Aus der Forschung Ferdinand Dudenhöffer

Schneller auf klimaneutral umschwenken

»Schneller auf klimaneutral umschwenken«

Der Klimawandel ist die größte Bedrohung der Menschheit. Daher muss die Autoindustrie schnell auf CO2-neutrale Autos umschwenken. China, Norwegen und Tesla haben gezeigt, dass batterie-elektrische Autos funktionieren. Der Volkswagen Konzern beweist mit der neuen ID-Familie großes Engagement. Wenn wir in Europa die Transformation aktiv mitgestalten und zügig zum Elektro-Auto gehen, werden wir zu Gewinnern der größten Revolution der Autoindustrie. Wenn wir zögern, wandern die Arbeitsplätze nach Asien. Dabei ist es sehr sinnvoll, mit Batterieherstellern aus Asien zusammenzuarbeiten und nicht in der EU zu versuchen, das Rad mit viel Steuergeld nochmal zu erfinden. Die Transformation betrifft alle, auch die Autofahrerinnen und Autofahrer. CO2 muss angemessen, also hoch bepreist werden, wenn der Wandel funktionieren soll. Ist CO2 teuer, wird konventioneller Kraftstoff an der Tankstelle teuer und wer einen Neuwagen kauft, geht zum Elektro-Auto. Die heutigen Autobesitzerinnen und -besitzer können wir durch ein intelligentes Bonus-System schützen.

Foto: Jan Schürrman

Ferdinand Dudenhöffer

CAr-Center Automotive Research, Universität Duisburg-Essen

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Flugabgabe reformieren, nicht reduzieren

Nach dem Beschluss des Flughafens Wien-Schwechat keine dritte Piste zu bauen, wird in Österreich über eine Reduktion der Flugabgabe diskutiert. Begründet wird dies mit den vermeintlich zu hohen Gebühren hierzulande, die die wirtschaftliche Entwicklung des Flugverkehrs behindern würde. Ein Blick in andere europäische Länder zeigt jedoch, dass die Flugabgabe in Österreich vergleichsweise niedrig ist. Eine Reduktion oder Abschaffung käme einer Steuergeldverschwendung in Zeiten knapper Budgets gleich.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Realer CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybrid-Pkw im Schnitt viermal so hoch wie die Herstellerangaben

VCÖ (Wien, 17. Dezember 2025) – Die EU-Kommission möchte Plug-in-Hybride mit Verbrennungsmotor als „effiziente Technologie“ auch nach dem Jahr 2035 bei Neuwagen erlauben. Doch Plug-in-Hybride sind nur auf dem Papier „hocheffizient“, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der Europäischen Umweltagentur hin. Diese zeigen, dass sie beim Fahren auf der Straße im Schnitt viermal so viel klimaschädliches CO2 ausstoßen wie bei den standardisierten WLTP-Messverfahren ermittelt wird. Der reale CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybriden ist nur geringfügig niedriger als jener von Benzin- und Diesel-Pkw. Die Ausnahme für Plug-in-Hybride ist ebenso wenig gerechtfertigt, wie deren steuerliche Begünstigung. In Österreich gibt es erstmals mehr als 100.000 Plug-in-Hybride, informiert der VCÖ.

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Auspuff eines Autos, der sichtbar Schadstoffe ausstößt