Baden-Württemberg plant Umsetzung einer Mobilitätsgarantie bis zum Jahr 2030

Bild einer Straßenbahn und eines Busses in Baden Würtemberg

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg plant eine Mobilitätsgarantie für seine mehr als elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. In urbanen Gebieten soll es einen 15-Minuten-Takt des Öffentlichen Verkehrs geben, in ländlichen zumindest einen 30-Minuten-Takt. Als Ergänzung sind On-Demand-Angebote für die letzte Meile geplant. Bis zum Jahr 2026 sollen die Taktzeiten in der Hauptverkehrszeit realisiert werden. Ab dem Jahr 2030 soll die Mobilitätsgarantie wochentags zwischen 5 und 24 Uhr und an Wochenenden zwischen 6 und 1 Uhr gelten. Kommunen können beim Land bereits bis zu zwei Millionen Euro Zuschuss für Aufbau und Betrieb nachfragebasierter Angebote bekommen. Zusätzlich werden Regiobus-Linien als Ergänzung zum Bahn-Angebot gefördert. Die langfristige Finanzierung teilen sich Bund, Land und Kommunen. Letztere können dafür auch eigene Mobilitätsabgaben in der Region einheben. Die gesetzlichen Grundlagen dafür werden derzeit erarbeitet.

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VCÖ: Österreich ist bei Verkehrsreduktion laut Fachleuten säumig

VCÖ (Wien, 4. Februar 2026) – In Österreich werden zu wenige Maßnahmen gesetzt, um Verkehr zu vermeiden und zu reduzieren. Das ist ein zentrales Ergebnis einer nun veröffentlichten VCÖ-Fachpersonenbefragung, an der 435 Fachleute teilnahmen. Das größte Potenzial für Verkehrsvermeidung wird bei Arbeitswegen gesehen. Die Hauptverantwortung für die Umsetzung von Maßnahmen sehen die Expertinnen und Experten eindeutig bei der Politik, sowohl auf Bundes- und Landesebene als auch auf Stadt- und Gemeindeebene. Als besonders wirksam, um den Autoverkehr zu verringern, wird der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und Maßnahmen in der Raumplanung bewertet. Bei selbstfahrenden Fahrzeugen wird nur dann ein Potenzial zur Verkehrsreduktion gesehen, wenn diese auf den Öffentlichen Verkehr beschränkt werden. Bei selbstfahrenden Privatautos rechnet mehr als die Hälfte der Fachleute mit einer Zunahme des Verkehrsaufkommens.  

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Foto:  Petra Bork/pixelio.de

VCÖ: Preisunterschiede zwischen Bundesland-Klimatickets nehmen deutlich zu

VCÖ (Wien, 12. Dezember 2025) – In Salzburg ist das Klimaticket am günstigsten, in Oberösterreich ist der Preis am höchsten, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. In vier Bundesländern steigt der Preis für das Bundesland-Klimaticket mit 1. Jänner 2026, in fünf Bundesländern bleibt der Tarif gleich. Die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Bundesland-Klimaticket steigt im Jahr 2026 um 105 Euro auf 304 Euro. In allen Bundesländern ist die Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr aber im Vergleich zum Auto günstig. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler können sich mit dem Bundesland-Klimaticket viel Geld sparen, betont der VCÖ.

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Foto: Sarah Duit