Aus der Forschung – Saskia Seidel

„Entscheidend ist die Wirkung auf das Gesamtsystem“

Porträtfoto von Saskia Seidel
Saskia Seidel, Institut für Verkehrsforschung, DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Ein nachhaltiger und effizienter Güterverkehr braucht neben technischen Innovationen neue Betriebskonzepte und tragfähige Geschäftsmodelle. Ökologische, technologische und ökonomische Anforderungen müssen dabei gemeinsam betrachtet werden, denn im Güterverkehr entscheiden Zeit, Kosten, Verfügbarkeit und Planbarkeit. Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) verfolgt daher einen systemischen, anwendungsorientierten Ansatz. Ein Beispiel ist ein gemeinsam mit einem Bahnunternehmen und KEP-Dienstleister entwickeltes Konzept, wie Pakete über Nacht auf der Schiene transportiert werden können – ohne höhere Kosten oder längere Laufzeiten für die Kunden. Automatisiertes Fahren und automatisierte multimodale Umschlagsstellen bieten Potenziale für eine bessere Auslastung, optimierte Transportketten und effizientere Prozesse. Entscheidend ist ihre Wirkung auf das Gesamtsystem. Für den Transfer von der Forschung in die Praxis braucht es die enge Einbindung der Anwender sowie verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

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VCÖ-Untersuchung: Wo in Österreich im Vorjahr die meisten Lkw fuhren

VCÖ (Wien, 1. März 2024) – Die A1 Westautobahn bei Traun war im Vorjahr der Straßenabschnitt Österreichs mit dem meisten Lkw-Verkehr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Im Vergleich zum Jahr 2022 nahm an 83 Prozent der Zählstellen der Lkw-Verkehr ab, bei 17 Prozent gab es eine Zunahme. Durch Österreich fahren viele Transit-Lkw. Die großen Transit-Lkw nutzen die Straße so stark ab wie rund 60.000 Pkw. Im Interesse der Verkehrssicherheit sind mehr Lkw-Kontrollen nötig, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zudem sind betriebliche Gleisanschlüsse zu forcieren, um Güter direkt vom Betrieb weg auf die Schiene zu bekommen.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ: In Österreich bereits mehr Tonnenkilometer durch Lkw-Transit als durch Inlandverkehr

VCÖ (Wien 22. Februar 2024) – Der Lkw-Transit verursacht in Österreich mittlerweile bereits mehr Tonnenkilometer als der Lkw-Inlandverkehr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Ein einziger typischer Transit-Lkw nutzt die Straße so stark ab wie 60.000 durchschnittliche Pkw. Für die Verkehrssicherheit wiederum bereiten Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, schlechte Arbeitsbedingungen bei Lkw-Lenkenden sowie technische Mängel bei Fahrzeugen große Probleme. Den zuletzt pro Jahr insgesamt fast 41 Millionen beladenen Lkw-Fahrten in Österreich stehen aber nicht einmal 143.000 technische Unterwegskontrollen gegenüber, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Der VCÖ fordert eine deutliche Erhöhung der Lkw-Kontrollen.

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