Aus der Praxis – Matthias Pokorn

„Gute Mobilität muss nicht erklärt werden, sie muss funktionieren!“

Porträtfoto von Matthias Pokorn
Matthias Pokorn, Bürgermeister von Premstätten

Für mich zeigt sich genau das jeden Morgen am Busbahnhof Premstätten. Als zweitstärkster Knotenpunkt im Busbündel Graz Süd-West – gemessen an den Fahrgastzahlen des Verkehrsverbundes Steiermark – ist er von zentraler Bedeutung für die Region. Hier treffen Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Gemeinden auf Pendlerinnen und Pendler Richtung Graz sowie in die Nachbarorte. Die unmittelbare Nähe zum regionalen Schulzentrum macht den Standort unverzichtbar für hunderte Familien. Menschen steigen nicht auf den Bus um, weil man es ihnen empfiehlt. Sie tun es, wenn Verbindungen funktionieren, Wege kurz sind und sie sich darauf verlassen können, pünktlich und komfortabel anzukommen. Gerade in einer stark vernetzten Region braucht es Verkehrsknotenpunkte, die Gemeinden miteinander verbinden und den öffentlichen Verkehr zu einer echten Alternative machen. Natürlich freue ich mich über die Auszeichnung als beste Bushaltestelle Österreichs. Noch mehr freut mich aber, dass der Busbahnhof jeden Tag von so vielen Menschen genutzt wird. Denn genau daran misst sich gute Mobilität: Sie muss nicht erklärt werden, sie muss funktionieren. Das ist für mich der eigentliche Erfolg dieses Projekts.

.

Zurück zur Übersicht

Warum das Sicherheitsgefühl von Frauen über den Erfolg des Öffentlichen Verkehrs mitentscheidet

Laut Unfallstatistik ist 2025 in Österreich im Straßenverkehr niemand in einem Bus, einer Straßenbahn oder einem Zug ums Leben gekommen. Ob Menschen in Bus und Bahn einsteigen, entscheidet aber nicht die Unfallstatistik allein. Es zählt auch, wie sicher sich der Weg zur Haltestelle anfühlt, ob sie gut beleuchtet ist, ob Personal sichtbar ist und wie respektvoll es im Fahrzeug zugeht. Darauf achten insbesondere Frauen, die öffentliche Verkehrsmittel schon heute häufiger nutzen als Männer. Wege für Frauen sicher zu gestalten, ist der kürzeste Weg zu mehr Fahrgästen.

Mehr dazu
Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: 5 Jahre Klimaticket – Anzahl der Haushalte mit Öffi-Jahreskarte stark gestiegen

VCÖ (Wien, 21. Oktober 2026) – Vor fünf Jahren, am 26. Oktober 2021, wurde das Klimaticket in Österreich eingeführt. Zuletzt hatten laut Statistik Austria bereits 1,67 Millionen Haushalte in Österreich mindestens eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, um rund 320.000 mehr als im Zeitraum 2019/20, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Den höchsten Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarte gibt es in Wien mit 75 Prozent vor Salzburg und Tirol mit jeweils 36 Prozent. Am günstigsten ist das Bundesland-Klimaticket in Vorarlberg und Salzburg, den höchsten Preis weist das Klimaticket Oberösterreich auf. Wo es gute Verbindungen gibt, können sich Pendlerinnen und Pendler mit dem jeweiligen Klimaticket viel Geld sparen, insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise, wie auch Beispiele des VCÖ zeigen.  

Mehr dazu