Gelegenheitsfenster zur Umgestaltung nutzen

Städtebauliche Karte der Stadt Brühl

Um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen hat die deutsche Stadt Brühl im Jahr 2025 ein Schwammstadt-Konzept mit 17 Maßnahmen beschlossen, von Entsiegelungsleitlinien, über die Schaffung fachbereichsübergreifender Planung, bis zu Bewusstseinsbildung und Anpassung von baulichen Mindeststandards. Im Sinne der Kosteneffizienz soll der Fokus auf ohnehin anstehende Bauarbeiten im öffentlichen Raum gelegt werden. Solche „Gelegenheitsfenster“ wurden in fachbereichsübergreifenden Work- shops ermittelt und in einem Vorhabensverzeichnis zugänglich gemacht. Zudem wurden Potenziale für Schwammstadt-Maßnahmen im Stadtgebiet in einer Planungshinweiskarte (siehe Bild) sichtbar gemacht und Fokusräume ermittelt, wo der Anpassungsbedarf besonders hoch ist. Im Jahr 2026 bereits in Umsetzung ist die Entsiegelung, Begrünung und Neugestaltung von drei Straßen im Zuge von Kanalsanierungen sowie die Erstellung eines digitalen Schwammstadt-Spaziergangs mittels App.

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Mobilitätsinfrastruktur neu denken und neu nutzen

Den unerwünschten Auswirkungen des Autoverkehrs ist durch Einzelmaßnahmen nicht beizukommen. Es braucht Paradigmenwechsel, wie generelles Tempo 30 innerorts. Oder integrale Ansätze in der Stadtplanung, in der Raumplanung, bei der Mobilität – wie es nicht nur in Amsterdam der Fall ist.

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Kommentar - Die Infrastruktur von heute bestimmt den Verkehr von morgen

Die Infrastruktur von heute bestimmt den Verkehr von morgen - Kommentar von Michael Schwendinger, VCÖ-Verkehrspolitik.

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