Aus der Praxis – Tobias Schweitzer

„Wir verlieren Geld, weil auf unseren Autobahnen zu wenig Maut eingehoben wird“

Porträtfoto von Tobias Schweitzer
Tobias Schweitzer, Bereichsleiter Wirtschaft AK Wien

Tag für Tag rollt eine Lkw-Transitlawine durch Österreich und belastet Anrainerinnen und Anrainer sowie die Umwelt massiv. Gleichzeitig nutzt Österreich die Möglichkeiten des EU-Rechts nicht ausreichend, um die durch den Transit verursachten Schäden von den Frächtern abgelten zu lassen. So verlieren wir jedes Jahr rund 450 Millionen Euro, weil auf unseren Autobahnen zu wenig Maut eingehoben wird. Besonders bemerkenswert: Zwei Drittel dieser Summe müssten eigentlich von ausländischen Unternehmen getragen werden. Eine vollständige Transit-Entschädigung würde somit vor allem Unternehmen im Ausland treffen, nicht aber die Bevölkerung oder Wirtschaft in Österreich. Der Lkw-Verkehr ist derzeit insgesamt weder sozial noch ökologisch vertretbar. Sozialdumping, Fahrermangel und das Fehlen menschenwürdiger Sanitäranlagen für Lenkerinnen und Lenker von Lkw sind nur einige Beispiele für ein nicht nachhaltiges Geschäftsmodell. Um faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, braucht es daher wirksame Kontrollen auf Österreichs Straßen.

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VCÖ fordert Maßnahmenpaket zur Reduktion der Erdölabhängigkeit des Verkehrs

VCÖ (Wien, 2. März 2026) – Der Angriff der USA und Israels auf den Iran führt zu höheren Rohölpreisen am Weltmarkt und damit auch zu höheren Spritpreisen in Österreich. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um die massive Erdölabhängigkeit des Kfz-Verkehrs rascher zu reduzieren. Immerhin konnte der Treibstoffverbrauch Österreichs seit dem Jahr 2019 um rund 18 Prozent reduziert werden, aber mit rund 8,6 Milliarden Litern war der Verbrauch von Diesel und Benzin im Vorjahr nach wie vor sehr hoch. Der Kfz-Verkehr ist aus der Erdölfalle zu befreien, indem der Anteil der E-Mobilität rascher erhöht wird und Maßnahmen zur stärkeren Verlagerung von Autofahrten auf öffentliche Verkehrsmittel sowie bei kürzeren Strecken auf E-Bike und Fahrrad umgesetzt werden.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

Flugverkehr nachhaltig auf Kurs bringen

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Kein Verkehrsmittel ist so energieintensiv und klimaschädlich wie das Flugzeug. Trotzdem profitiert der Flugverkehr von steuerlichen Subventionen. Für mehr Nachhaltigkeit braucht es ein ambitioniertes Regelwerk, Investitionen in synthetisches Kerosin und mehr Effizienz im Betrieb.

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Geschwindigkeitsanzeige, die anzeigt, dass zu schnell gefahren wird