Aus der Praxis - Ulrike Jehle

Erreichbarkeit als Planungsbasis

Ulrike Jehle, Gründerin des Startups Plan4Better

Der Beruf Verkehrsplanung wird vor allem von Männern ausgeführt, dies bringt eine einseitige Sichtweise mit sich. Um divers zu planen bräuchten wir auch diverse Planerinnen und Planer. Durch digitale Planungsinstrumente kann die Frauenquote in der Planung zwar nicht erhöht, aber ein neutraler Sichtwinkel geboten werden. Mit unserem kartenbasierten Webtool GOAT (Geo Open Accessibility Tool) unterstützen wir Kommunen, Planungsbüros und weitere Akteure der Stadt-, Verkehrs- und Immobilienbranche dabei, faktenbasierte Entscheidungen zur nachhaltigen und fairen Gestaltung unserer Städte und Regionen zu treffen. Analysegrundlage ist dabei die Erreichbarkeitsplanung, etwa wie viele Personen haben innerhalb von 10 Minuten Fußweg Zugang zu einem Supermarkt? In einigen Städten wie Freiburg, München und Fürstenfeldbruck ist das Planungsinstrument bereits im Einsatz. Unser Ziel ist es, das Tool sukzessive auszuweiten, um Städte und Regionen weltweit auf einem Weg in eine sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Zukunft zu begleiten.

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Mobilitätsgespräch 2026 – Sicherheit bewegt: Weibliche Mobilität zwischen Sicherheitsgefühl und Infrastruktur

Beim 7. Mobilitätsgespräch rückte die Frage in den Fokus, wie Verkehrssysteme die Bedürfnisse von Frauen aber auch vulnerablen Gruppen besser berücksichtigen und Sicherheit ganzheitlich stärken können.

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Foto: ÖBB/Andreas Scheiblecker