Sozial-ökologische Flugabgabe – auch für Privatjets

Flugzeuge warten auf der Startbahn auf die Startfreigabe

Großbritannien hat eine sozial-ökologisch gestaffelte Flugabgabe mit vier Distanzklassen und Economy-, Premium- und Privatjet-Unterscheidung. Die Abgaben für Privatjets steigen per April 2026 signifikant und reichen von umgerechnet rund 160 Euro für kurze bis etwa 1.300 Euro pro Person für lange Flüge. Für Flüge in der Economy-Klasse fallen rund 8 bis 120 Euro an, in der Premium-Klasse 18 bis 290 Euro. Frankreich hat das Modell per März 2025 als „Solidaritätsabgabe“ auch für Privatjets übernommen, die je nach Distanz und Flugzeugtyp von 210 bis 2.100 Euro reicht. Die Einnahmen dienen auch zur Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur und Öffentlichem Verkehr. In Italien wird nicht nur die Nutzung von Privatjets je nach Distanz mit 10 bis 200 Euro besteuert, sondern auch der Besitz. Gestaffelt nach höchstzulässigem Gesamtgewicht fallen für kleinere Jets mit vier Tonnen jährlich zum Beispiel 16.000 Euro an, für mittlere Jets mit neun Tonnen rund 64.000 Euro und für große Jets mit 20 Tonnen 152.000 Euro.

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VCÖ: Mineralölsteuerbefreiung von Kerosin förderte Flugverkehr in Österreich mit mehr als fünf Milliarden Euro seit dem Jahr 2015

VCÖ (Wien, 4. November 2026) – Solange es keine Kerosinsteuer gibt, ist die Flugabgabe nicht zu reduzieren, aber sie ist zu reformieren, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Allein die fehlende Mineralölsteuer auf Kerosin förderte den Flugverkehr in Österreich mit 5,12 Milliarden Euro seit dem Jahr 2015. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuerbefreiung von internationalen Flugtickets. Der VCÖ fordert eine Differenzierung der Flugabgabe nach Distanz sowie nach Premium und Economy Class, so wie das in Großbritannien bereits der Fall ist. Um etwaige Budget-Ausfälle gegen zu finanzieren, sind - auch aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit - Abgaben auf Nutzung und Besitz von Privatjets einzuführen, wie das beispielsweise in Italien der Fall ist.

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Foto: British Airways-Flugzeug, welches über einen zugeparkten Parkplatz fliegt

VCÖ: Fehlende Kerosinsteuer fördert Flugunternehmen dreimal so stark wie die Flugabgabe ausmacht

VCÖ (Wien, 19. Oktober 2026) – Während Autofahrerinnen und Autofahrer für Benzin und Diesel Mineralölsteuer zahlen, entrichten Fluggesellschaften für den Flugtreibstoff Kerosin keine Mineralölsteuer. Durch die fehlende Kerosinsteuer wurden die Flugunternehmen in Österreich allein im ersten Halbjahr mit rund 220 Millionen Euro unterstützt, das ist dreimal so viel wie die Flugabgabe ausmachte, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Der VCÖ fordert eine Differenzierung der Flugabgabe nach Premium Class, Economy Class und Privatjets so wie das in Großbritannien bereits der Fall ist.

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Foto: British Airways-Flugzeug, welches über einen zugeparkten Parkplatz fliegt