Aus der Forschung – Volker Quaschning

„Für eine einzige Lkw-Fahrt von Wien nach Bregenz müssten mehrere Tausend Portionen Pommes frittiert werden“

Porträtfoto von Volker Quaschning
Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitbegründer von Scientists for Future

Der Extremsommer zeigt, dass Europa seine Anstrengungen für die Klimaneutralität 2040 erheblich steigern muss. Die hohen Dieselpreise führen uns zugleich unsere fatale Abhängigkeit von fossilen Energieimporten vor Augen. Diesel muss deshalb so schnell wie möglich Geschichte werden. Unter dem Schlagwort „Technologieoffenheit“ werden jedoch ständig neue Säue durchs Dorf getrieben, die den Dieselmotor retten sollen. Eine davon heißt HVO: Sprit aus Frittenfett soll fossilen Diesel ersetzen. Ein Rechenbeispiel zeigt die Grenzen: Für ausreichend Altspeiseöl für eine einzige Lkw-Fahrt von Wien nach Bregenz müssten mehrere Tausend Portionen Pommes frittiert werden. Guten Appetit! Die verfügbaren HVO-Mengen sind viel zu klein, um das Problem im größeren Maßstab zu lösen. Statt neuer Ablenkungsdebatten brauchen wir ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität. E-Lkw entwickeln sich rasant und können mit grünem Strom aus Österreich fahren – klimaneutral und ohne fossile Energieimporte.

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VCÖ: Budgetbelastung durch notwendige Straßensanierungen wird massiv steigen

VCÖ (Wien, am 19. November 2025) – Die angespannten Budgets von Bund, Länder und Gemeinden werden in den kommenden Jahren durch stark steigende Sanierungskosten für das Straßennetz zusätzlich belastet, warnt die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zudem werden Schäden durch Starkregen, Murenabgänge und Hitze infolge des Klimawandels zunehmen. Rechnungshofberichte kritisieren den schlechten Zustand von Landesstraßen. Statt Neubau sind im Interesse der Verkehrssicherheit verstärkte Investitionen in die Instandhaltung des Straßennetzes notwendig, fordert die Mobilitätsorganisation VCÖ.

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Klimawandel setzt der Verkehrsinfrastruktur zu

Überschwemmungen, Murenabgänge, Hitze – die Folgen von Extremwettereignissen wirken sich immer deutlicher auf Österreichs Verkehrsinfrastruktur aus und verteuern den Erhalt von Straßen- und Schienenanlagen.

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