Aus der Praxis – Tobias Schweitzer

„Wir verlieren Geld, weil auf unseren Autobahnen zu wenig Maut eingehoben wird“

Porträtfoto von Tobias Schweitzer
Tobias Schweitzer, Bereichsleiter Wirtschaft AK Wien

Tag für Tag rollt eine Lkw-Transitlawine durch Österreich und belastet Anrainerinnen und Anrainer sowie die Umwelt massiv. Gleichzeitig nutzt Österreich die Möglichkeiten des EU-Rechts nicht ausreichend, um die durch den Transit verursachten Schäden von den Frächtern abgelten zu lassen. So verlieren wir jedes Jahr rund 450 Millionen Euro, weil auf unseren Autobahnen zu wenig Maut eingehoben wird. Besonders bemerkenswert: Zwei Drittel dieser Summe müssten eigentlich von ausländischen Unternehmen getragen werden. Eine vollständige Transit-Entschädigung würde somit vor allem Unternehmen im Ausland treffen, nicht aber die Bevölkerung oder Wirtschaft in Österreich. Der Lkw-Verkehr ist derzeit insgesamt weder sozial noch ökologisch vertretbar. Sozialdumping, Fahrermangel und das Fehlen menschenwürdiger Sanitäranlagen für Lenkerinnen und Lenker von Lkw sind nur einige Beispiele für ein nicht nachhaltiges Geschäftsmodell. Um faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, braucht es daher wirksame Kontrollen auf Österreichs Straßen.

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VCÖ-Spritpreisbilanz 2024: Benzin und Diesel waren heuer billiger als im Vorjahr

VCÖ (Wien, 18. Dezember 2024) – Während insgesamt die Preise heuer um rund drei Prozent gestiegen sind, sind die Preise für Eurosuper und Diesel im Jahresschnitt niedriger als im Vorjahr, wie die aktuelle VCÖ-Spritpreisbilanz zeigt. Mit durchschnittlich 1,60 Euro war ein Liter Diesel um vier Cent billiger als im Vorjahr und um 22 Cent billiger als im Jahr 2022. Eurosuper ist um zwei Cent günstiger als im Vorjahr, um 15 Cent billiger als im Jahr 2022 und war günstiger als Diesel. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um den realen Spritverbrauch von Neuwagen zu verringern. Mit spritsparendem Fahrstil kann der Verbrauch bestehender Fahrzeuge reduziert werden.

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VCÖ: Nachhaltige Mobilität schafft in Österreich bereits mehr als 200.000 Arbeitsplätze

VCÖ (Wien, 4. Dezember 2024) – Die nachhaltige Mobilität ist in Österreich ein starker, aber sehr unterschätzter Wirtschaftsfaktor, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Dass Österreichs Bahnindustrie am Weltmarkt im Spitzenfeld liegt oder allein Gehen, Radverkehr und Radtourismus mehr als 52.000 Arbeitsplätze sichern, ist hierzulande wenig bekannt. Österreich hat innovative Unternehmen in allen Bereichen der nachhaltigen Mobilität, vom Öffentlichen Verkehr, über Fahrradproduktion über Elektro-Mobilität bis hin zu digitalen Mobilitätsservices. Der VCÖ fordert verstärkte wirtschaftspolitische Maßnahmen, damit das Exportland Österreich die weltweit steigende Nachfrage nach klimaverträglicher Mobilität als Konjunktur-Lokomotive nutzt.

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