Aus der Praxis Hanna Schwarz

Arbeitsplätze transformieren statt reduzieren

Parklets vor dem Haus und Parklets zum Buchlesen vor Büchereien (Booklets), bespielte Wohnstraßen, die ihrem Namen gerecht werden, umgestaltete Schulvorplätze und Schulstraßen, Klappstühle zum Sitzen im öffentlichen Raum – es gibt ihn schon, diesen bunten, vielfältigen Raum, der uns allen gehört. Bloß, wie evozieren wir ein Bedürfnis nach mehr davon? Kultureller Wandel benötigt selbstreflektierte Prozesse auf individueller Ebenen, eingebettet im konkreten Alltag. Das Erlebnis eines Vaters mit seinem Kind im Auto, der durch eine bespielte Wohnstraße fährt, umdreht und zu Fuß zurückkommt, damit sein Kind dort spielen kann und sich dafür bedankt. Jugendliche, die das Parklet selbst bauen und erklären können, warum sie so etwas für die Gesellschaft machen. Eine schimpfende Frau, die nachfragt, ob es eine Erlaubnis gäbe für die aufgestellten Klappsessel und die mit ihrem Eis dann gerne dort verschnauft. Solche Nachdenkprozesse zeigen: Es geht doch! Dann öffnen sich Fenster der eigenen Erkenntnis – das ist ja viel schöner und macht Spaß

Hanna Schwarz geht doch! Initiative fürs Zufußgehen und den Öffentlichen Raum
https://geht-doch.wien/

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Welche Lehren aus dem Hitzesommer 2026 aus Mobilitätssicht zu ziehen sind

Österreich hat den heißesten Sommer seiner Messgeschichte hinter sich. Es war ein Sommer voll großem menschlichen Leid: 646 hitzebedingte Todesfälle allein im Juni und Juli. In den Wochen danach wurde viel darüber gesprochen, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld vor Hitze schützen lassen. Wir sprechen über Beschattung, über Entsiegelung, über Begrünung und über Trinkbrunnen. All das sind wichtige Ansätze, und es braucht sie alle und mehr. Sie haben jedoch eine gemeinsame Voraussetzung, über die kaum jemand spricht: Sie brauchen Platz. Und dieser Platz ist in unseren Städten und Ortskernen fast überall bereits vergeben, allzu oft an das Auto.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash