Aus der Forschung – Christoph Loschan

„Eine vorausschauende und integrierte Planung der Infrastruktur ist essenziell“

Porträtfoto von Christoph Loschan
Christoph Loschan, Forschungsgruppenleiter Strommarkt und Flexibilität, TU Wien

Der zusätzliche Stromverbrauch durch einen starken Zuwachs an E-Lkw ist für die Elektrizitätsversorgung grundsätzlich kein Problem. Herausfordernder sind hohe Lastspitzen durch das gleichzeitige Laden vieler E-Lkw. Insbesondere an Logistikstandorten und entlang hochrangiger Verkehrsachsen können dadurch lokal sehr hohe Leistungsanforderungen entstehen. Die hierfür erforderlichen Ladeparks aggregieren den Elektrizitätsbedarf räumlich und zeitlich und stellen damit entsprechend hohe Anforderungen an die lokale Netzinfrastruktur, weshalb deren Anschluss in höheren Netzebenen erfolgt. Daher ist eine vorausschauende und integrierte Planung der Verkehrs-, Lade- und Stromnetzinfrastruktur essenziell. Das Netz muss jedoch nicht auf diese theoretischen Leistungsspitzen dimensioniert werden. Durch intelligentes Lastmanagement und stationäre Batteriespeicher kann die erforderliche Netzanschlussleistung erheblich reduziert werden. Außerdem verfügen auch E-Lkw innerhalb ihrer Stand- und Ruhezeiten über zeitliche Flexibilität beim Laden. Diese kann genutzt werden, um das Stromnetz zu entlasten und einen positiven volkswirtschaftlichen Nutzen zu generieren.

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VCÖ: Im 1. Halbjahr auf Österreichs Autobahnen weniger Pkw, aber mehr Lkw-Verkehr als vor Covid-19 Pandemie

VCÖ (Wien, 4. August 2022) – Bei neun von zehn Autobahn- und Schnellstraßen-Zählstellen waren heuer im 1. Halbjahr weniger Pkw unterwegs als vor der Covid-19 Pandemie, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Anders beim Lkw-Verkehr: Hier waren bei drei Viertel der Zählstellen bereits mehr Lastwagen unterwegs als vor der Pandemie. Insgesamt sind auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen über sechsmal so viele Pkw wie Lkw unterwegs. Der VCÖ betont, dass verstärktes Mobilitätsmanagement von Betrieben und mehr betriebliche Gleisanschlüsse die Verkehrsbelastung deutlich reduzieren können.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ zu WIFO-Studie: Pendlerpauschale rasch ökosozial reformieren

VCÖ (Wien, 11. Juli 2022) – Laut einer aktuellen Studie des WIFO betragen die klimaschädlichen Subventionen in Österreich mehr als fünf Milliarden Euro pro Jahr. Besonders hoch sind die klimaschädlichen Förderungen im Verkehrsbereich, wie beispielsweise die Steuerbegünstigung von Diesel und das Dienstwagenprivileg. Die aktuelle Form der Pendlerpauschale weist massive ökologische und soziale Mängel auf. Der VCÖ fordert eine rasche Reform der Pendlerpauschale und der Dienstwagen-Besteuerung sowie auf EU-Ebene die Abschaffung der Mineralölsteuer-Befreiung des Flugtreibstoffs Kerosin.

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Foto: Sarah Duit