Aus der Forschung – Saskia Seidel

„Entscheidend ist die Wirkung auf das Gesamtsystem“

Porträtfoto von Saskia Seidel
Saskia Seidel, Institut für Verkehrsforschung, DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Ein nachhaltiger und effizienter Güterverkehr braucht neben technischen Innovationen neue Betriebskonzepte und tragfähige Geschäftsmodelle. Ökologische, technologische und ökonomische Anforderungen müssen dabei gemeinsam betrachtet werden, denn im Güterverkehr entscheiden Zeit, Kosten, Verfügbarkeit und Planbarkeit. Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) verfolgt daher einen systemischen, anwendungsorientierten Ansatz. Ein Beispiel ist ein gemeinsam mit einem Bahnunternehmen und KEP-Dienstleister entwickeltes Konzept, wie Pakete über Nacht auf der Schiene transportiert werden können – ohne höhere Kosten oder längere Laufzeiten für die Kunden. Automatisiertes Fahren und automatisierte multimodale Umschlagsstellen bieten Potenziale für eine bessere Auslastung, optimierte Transportketten und effizientere Prozesse. Entscheidend ist ihre Wirkung auf das Gesamtsystem. Für den Transfer von der Forschung in die Praxis braucht es die enge Einbindung der Anwender sowie verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

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Mobilitätsgespräch 2021: Entwurf einer klimaverträglichen Gesellschaft

Das EU-weite Ziel liegt vor: Bis zum Jahr 2030 zumindest 55 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als im Jahr 1990 und bis zum Jahr 2050 sogar vollkommen klimaneutral sein. Jedoch ist es mit nur der Zielsetzung allein nicht getan. Es braucht eine Vision, wie eine klimaverträgliche Gesellschaft ausschauen kann und dann viele Schritte und Kooperation und Innovation in unterschiedlichen Bereichen. Einige dieser unterschiedlichen Bereiche kamen am Freitag den 9. Juli 2021 auf Einladung von ÖBB und VCÖ zum Mobilitätsgespräch 2021 zusammen.

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Foto: ÖBB / Marek Knopp

Verkehr in Europa - Energieinfrastruktur für die Verkehrswende

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