Aus der Forschung – Christoph Loschan

„Eine vorausschauende und integrierte Planung der Infrastruktur ist essenziell“

Porträtfoto von Christoph Loschan
Christoph Loschan, Forschungsgruppenleiter Strommarkt und Flexibilität, TU Wien

Der zusätzliche Stromverbrauch durch einen starken Zuwachs an E-Lkw ist für die Elektrizitätsversorgung grundsätzlich kein Problem. Herausfordernder sind hohe Lastspitzen durch das gleichzeitige Laden vieler E-Lkw. Insbesondere an Logistikstandorten und entlang hochrangiger Verkehrsachsen können dadurch lokal sehr hohe Leistungsanforderungen entstehen. Die hierfür erforderlichen Ladeparks aggregieren den Elektrizitätsbedarf räumlich und zeitlich und stellen damit entsprechend hohe Anforderungen an die lokale Netzinfrastruktur, weshalb deren Anschluss in höheren Netzebenen erfolgt. Daher ist eine vorausschauende und integrierte Planung der Verkehrs-, Lade- und Stromnetzinfrastruktur essenziell. Das Netz muss jedoch nicht auf diese theoretischen Leistungsspitzen dimensioniert werden. Durch intelligentes Lastmanagement und stationäre Batteriespeicher kann die erforderliche Netzanschlussleistung erheblich reduziert werden. Außerdem verfügen auch E-Lkw innerhalb ihrer Stand- und Ruhezeiten über zeitliche Flexibilität beim Laden. Diese kann genutzt werden, um das Stromnetz zu entlasten und einen positiven volkswirtschaftlichen Nutzen zu generieren.

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Von Mikro-Hub und KombiBus zu E-Lkw

Im Jahr 2019 wurden 784 Millionen Tonnen Güter durch Österreich transportiert, der Großteil davon auf der Straße. Beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichnete Projekte zeigen klimaverträgliche Lösungen für Logistik, Transport und Güterverkehr.

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Mobilitätsgespräch 2021: Entwurf einer klimaverträglichen Gesellschaft

Das EU-weite Ziel liegt vor: Bis zum Jahr 2030 zumindest 55 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als im Jahr 1990 und bis zum Jahr 2050 sogar vollkommen klimaneutral sein. Jedoch ist es mit nur der Zielsetzung allein nicht getan. Es braucht eine Vision, wie eine klimaverträgliche Gesellschaft ausschauen kann und dann viele Schritte und Kooperation und Innovation in unterschiedlichen Bereichen. Einige dieser unterschiedlichen Bereiche kamen am Freitag den 9. Juli 2021 auf Einladung von ÖBB und VCÖ zum Mobilitätsgespräch 2021 zusammen.

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Foto: ÖBB / Marek Knopp