Aus der Forschung – Saskia Seidel

„Entscheidend ist die Wirkung auf das Gesamtsystem“

Porträtfoto von Saskia Seidel
Saskia Seidel, Institut für Verkehrsforschung, DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Ein nachhaltiger und effizienter Güterverkehr braucht neben technischen Innovationen neue Betriebskonzepte und tragfähige Geschäftsmodelle. Ökologische, technologische und ökonomische Anforderungen müssen dabei gemeinsam betrachtet werden, denn im Güterverkehr entscheiden Zeit, Kosten, Verfügbarkeit und Planbarkeit. Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) verfolgt daher einen systemischen, anwendungsorientierten Ansatz. Ein Beispiel ist ein gemeinsam mit einem Bahnunternehmen und KEP-Dienstleister entwickeltes Konzept, wie Pakete über Nacht auf der Schiene transportiert werden können – ohne höhere Kosten oder längere Laufzeiten für die Kunden. Automatisiertes Fahren und automatisierte multimodale Umschlagsstellen bieten Potenziale für eine bessere Auslastung, optimierte Transportketten und effizientere Prozesse. Entscheidend ist ihre Wirkung auf das Gesamtsystem. Für den Transfer von der Forschung in die Praxis braucht es die enge Einbindung der Anwender sowie verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Zurück zur Übersicht

Vom letzten Kilometer bis zur schweren Fracht

Bikesharing wird immer populärer, österreichweit gibt es zunehmend mehr Angebote – auch für Lastenräder. Sie ersetzen in vielen Fällen kurze Autofahrten und werden von Einheimischen genauso genutzt wie von Gästen.

Mehr dazu

Warum es mehr denn je ein starkes Eisenbahnnetz in Europa braucht

Die Hälfte des Schienengüterverkehrs in der EU sind grenzüberschreitende Transporte. Damit stehen viele Güterzüge in ganz Europa vor den Problemen des sehr uneinheitlichen Bahnsystems. Lange Stehzeiten an den Grenzen und aufwändige operative Maßnahmen sind die Folge.

Mehr dazu
Foto: Spencer Imbrock, unsplash