Aus der Forschung – Christoph Loschan

„Eine vorausschauende und integrierte Planung der Infrastruktur ist essenziell“

Porträtfoto von Christoph Loschan
Christoph Loschan, Forschungsgruppenleiter Strommarkt und Flexibilität, TU Wien

Der zusätzliche Stromverbrauch durch einen starken Zuwachs an E-Lkw ist für die Elektrizitätsversorgung grundsätzlich kein Problem. Herausfordernder sind hohe Lastspitzen durch das gleichzeitige Laden vieler E-Lkw. Insbesondere an Logistikstandorten und entlang hochrangiger Verkehrsachsen können dadurch lokal sehr hohe Leistungsanforderungen entstehen. Die hierfür erforderlichen Ladeparks aggregieren den Elektrizitätsbedarf räumlich und zeitlich und stellen damit entsprechend hohe Anforderungen an die lokale Netzinfrastruktur, weshalb deren Anschluss in höheren Netzebenen erfolgt. Daher ist eine vorausschauende und integrierte Planung der Verkehrs-, Lade- und Stromnetzinfrastruktur essenziell. Das Netz muss jedoch nicht auf diese theoretischen Leistungsspitzen dimensioniert werden. Durch intelligentes Lastmanagement und stationäre Batteriespeicher kann die erforderliche Netzanschlussleistung erheblich reduziert werden. Außerdem verfügen auch E-Lkw innerhalb ihrer Stand- und Ruhezeiten über zeitliche Flexibilität beim Laden. Diese kann genutzt werden, um das Stromnetz zu entlasten und einen positiven volkswirtschaftlichen Nutzen zu generieren.

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Erfolgreiche Verkehrsberuhigung in Mailand

Mailand führte im Jahr 1985 Zufahrtsregulierungen ein, im Jahr 2008 folgte ein Gebühren-System basierend auf Emissionsklassen, im Jahr 2012 wurde auf eine Stau-Gebühr umgestellt. Der Durchzugsverkehr reduzierte sich im Jahr 2012 im Vorjahresvergleich um 31 Prozent, auch Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen reduzierten sich.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

VCÖ: Hoher Dieselverbrauch des Lkw-Verkehrs ist deutlich reduzierbar

VCÖ (Wien, 16. April 2026) – Rund 2,5 Milliarden Liter Diesel pro Jahr werden in Österreich von Lkw und Klein-Lkw getankt, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Angesichts der Energiekrise rückt auch im Güterverkehr die Frage in den Fokus, wie der hohe Dieselverbrauch reduziert werden kann. Neben der verstärkten Verlagerung auf die Bahn und der Erhöhung des Elektro-Lkw-Anteils ist insbesondere auch die Vermeidung von Lkw-Fahrten sehr wirksam. Fachleute sehen bei der Reduktion von Leerfahrten und der höheren Auslastung der Fahrzeuge das größte Vermeidungspotenzial. Hinsichtlich Transportdistanz und Branche wird das größte Potenzial bei Lkw-Fahrten über 300 Kilometern und im Bereich der Paketdienste gesehen. Bei einer online durchgeführten VCÖ-Fachveranstaltung wurden internationale und nationale Good-Practice-Beispiele vorgestellt.

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