Aus der Forschung – Volker Quaschning

„Für eine einzige Lkw-Fahrt von Wien nach Bregenz müssten mehrere Tausend Portionen Pommes frittiert werden“

Porträtfoto von Volker Quaschning
Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitbegründer von Scientists for Future

Der Extremsommer zeigt, dass Europa seine Anstrengungen für die Klimaneutralität 2040 erheblich steigern muss. Die hohen Dieselpreise führen uns zugleich unsere fatale Abhängigkeit von fossilen Energieimporten vor Augen. Diesel muss deshalb so schnell wie möglich Geschichte werden. Unter dem Schlagwort „Technologieoffenheit“ werden jedoch ständig neue Säue durchs Dorf getrieben, die den Dieselmotor retten sollen. Eine davon heißt HVO: Sprit aus Frittenfett soll fossilen Diesel ersetzen. Ein Rechenbeispiel zeigt die Grenzen: Für ausreichend Altspeiseöl für eine einzige Lkw-Fahrt von Wien nach Bregenz müssten mehrere Tausend Portionen Pommes frittiert werden. Guten Appetit! Die verfügbaren HVO-Mengen sind viel zu klein, um das Problem im größeren Maßstab zu lösen. Statt neuer Ablenkungsdebatten brauchen wir ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität. E-Lkw entwickeln sich rasant und können mit grünem Strom aus Österreich fahren – klimaneutral und ohne fossile Energieimporte.

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VCÖ: Erdölimporte aus Russland stoppen

VCÖ (Wien, 22. Februar 2022) – Der Einmarsch Russlands in die Ukraine muss zu einem Stopp der Erdölimporte aus Russland führen, fordert der VCÖ. Seit dem Jahr 2010 importierte Österreich rund acht Millionen Tonnen Rohöl, im Jahr 2020 bezog Österreich zehn Prozent der Rohölimporte aus Russland. Der Großteil des Erdöls kommt aus Staaten mit massiven Defiziten bei Menschenrechten und Demokratie. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um Mobilität und Gütertransporte rascher von Erdöl unabhängig zu machen.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ: Trotz Höchststand ist Dieselpreis in Österreich deutlich niedriger als im EU-Schnitt

VCÖ (Wien, 16. Februar 2022) – Der reale Spritverbrauch von Österreichs Diesel-Pkw ist seit dem Jahr 2000 um lediglich einen halben Liter pro 100 Kilometer gesunken, macht der VCÖ aufmerksam. Dass in den vergangenen Jahren immer mehr übergewichtige und übermotorisierte Modelle auf den Markt gebracht wurden, schadet der Umwelt und kommt den Autofahrerinnen und Autofahrern bei steigenden Spritpreisen teuer. Nicht inflationsbereinigt hat der Dieselpreis einen Höchstwert erreicht und ist um einen Cent höher als im September 2012. Diesel kostet in Österreich aber deutlich weniger als im EU-Schnitt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Die Mobilitätsorganisation VCÖ gibt Tipps, wie Spritverbrauch und damit die Kosten reduziert werden können.

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Foto: Sarah Duit