Aus der Forschung – Harald Frey

„Stadtnahe Autobahnen sind nicht die Lösung“

Porträtfoto von Harald Frey
Harald Frey, Senior Scientist, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien

Stadtnahe Autobahnen lösen nicht die Verkehrsprobleme von Ballungsräumen, sondern verstärken sie, indem sie insgesamt mehr Kfz-Verkehr erzeugen und damit das Stadtgebiet belasten. Gleichzeitig werden andere, stadtverträgliche Verkehrsarten, wie Zufußgehen und Radfahren und der Öffentliche Verkehr geschwächt, weil Nutzungen an den Stadtrand oder ins Umland verlagert und damit weite Wege erzeugt werden. Eine klare Alternative zum Bau der Lobauautobahn stellt die Attraktivierung von flächen- und energiesparenden Formen der Mobilität dar, die gleichzeitig für die Gesellschaft kostengünstiger in der Errichtung und im Betrieb sind. Ein Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und eine konsequente flächendeckende Beschleunigung von Bus und Straßenbahn gegenüber dem Autoverkehr stiften heute einen deutlich höheren volkswirtschaftlichen Nutzen als Straßenausbau, weil dadurch die negativen Effekte des fehleranfälligen Systems Autoverkehr im Ballungsraum reduziert und gleichzeitig höhere Kapazitäten im Personenverkehr geschaffen werden können. Der Weg zum Abbau von räumlichen Disparitäten, wie der ungleichen Verteilung von Arbeitsplätzen oder der Nahversorgung im Stadtgebiet, führt nicht über schnelle Verkehrsinfrastrukturen für den Kfz-Verkehr, sondern liegt in der Schaffung eines stadtverträglichen Verkehrssystems mit einer klaren Prioritätenreihung für Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr.

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VCÖ fordert Einsatz von Handyblitzern in Österreich - Handy am Steuer erhöht die Unfallgefahr massiv

VCÖ (Wien, 4. November 2026) – Ablenkung und Unachtsamkeit sind mittlerweile die häufigste Unfallursache in Österreich. Im Vorjahr wurden dadurch 30 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle und 34 Prozent der Unfälle mit Verletzten verursacht, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Nicht jeder dieser Unfälle wird durch Handy-am-Steuer verursacht, aber die Smartphone-Nutzung während des Fahrzeuglenkens ist ein zunehmendes Problem. Wer mit dem Handy am Ohr beim Autolenken telefoniert, reagiert ähnlich schlecht wie Alkolenker mit 0,8 Promille, erinnert der VCÖ. Im Vorjahr wurden in Österreich 112.317 Lenkerinnen und Lenker mit Handy am Steuer erwischt. Das ist nur ein Bruchteil der tatsächlichen Vergehen. Der VCÖ fordert für Österreich die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz von Handyblitzern, wie er in Deutschland geplant ist.

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Beim 7. Mobilitätsgespräch rückte die Frage in den Fokus, wie Verkehrssysteme die Bedürfnisse von Frauen aber auch vulnerablen Gruppen besser berücksichtigen und Sicherheit ganzheitlich stärken können.

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Foto: ÖBB/Andreas Scheiblecker