Aus der Forschung – Saskia Seidel

„Entscheidend ist die Wirkung auf das Gesamtsystem“

Porträtfoto von Saskia Seidel
Saskia Seidel, Institut für Verkehrsforschung, DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Ein nachhaltiger und effizienter Güterverkehr braucht neben technischen Innovationen neue Betriebskonzepte und tragfähige Geschäftsmodelle. Ökologische, technologische und ökonomische Anforderungen müssen dabei gemeinsam betrachtet werden, denn im Güterverkehr entscheiden Zeit, Kosten, Verfügbarkeit und Planbarkeit. Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) verfolgt daher einen systemischen, anwendungsorientierten Ansatz. Ein Beispiel ist ein gemeinsam mit einem Bahnunternehmen und KEP-Dienstleister entwickeltes Konzept, wie Pakete über Nacht auf der Schiene transportiert werden können – ohne höhere Kosten oder längere Laufzeiten für die Kunden. Automatisiertes Fahren und automatisierte multimodale Umschlagsstellen bieten Potenziale für eine bessere Auslastung, optimierte Transportketten und effizientere Prozesse. Entscheidend ist ihre Wirkung auf das Gesamtsystem. Für den Transfer von der Forschung in die Praxis braucht es die enge Einbindung der Anwender sowie verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

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Gesetzliche Verkaufsziele für CO2-freie Lkw in den USA

Kalifornien zeigt durch das im Jahr 2020 umgesetzte „Advanced Clean Trucks“-Gesetz, wie verpflichtende Verkaufsziele für CO2-freie Lkw auch in der EU eingeführt werden könnten.

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Supermarktkette setzt auf Schiene statt Stau

Mit dem Projekt „CityCargo Genf“ setzt der Lebensmittelhandelskonzern Coop in der Schweiz seit dem Jahr 2013 für die tägliche Belieferung der 45 Coop-Verkaufsstellen im Großraum Genf auf den kombinierten Verkehr von Schiene und Straße.

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Foto: coop-Filiale in einem Bahnhof der SBB