werden muss, sind Ladevorgänge häufig deutlich teurer und lassen es somit nicht zu, die Elektrifizierung wirtschaftlich darzustellen.

Genau hier setzt unsere Plattform “Charge with Friends” an: Es wird ein österreichweites Netzwerk etabliert, über das sich Logistik-Unternehmen mit ihren Depotlade-Hubs zusammenschließen und bilateral Strom beziehen bzw. bereitstellen können – zu individuell vereinbarten Konditionen. So lassen sich öffentliche Ladevorgänge vermeiden und bestehende Ladeinfrastrukturen besser auslasten und amortisieren.

Mit “Charge with Friends” gehört das teure öffentliche Laden der Vergangenheit an.

Eingereicht von: KWMS GmbH (kW-Solutions)

Eine Fläche, mehrfacher Nutzen: Grätzl-Ladezonen für Stadtlogistik und private Haltebedarfe

Die Grätzl-Ladezone schafft legale, kurze und zielnahe Haltemöglichkeiten in dicht genutzten Wiener Stadtquartieren. Sie reagiert auf den steigenden Druck durch Lieferverkehr, Paketlogistik, lokale Betriebe sowie Kundinnen und Kunden bzw. Bewohnerinnen und Bewohner, die kurzfristig Platz zum Be- und Entladen benötigen.
Dies konnte durch eine evidenzbasierte Bedarfsabschätzung mit Hilfe des Ladezonenrechners ermöglicht werden. Dieser zeigt, wo der Bedarf im Grätzl gegeben ist. Mithilfe des GIS-basierten Tools des Ladezonenrechners, das von der Wirtschaftskammer Wien und der Technischen Universität entwickelt wurde, kann eine bedarfsgerechte und effiziente Verteilung der „Grätzl-Ladezonen“ im Stadtgebiet erreicht werden.
Durch die Umsetzung der „Grätzl-Ladezonen“ wird die Idee des „Shared Space“ und somit eine optimale Nutzung des begrenzten öffentlichen Raums Realität. Sie ermöglicht nicht nur Lade- und Liefertätigkeiten, sondern auch das Abstellen von Fahrzeugen für kurze Erledigungen.

Eingereicht von: Wirtschaftskammer Wien

E Logistik für die First und Last Mile in Österreich

Medlog Austria hat eine emissionsarme, intermodale Logistiklösung umgesetzt, indem eine Flotte von zehn Elektro-Lkw in das schienenbasierte Transportnetzwerk integriert wurde. Der Fokus des Projekts liegt auf der Dekarbonisierung der ersten und letzten Meile des Containertransports zwischen Binnenterminals und Kundenstandorten.
Die Elektroflotte ist täglich an zentralen Standorten wie Wien, Wels, Graz und Salzburg im Einsatz und wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. In Kombination mit dem Schienengüterverkehr als Rückgrat entsteht so eine nahtlose, emissionsarme Tür-zu-Tür-Transportlösung.
Das Projekt ist voll betriebsbereit und skalierbar. Es reduziert CO₂-Emissionen, minimiert Lärmbelastung und bietet der Wirtschaft eine zuverlässige und nachhaltige Mobilitätsalternative.

Eingereicht von: Medlog Austria GmbH

Fuhrparkmodernisierung - Essen auf Rädern

Das Projekt „Fuhrparkmodernisierung“ der Abteilung Essen auf Rädern des Samariterbund Wien Rettung und Soziale Dienste gemeinnützige GmbH verbindet soziale Versorgung mit nachhaltiger Mobilität. In Wien werden vor allem ältere Menschen und Personen mit Unterstützungsbedarf mit Tagespaketen sowie Tiefkühl- und Wochenpaketen beliefert. Seit dem Jahr 2016 kommen elektrisch unterstützte Lastenräder zum Einsatz, seit dem Jahr 2024 zusätzlich vollelektrische Kühlwägen, die frühere Dieselfahrzeuge ersetzen. Bestellungen sind telefonisch, per Bestellschein und über den Webshop möglich. Die Zustellung erfolgt bis zur Wohnungstür und bei Bedarf direkt in die Wohnung. Die Kühlkette wird durch Kühlakkus, aktive Kühlung der E-Kühlwägen, Sensorüberwachung und digitale Protokolle gesichert. Von Februar bis April 2026 wurden 21.233 Stationen erreicht und 766 Touren durchgeführt. Dabei wurden rund 1,17 Tonnen CO₂ durch Lastenräder und 4,33 Tonnen CO₂ durch E-Kühlwägen eingespart.

Eingereicht von: Samariterbund Wien Rettung und Soziale Dienste gemeinnützige GmbH - Essen auf Rädern

r2L connector - von der Straße auf die Schiene

VEGA ist ein internationaler Nutzfahrzeuglogistiker mit Sitz in Salzburg. Die Neuartigkeit der r2L Produkte besteht darin, dass nicht kranbare und gummibereifte Fahrzeuge (Trailer, Sattelzugmaschinen, Vans, Land- und Baumaschinen, uvm) durch eine patentierte Tragekonstruktion aus Stahl (Überbegriff: r2L connector) kranbar gemacht werden und somit auf die Eisenbahn verladen werden können.
Der Nutzen für Anwendende bzw. Kundinnen und Kunden besteht darin, Neufahrzeuge mit geringem Kilometerstand auszuliefern, auf stark zunehmenden Fahrermangel reagieren und einen CO2-freien Transport über lange Strecken durchführen zu können. Daneben werden auch beladene Trailer und damit Güterverkehr auf die Schiene "verladen".
Für VEGA bedeutet die Anwendung der r2L Produkte eine Erschließung neuer Logistikketten, eine Verringerung des CO2 Ausstoßes beim Transport und eine Verbesserung des Verkehrsaufkommens insgesamt.

Eingereicht von: VEGA International Car-Transport and LogisticTrading GmbH

Zero Emission Supply-Chain – Vom Leuchtturmprojekt zur Skalierung

Das Projekt „Zero Emission Supply-Chain – Vom Leuchtturmprojekt zur Skalierung“ von Lidl Österreich verfolgt das ambitionierte Ziel, die Filialbelieferung bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent auf CO2-freie Transportalternativen umzustellen.

Vor Projektbeginn wurden durchschnittlich 106 Diesel-Lkw eingesetzt, um über 250 Märkte zu beliefern und die Inbound-Logistik von nationalen Lieferanten abzuwickeln.
Zur Erreichung des Ziels wird die Logistikflotte an E-Lkw sukzessive erweitert und parallel dazu das leistungsstärkste Lkw-Ladenetz aufgebaut.

Begleitet wird dies durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen an den Logistikstandorten (bis zu 2 MW je Standort) und die Weiterentwicklung der bestehenden Softwarelösungen für Tourenplanung, Telematik und Lastmanagement.

Eingereicht von: Lidl Österreich GmbH

 

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