Aus der Forschung – Christoph Loschan

„Eine vorausschauende und integrierte Planung der Infrastruktur ist essenziell“

Porträtfoto von Christoph Loschan
Christoph Loschan, Forschungsgruppenleiter Strommarkt und Flexibilität, TU Wien

Der zusätzliche Stromverbrauch durch einen starken Zuwachs an E-Lkw ist für die Elektrizitätsversorgung grundsätzlich kein Problem. Herausfordernder sind hohe Lastspitzen durch das gleichzeitige Laden vieler E-Lkw. Insbesondere an Logistikstandorten und entlang hochrangiger Verkehrsachsen können dadurch lokal sehr hohe Leistungsanforderungen entstehen. Die hierfür erforderlichen Ladeparks aggregieren den Elektrizitätsbedarf räumlich und zeitlich und stellen damit entsprechend hohe Anforderungen an die lokale Netzinfrastruktur, weshalb deren Anschluss in höheren Netzebenen erfolgt. Daher ist eine vorausschauende und integrierte Planung der Verkehrs-, Lade- und Stromnetzinfrastruktur essenziell. Das Netz muss jedoch nicht auf diese theoretischen Leistungsspitzen dimensioniert werden. Durch intelligentes Lastmanagement und stationäre Batteriespeicher kann die erforderliche Netzanschlussleistung erheblich reduziert werden. Außerdem verfügen auch E-Lkw innerhalb ihrer Stand- und Ruhezeiten über zeitliche Flexibilität beim Laden. Diese kann genutzt werden, um das Stromnetz zu entlasten und einen positiven volkswirtschaftlichen Nutzen zu generieren.

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VCÖ: Von Verdreifachung des Pendlereuros profitiert oberstes Einkommensfünftel 12 Mal so stark wie unterstes Einkommensfünftel

VCÖ (Wien, 6. Juni 2025) – Die Verdreifachung des Pendlereuros wird bis zum Jahr 2029 rund 700 Millionen Euro kosten. Während die 20 Prozent mit dem niedrigsten Einkommen davon 20 Millionen Euro erhalten werden, bekommen die 20 Prozent mit dem höchsten Einkommen mit 250 Millionen Euro mehr als zwölfmal so viel, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Der VCÖ fordert eine umfassende Reform, damit die Pendelförderung sozial gerechter wird und ökologische Anreize setzt.

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Foto:  Petra Bork/pixelio.de

Die Verdreifachung des Pendlereuros wird dem eigenen Anspruch nicht gerecht

Österreich muss sparen, die neue Bundesregierung kürzt Ausgaben. Dennoch wird der Pendeleuro um knapp 200 Millionen Euro pro Jahr verdreifacht. Die realen Spritkosten sind seit der Einführung des Pendeleuro im Jahr 2013 gesunken. Tanken ist also billiger geworden. Und während vom abgeschafften Klimabonus alle Haushalte quer durch die Einkommensverteilung etwa gleich stark profitierten, profitieren vom erhöhten Pendlereuro vor allem reichere Haushalte.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash