Online-Voting VCÖ-Mobilitätspreis – Kategorie "Verkehrsberuhigung, Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum"
Welches der von der Fachjury beim VCÖ-Mobilitätspreis 2026 nominierten Projekte und Konzepte gefällt Ihnen am besten?
Die drei vom Publikum höchstgewerteten Projekte erhalten abgestuft Zusatzpunkte. Die Zusatzpunkte werden zur Bewertung durch die Fachjury addiert, die Summe ergibt das Gesamtergebnis. Das Online-Publikumsvoting wird am Donnerstag, 23. Juli beendet. Das Endergebnis wird Ende September bekanntgegeben.
Unten sehen Sie die in dieser Kategorie von der Fachjury am besten bewerteten Einreichungen. Bitte wählen Sie jenes Projekt aus, dass Sie mit Ihrer Stimme unterstützen möchten!
Welches Projekt in der Kategorie "Verkehrsberuhigung, Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum" erhält Ihre Stimme?
Mehr Informationen zu den nominierten Projekten
Das Ziel war die Schaffung einer neuen multifunktionalen Dorfmitte mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung sowie die großflächige Verkehrsberuhigung auf den drei Landesstraßen im Ortszentrum. Im Fokus steht, Lärm zu reduzieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, das gemeinsame Miteinander zu stärken, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen sowie den öffentlichen Raum für alle nutzbar zu machen.
Das Besondere am Projekt ist die großflächige Verkehrsberuhigung der drei Landesstraßen L26, L29 und L200 als Tempo-30-Zone im Ortszentrum sowie die Schaffung eines autofreien, klimafitten Dorfplatzes, der nach dem Schwammstadt-Prinzip gestaltet ist.
Eingereicht von: Marktgemeinde Egg
Im Rahmen der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Neudau wurden durchgehende Geh- und Radwege bzw. Gehsteige neu errichtet. Dadurch steht im gesamten Ortszentrum ein zusammenhängendes Geh- und Radwegenetz getrennt vom Kfz-Verkehr zur Verfügung, welches gänzlich barrierefrei ist. Besonderes Augenmerk wurde auf Klimawandelanpassungsmaßnahmen gelegt. Ein Großteil der Flächen des ehemaligen Dorfangers wurden entsiegelt und als durchgehende Grünflächen gestaltet. Zur Beschattung wurden zusätzlich zu den bestehenden Bäumen 73 weitere Bäume und 110 Sträucher und Stauden gepflanzt. Bei der Baumpflanzung wurde das Schwammstadtprinzip angewendet (zusätzliche Wasserspeicherung im Wurzelkörper). Nahezu sämtliche Parkplatzflächen wurden ebenfalls entsiegelt und mit Rasengittersteinen aus Recyclingkunststoff versickerungsfähig befestigt.
Eingereicht von: Marktgemeinde Neudau
Mit dem „Raus aus dem Asphalt“-Projekt wurde eine der größten innerstädtischen Hitzeinseln Wiens grundlegend umgestaltet. Der ehemalige Parkplatz zwischen den Wienzeilen wurde in einen rund knapp 7.000 m² großen Naschpark verwandelt.
Statt versiegelter Fläche entstand hier eine öffentlich zugängliche Grün- und Erholungszone mitten in der Stadt. Insgesamt wurden rund 70 Bäume gepflanzt, ergänzt durch über 50.000 Stauden, Blumen und Gräser, die für ein vielfältiges, farbenreiches Stadtgrün sorgen. Die Begrünung umfasst sowohl Bestandsbäume als auch neu gesetzte, teils großkronige- und ältere Bäume, die rasch Schatten spenden sollen.
Der Park wurde als klimafitter Aufenthaltsraum geplant und bietet zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten:
Pergolen, Sitzgelegenheiten, Picknicktische, Hängematten, Liegewiesen sowie Brunnen und Wasserspiele schaffen Erholungsräume für unterschiedliche Zielgruppen. Auch für Kinder gibt es Spiel- und Bewegungsangebote wie Balanciergeräte.
Eingereicht von: Wiener Gewässer Management GmbH
Mit der Neugestaltung des Bozner Platzes wurde in Innsbruck ein zentraler innerstädtischer Verkehrsknoten grundlegend neu organisiert und zu einem fuß- und radverkehrsfreundlichen Stadtraum weiterentwickelt. Kern der Maßnahme ist der realisierte Durchfahrtsfilter in der südlichen Wilhelm-Greil-Straße, der den Kfz-Durchzugsverkehr in dieser Straße unterbindet. Die Querung mit Öffentlichem Verkehr, zu Fuß und mit dem Fahrrad sowie der Kfz-Zielverkehr zu den privaten Stellplätzen und innerstädtischen Tiefgaragen sind weiterhin möglich. Die Entfernung der Ampelanlagen am Bozner Platz und die Einführung einer Begegnungszone ermöglichen ein flächiges, gleichberechtigtes Queren für Fußgängerinnen und Fußgänger. Damit wird die zentrale Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt gestärkt. 31 neue Bäumen bringen kühlenden Schatten auf einen der heißesten Plätze von Innsbruck und verwandeln gemeinsam mit zahlreichen neuen Sitzmöglichkeiten den Bozner Platz von einem Durchzugsort in einen Aufenthaltsort.
Eingereicht von: Landeshauptstadt Innsbruck
Der Wunsch nach Begrünung und Entsiegelung trifft auf das klare Ziel, Fahrtbehinderungen durch Falschparker zu reduzieren. Als Gemeinschaftsprojekt der Bezirksvorstehung des 15. Bezirks und den Wiener Linien entsteht die klimafitte Neugestaltung der Camillo-Sitte-Gasse.
Wo Falschparker oftmals die Nerven von Öffi-Fahrgästen strapazierten, heißt es jetzt „freie Fahrt“. Wo versiegelte Flächen für „Sahara-Feeling“ sorgten, schenken Grünbeete, 20 Hochstammsträucher, Sitzmöglichkeiten, ein Trinkbrunnen, eine begrünte Wartehalle und breitere Gehsteige Lebensqualität. Eine Mikroaufenthaltsfläche vor dem örtlichen Nahversorger schafft einen Ort der Begegnung.
Die Vorteile sind vielfältig und spürbar – ein besseres Mikroklima, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Barrierefreiheit, mehr Verkehrssicherheit und pünktlichere Öffis.
Eingereicht von: WIENER LINIEN GmbH & Co KG
In Kooperation mit: